Grüne: Studi‐Ticket bis Radolfzell und besseres Mensaessen

Grüne Hochschulgruppe stärkste Gruppe an der Uni Konstanz

Konstanz. Bei den Senatswahlen an der Uni Konstanz gewinnt die Grüne Hochschulgruppe (GHG) einen Sitz hinzu und stellt von nun an zwei der vier studentischen Mitglieder im höchsten universitären Gremium. Annika Dukek und Patrick Stoll werden die Studierenden im Senat der Universität vertreten.

Grüne haben die Nase vorn

Senatorin Annika Dukek sagte: „Die GHG hat sich als das entscheidende Sprachrohr studentischer Interessensvertretung an der Uni Konstanz etabliert. Nicht zuletzt auch Dank der großartigen Arbeit der GHG‐Vertreter im u‐AStA und Senat.“ Neben den Senatsmitgliedern wurde auch erstmalig das Studierendenparlament (Stupa) gewählt, indem die Grüne Hochschulgruppe den größte Gruppe stellt. Die acht gewählten grünen Vertreter bereiten sich, wie sie mitteilten, auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit den anderen Studierendengruppen vor. Das sind neben der Juso‐Hochschulgruppe (7 Sitze) und der U‐Liste/Fachschaftsliste (5 Sitze), die Liberale Hochschulgruppe (2 Sitze) und die Spaßpartei G.R.Ü.N & Schnitzel (1 Sitz).

Nachhaltigkeitsidee an der Uni

„Nun kommt es darauf an, die begonnenen Projekte, wie die Erweiterung des Studi‐Tickets nach Radolfzell und Singen und die Nachhaltigkeitsidee der Uni fortzuführen“, so Noch‐Senator Stephan Kühnle, der sich über die Bestätigung der erfolgreichen GHGArbeit freut. Die GHG werde sich um die Verbesserung des Mensaangebots bemühen, eine Klausel zur rechtlichen Verankerung rein friedlicher Forschung an der Universität schaffen und sich die Demokratisierung der Hochschule auf die Agenda setzen. „Wir sehen die Wahl als Auftrag in vielen Bereichen mehr Nachhaltigkeit in die Universität zu tragen und werden die Meinung der Studierenden in den Gremien der Universität mit starkem Mandat vertreten“, sagt ein hochmotivierter Patrick Stoll, der schon seit einigen Monaten engagiert für die Studierendeninteressen kämpft.

Campus wählt grün

Auch die grüne Landesebene meldet sich zu Wort: „Dieses Wahlergebnis steht an der Spitze einer langen Liste von Erfolgen Grüner Hochschulpolitik in Baden‐Württemberg. An der Uni Konstanz hat sich erneut gezeigt, dass hochschulpolitisch nichts ohne Grün läuft“, so Philipp Bläß, Sprecher von Campusgrün Baden‐Württemberg.

Foto: Uni Konstanz Jochen Staudacher

8 Kommentare to “Grüne: Studi‐Ticket bis Radolfzell und besseres Mensaessen”

  1. Bolle Knallquist
    1. Juli 2011 at 21:36 #

    Mensch Kinder…

    „Verbesserung des Mensaangebots“: Ich weiß ja nicht, was die kleine Prinzessin und der zarte Prinz sonst so gewohnt sind, aber die Auswahl ist mehr als üppig und die Qualität des Essens ist top.

    „Klausel zur rechtlichen Verankerung rein friedlicher Forschung an der Universität“: Wer bestimmt und kann vorhersehen, was einmal für unfriedliche Zwecke verwendet wird? Hätte es so eine Klausel früher schon gegeben, würden wir heute noch mit den Fingern essen. Den den Erfinder von Messer (gefährlich!) und Gabel hätte man wohl im Moor versenkt, bevor er seine unheilvolle Erfindung hervorgebracht hätte.

    „Demokratisierung der Hochschule“: = Abschaffung des Leistungsgedanken

    „Nachhaltigkeit“: Ganz doll. Da kann sich jetzt jeder was anderes drunter vorstellen und deswegen finden das alle gut.

    Wenn die mal auf die Asta-Wahlbeteiligungen gucken würden, würden die nicht ernsthaft behaupten, die Studenten zu vertreten.

  2. db
    4. Juli 2011 at 22:39 #

    Ach ja? Wie hoch war denn die Wahlbeteiligung?

  3. Joschka Fischer
    5. Juli 2011 at 23:13 #

    „Nachhaltigkeit“, was das wohl heißen mag?
    Aber es ist ja schön zu sehen, dass bei uns echter Politnachwuchs herangezogen wird, der es versteht, mit Schlagwörtern um sich zu hauen ohne zu kapieren, was sie bedeuten.
    Wenn man aber bedenkt, das das Untergraben des Leistungsgedankens und das vermischen von Sozial- und Bildungspolitik der Qualität der Lehre schadet und deswegen auch der „Nachhaltigkeit“ der Lehre, wird einem einmal mehr die Doppelmoral dieser naiven Weltverbesserer bewusst.
    Warum ausgerechnet Studenten des 2. Semesters in der Lage sein sollen zu beurteilen, was der Lehre und der Forschung einer Hochschule nachhaltig nützt, ist mir schleierhaft. Klarer Fall von Selbstüberschätzung!

  4. db
    6. Juli 2011 at 13:54 #

    @ „Joschka Fischer“
    Klar, man kann natürlich einfach platt polemisieren, aber der ernsthaft interessierte Leser kann sich auch vorher darüber informieren, was die Nachwuchs-Politiker unter Nachhaltigkeit verstehen (z.B. hier: http://cms.uni-konstanz.de/ghg/themen/interdisziplinaere-lehre-und-der-nachhaltigkeitsrat/) – und dann auf dumpfe Polemik verzichten. Dass das Konzept der Nachhaltigkeit in der öffentlichen Debatte unendlich gedehnt und verwässert wurde ist sicherlich nicht die Schuld der Studierenden.

    Bitte schicken Sie mir doch mal den Link zum Rechtskonservative-Phrasen-Generator, den es ja irgendwo geben muss, da sich derlei Beiträge immer wieder so frappierend ähneln. Stichworte wie „Doppelmoral“, „Leistungsgedanken“, „naiv“ und – als Schimpfwort verwendet – „Weltverbesserer“ sind da jedenfalls eine wichtige Grundzutat. Schade nur, dass so wenig Konstruktives zu hören ist, wenn sich andere offen der Diskussion um die besten Lösungen für politische Probleme stellen.

    Und warum Studierende, die übrigens teilweise weit über das 2. Semester hinaus sind, in der Lage sein sollen, zu beurteilen, was in der Lehre verbessert werden kann, liegt doch eigentlich auf der Hand, oder? Schließlich sind sie die „Konsumenten“ des Lehrangebots.

  5. TB
    6. Juli 2011 at 15:40 #

    Wieso „polemisiert“ Nummer 3? Es ist eine treffende Beschreibung der Realität. Die Reaktion von dk ist allerdings typisch für eine ganz bestimmte selbsterhabene Grundeinstellung: Sie ist keine, sondern nur Gefasel um der Faselei Willen und reine Abwehr unbequemer Realitäten. Affektiertes Empörertum, um abzulenken. Und mit Verlaub, werter dk: Konstruktives habe ich von Ihnen hier noch nicht gelesen. Bevor Sie wieder zittrig anfangen, ihren Senf ins Internet zu pinseln: Manche Diskussionen sind überflüssig, weil sie sich um Probleme drehen, die sich gelangweilte und bedeutungslose Zeitgenossen aus den Fingern saugen, um sich ein wenig wichtig zu machen. Dazu gehören die gesamten Ergüsse dieser grünen Asta-Leutchen. Ende der Durchsage.

  6. Mohrrübenkiller
    6. Juli 2011 at 16:12 #

    Der Begriff „Nachhaltigkeit“ kommt aus der Forstwirtschaft. Wenn ich also

    einen Baum fälle, muss ich zwei nachpflanzen.

    Das dies jetzt die kopfgesteuerten nachplappern ist deren Problem. Ich

    kann in dem Gesülze nämlich keine Nachhaltigkeit feststellen.

  7. db
    7. Juli 2011 at 10:36 #

    @ Mohrrübenkiller:
    Wenn man weiterliest, erfährt man über den Begriff der Nachhaltigkeit auch noch mehr, als dass er aus der Forstwirtschaft stammt: http://de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltigkeit
    Zum Beispiel den Sprachgebrauch des Club of Rome und des Ökumenischen Rates der Kirchen, oder der Enquete-Kommission „Schutz des Menschen und der Umwelt. Ziele und Rahmenbedingungen einer nachhaltig zukunftsverträglichen Entwicklung“

    @TB: genau lesen; db ist nicht dk… Klar dass Sie unter dem Kürzel keine konstruktiven Beiträge gefunden haben.

  8. Strc prst skrz krk
    7. Dezember 2011 at 17:52 #

    Ob man bei einer Wahlbeteiligung von 11,3 % (http://www.asta.uni-konstanz.de/wp/?p=1358) davon sprechen kann, dass „Der Campus grün wählt“ halte ich für zweifelhaft. Richtiger wäre „Der Campus wählt größtenteils überhaupt nicht – von den wenigen die sich zur Wahl getraut haben, gehen die meisten Stimmen an die Grüne Hochschulgruppe“ – klingt halt nur nicht so toll :P Es ist aber nun mal ein großer Unterschied ob man die Mehrheit ALLER Studenten an der Uni hinter sich hat oder nur die Mehrheit einer kleineren Gruppe (nämlich die der Wähler).

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