„Grünen Tisch“ in Konstanz zum Thema Gemeinwohl-Ökonomie

Logo Bündnis 90 GrüneKonstanz. Die Grünen laden zu einem „Grünen Tisch“ zum Thema Gemeinwohl-Ökonomie ein. Treffpunkt ist am Donnerstag, 7. März, das Nebenzimmer der Seekuh. Los geht’s um 20 Uhr.

Idee eines neuen Wirtschaftsmodells

Der Kreisvorstand von Bündnis90/Die Grünen lädt am Donnerstag den 7. März um 20 Uhr wieder zum „Grünen Tisch“ ein. Die ReferentInnen Simon Neitzel und Maria Kitt-Hönig von der Initiative Gemeinwohl-Ökonomie stellen die Hintergründe und die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie vor und diskutieren die grundlegenden Elemente einer alternativen Wirtschaftsordnung.

Weitreichende Veränderungen

Die Gemeinwohl-Ökonomie hat eine nachhaltige und solidarische Wirtschaftsweise und die Demokratisierung der Großunternehmen zum Ziel. Es geht somit um ein neues Wirtschaftsmodell. „Die gegenwärtigen ökologischen, sozialen und ökonomischen Krisen fordern mutige und entschlossene Visionen und Menschen, die sich an der Entwicklung einer sozial nachhaltigen Zukunft beteiligen. Die Bewegung für eine Gemeinwohl-Ökonomie versteht sich in diesem Sinne als Impulsgeber und Initiator für weitreichende Veränderungen“, heißt es auf der Website.

4 Kommentare to “„Grünen Tisch“ in Konstanz zum Thema Gemeinwohl-Ökonomie”

  1. Fafnir
    6. März 2013 at 11:26 #

    Puh. Es geht mal wieder um den großen Umbau. Um eine totalitäre Kontrolle der Menschen. Jeder Lebensbereich soll kontrolliert und geregelt werden. Jede Handlung muss einem korrekten Verhaltenskodex entsprechen. Zur grünkorrekten Erziehung des Menschen gehören dann Verbote, Gesetze, Abgaben und Sanktionen. Die grüne Ideologie ist mittlerweile eine ernste Gefahr für unsere Demokratie. Längst geht es nicht mehr um Umweltschutz und um „grüne Themen“. Das Sytem muss geändert werden. Der Mensch muss geändert werden. Alle Ungerechtigkeiten müssen beseitigt werden. Was „ungerecht“ ist und was nicht, wird praktischerweise gleich selber bestimmt. Ebenso, was für den Menschen gut ist und was nicht. Alles natürlich nur zum Wohle der Menschheit und für eine bessere Welt.

    Sowas hat bisher jedes totalitäre Herrschaftssystem als Parole ausgegeben. So fangen Diktaturen an. Das ist der Weg in die Unfreiheit. Interessant, daß die Grünen mittlerweile gar keinen Hehl mehr daraus machen, daß es ihnen um den großen Umbau der Gesellschaft geht, um die Transformation und Kontrolle des Menschen.

    Besonders perfide: Sie machen es wie die katholische Kirche. Sie drohen mit den Schrecken der Hölle und der ewigen Verdammnis (Kirche) oder dem baldigen Ende der Ressourcen und dem Schrecken des Klimwandels (Grüne). Es gibt keine Rettung, wenn nicht sofort und umfänglich sich der Mensch ändert und sich der Ideologie unterwirft. Am besten durch Zahlungen von Ablassbriefen (Kirche) oder EEG-Umlagen (Grüne) und durch Aufgabe seiner Freiheit. Und Widerspenstige werden mit Liebesentzug bestraft. Die Kriche macht das mit der Exkommunikation, die Grünen mit Diffamierungen, die zur gesellschaftlichen Ächtung führen sollen. Denn der Mensch ist dumm und weiß nicht, was für ihn gut ist. Das wissen nur die Grünen. Und will der Mensch nicht so, wie die Grünen, muss er eben auf den richtigen Weg gebracht werden.

    Hier die Übersetzung der verschwurbelten grünen Worthülsen:

    „Nachhaltigkeit“
    ist ein dummes Nullwort. Denn ob einmal etwas Positives bewirkt wurde oder nicht, kann nur die Zukunft zeigen. Und auch die sich für unfehlbar haltenen Grünen können nicht in die Zukunft schauen. Daher kann unter „Nachhaltigkeit“ trotz blumiger Unternehmensberaterfloskeln und Politgeschwurbel sich jeder etwas anderes vorstellen. Je nach Sichtweisen und Absichten. Für die Grünen ist natürlich alles das „nachhaltig“, was ihnen in den Kram passt. Ein Wort, mit dem Abtrünnige und Glaubensunwillige zur Räson gebracht werden sollen.

    „Demokratisierung von Großunternehmen“
    bedeutet schlicht Enteignung. Bei dem kommunstischen Unterbau der Grünen sind solche Forderungen kein Wunder.

    „Solidarische Wirtschaftsweise“
    bedeutet: Die einen schaffen und die anderen halten die Hand auf. Die Regeln bestimmen natürlich diejenigen, die die Hand aufhalten.

  2. wak
    6. März 2013 at 11:30 #

    Zum Glück gibt es keine Denkverbote in unserem Land. Die theoretische Auseinandersetzung mit der Gemeinwohl-Ökonomie ist genauso legitim wie die mit der Philosophie Hayeks. Toleranz steht für mich ganz weit oben.

  3. eikju
    6. März 2013 at 18:29 #

    „Fafnir“ hat m.E. Recht. Toleranz ist bei den Grünen schon eine ganze Weile nicht mehr zu erkennen. Vor allem nicht bei der aktuellen Führungsspitze. Erinnert mich an alte, autoritäre Partei-Statuten :

    § 1. Die Partei hat immer Recht, § 2. Wenn die Partei einmal nicht
    Recht hat, tritt automatisch § 1 in Kraft.

    Macht nur weiter so, – die Revolution frißt ihre Kinder.

  4. Dietmar Messmer
    8. März 2013 at 17:44 #

    Ich halte nichts von neoliberaler Marktlotterie oder rein hedonistischer Harmonie. Immerhin warb Ludwig Erhard in den 60iger Jahren schon mit der Idee der sozialen Marktwirtschaft für einen Wohlstand für alle. Was sich da unter dem Label Gemeinwohl-Ökonomie verbirgt, sprengt zunächst einmal den Rahmen politischer Vernunft. Adam und Eva dürfen sich wohlfühlen – willkommen im Paradies der Zertifikate. Wer mitmacht, erntet einen Erfolg nach dem anderen. Ja aber hallo – willkommen bei der Juniorabteilung von Scientology.
    Und der grüne Stammtisch muss nun bekennen: ich war dabei – dabei sein heiligt die Mittel – die Mittellosen sind eh Abschaum.
    Da lobe und preise ich doch eher das Vermächtnis von Hugo Chavez – immerhin konnte er etwas gegen das Elend der Schwachen bewirken.
    Bei einer normativen Matrix der Gemeinwohl-Ökonomie bliebe gar kein Spielraum für gewerkschaftliche Organisationen oder sehe ich das jetzt zu düster?

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