Große Demo gegen US-Freihandelsabkommen und Fracking in Konstanz

Das Freihandelabkommen zwischen der EU und den USA kann weitreichende Konsequenzen auch für die Menschen in der Region Bodensee haben. Standards beim Verbraucherschutz und der Lebensmittelproduktion sind in Gefahr und das das Abkommen könnte den Weg frei machen für Fracking. TTIP – hinter diesen vier Buchstaben verbirgt sich die „Transatlantic Trade and Investment Partnership“, das geplante Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA. Am 8. Mai demonstrieren der BUND und seine Partner anlässlich der Umweltministerkonferenz in Konstanz für einen sofortigen Stopp der Verhandlungen.

Abbau von Handelshemmnissen oder Standards beim Verbraucherschutz

Um „Freihandel“, wie immer wieder behauptet wird, geht es dabei nicht. Schon heute sind die Zölle zwischen der EU und den USA sehr niedrig, viele Waren sind ohnehin zollfrei. Vielmehr sollen Regelungen abgebaut und Grundprinzipien abgeschafft werden, die dem unstillbaren Profitstreben der großen multinationalen Konzerne im Weg stehen: Umweltstandards, Verbraucherschutz, Arbeitnehmerrechte, staatliche Souveränität. Diese werden als „Handelshemmnisse“ betrachtet und sollen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zurückgefahren werden.
Das heißt für Europa: Umwelt- und Sozialstandards, für die jahrzehntelang gekämpft wurde, stehen vor dem Aus. Das berichtet der BUND Konstanz in seiner am Dienstag versandten Medienmitteilung.

TTIP bedeutet Fracking, Genmais und Dumpinglöhne

Am 8. Mai demonstrieren der BUND und seine Partner anlässlich der Umweltministerkonferenz in Konstanz für einen sofortigen Stopp der Verhandlungen. „Kommen auch Sie, und setzen wir gemeinsam ein starkes Zeichen: TTIP stoppen! Kein Handelsabkommen gegen die Bürgerinnen und Bürger!“, appelliert der BUND. Start ist am 8. Mai 2014, um 11:00 Uhr am Benediktinerplatz Konstanz, ab 12 Uhr gibt es eine Kundgebung auf der Marktstätte.

Die Unterstützer des Aufrufs

Den Aufruf unterstützen: ABL, attac Singen, attac Tettnang, BI Frackingfreies Hessen, BI Lebenswerter Haistergau, BI Lebenswertes Korbach, BN Kreisgruppe Lindau, Bodensee-Stiftung, Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, Deutsche Umwelthilfe, Gentechnikfreie Anbauregion Allgäu-Bodensee-Oberschwaben, Greentours Konstanz, Naturschutzbund Vorarlberg, Segel- und Motorbootfahrer vom Obersee, Stadtwerke Konstanz, Wasserforum Stuttgart, Wirundjetzt!

2 Kommentare to “Große Demo gegen US-Freihandelsabkommen und Fracking in Konstanz”

  1. Fafnir
    30. April 2014 at 06:41 #

    Ein Blick auf die Unterstützerliste sagt alles: Linksverdrehte Feinde des Fortschrittes! Rückständige Latzhosenträger, die ihre dämlichen Scheißhausparolen von mir aus in ihren alternativen Bauwagenburgen herausplärren sollen, aber nicht in aller Öffentlichkeit. Ist ja peinlich sowas. Und dass da die Stadtwerke dabei sind, ist ja wohl ein Skandal. Die Stadtwerke sind doch keine politische Institution. Was spielen die sich auf und poltern gegen das Freihandelsabkommen und gegen Fracking Hand in Hand mit ökoradikalen Demagogen und Industrieverhetzern? Und jetzt weiß ich aus, was die Segel- und Motorbootfahrer vom Obersee sind: Linksrotgrüne Dagegenaktivisten.

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  1. Konstanzer Konzilstraße wegen Demo gegen TTIP gesperrtsee-online.info - Lokale Nachrichten aus Konstanz - 7. Mai 2014

    […] Ursache für die Sperrung der Konstanzer Konzilstraße ist eine Demonstration von Umweltschützern im Rahmen der Umweltministerkonferenz, die bis 9. Mai in Konstanz stattfindet. Die Kundgebung richtet sich gegen Fracking und das geplante Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA – das so genannte „Transatlantic Trade and Investment Partnership“ (kurz: TTIP). […]

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