Grüner Till Seiler entschuldigt sich vor 100 Zuhörern

Äußerung des Ex-Lehrers in Abi-Zeitungen war ironisch gemeint

Konstanz. Der grüne Bundestagsabgeordnete Till Seiler hat sich für seine in einer Abi-Zeitung des Ellenrieder-Gymnasiums gemachte Aussage entschuldigt. In einem Frage-Antwort-Spiel hatte Seiler auf die Schüler-Frage nach dem besten Mittel gegen nervige Schüler gesagt: „Wenn ich kein Pazifist wäre, würde ich sagen: erschießen (eignet sich auch für nervige Kollegen, Eltern, Schulleiter etc.)“. Darüber hatte der SÜDKURIER am Donnerstag in seinem Lokalteil berichtet.

Seiler nahm Stellung zu Äußerung

Just am Tag, an dem es beim Konstanzer Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen bei einer Abendveranstaltung auch um das brisante Thema Bildungspartnerschaften von Schulen mit Rüstungsunternehmen gehen sollte, hatte der SÜDKURIER  Seilers Äußerung publik gemacht. Bevor die Grünen am Abend im Treffpunkt Petershausen wie geplant über ihr eigentliches Thema, das lokale Wirken von Rüstungskonzernen und globale Folgen sowie deutsche Rüstungsexporte diskutierten, entschuldigte sich Till Seiler vor rund 100 Zuhörern für seine in der Abi-Zeitung gemachte Äußerung.

„Gründlich schief gegangen“

Seiler wollte am Abend keine weiteren Fragen zu dem Vorfall beantworten. Er nahm lediglich Stellung und sagte wörtlich, die Art und Weise wie er die Schülerfrage beantwortet habe, sei „gründlich schief gegangen“. Seiler zeigte sich am Donnerstagabend einsichtig und erklärte weiter: „Mir als Deutschlehrer darf das nicht passieren.“ Er bat um Nachsicht und Verständnis. Die Antwort in der Abi-Zeitung war, wie er erklärte,  ironisch gemeint.

Seiler bedauert Fehler

Schriftlich äußerte sich Till Seiler am Donnerstagabend noch ausführlicher wie folgt: „Bezüglich meiner Äußerungen in der Abi-Zeitung stelle ich mit Bedauern fest, dass die Ironie dieser Aussage nicht überall verstanden wurde. Es tut mir leid, wenn ich damit die Gefühle von einigen Menschen verletzt habe. Selbstverständlich sind die Äußerungen keinesfalls ernst zu nehmen und es tut mir sehr leid, dass es zu Missverständnissen gekommen ist. Mein Versuch, auf von Schülerinnen und Schülern erdachte Fragen witzig zu antworten, ist leider gründlich daneben gegangen. Es war ein Fehler, sich so zu äußern wie ich es getan habe. Ich bedaure diesen Fehler sehr.“

Bevor der Grüne in den Bundestag nachgerückt ist, unterrichtete der Studienrat a. D. am Konstanzer Ellenrieder Gymnasium. Seine Ironie kam offenbar nicht an – und Seilers Aussage wurde sogar in Verbindung mit dem Amoklauf von Winnenden gebracht und skandalisiert.

14 Kommentare to “Grüner Till Seiler entschuldigt sich vor 100 Zuhörern”

  1. Taubenvergifter (Achtung: Ironie)
    21. Juli 2011 at 22:34 #

    http://www.youtube.com/watch?v=fFnpbJWXpKs

  2. TB
    21. Juli 2011 at 23:34 #

    Natürlich kam seine „Ironie“ nicht an. Keiner hat sie verstanden, sind ja alle doof und als Grüner hat man nun mal Gottes gegebenes Recht, „gute“ Gewalt auszuüben. Sei es auf irgendwelchen Randaledemos gegen S21, Castor oder gegen als böse eingestufte politische Richtungen. Oder eben gegen „nervige Schüler, Eltern und Kollegen“. Laut eigener Aussage auf youtube ist sein großes Vorbild der Daniel Cohn Bendit im Jahr 1968. Das war doch der mit der eigenartigen Einstellung zu Kindererotik und „gerechtferigter“ Gewalt gegen nicht genehme Meinungen. Seilers „Entschuldigung“ wird im allgemeinen Grünhuldigungsdunst untergehen. Aber wehe, jemand schreibt einen Artikel für die „Junge Freiheit“ und will dann Verkerhsminister in Thüringen werden. Dann setzt sich die ganze linksrotgrüne selbstgerechte Empörungsmaschinerie in Gang und zieht alle Register. Ein Schülererschießungskommando unter grünem Befehl ist aber mit einer „Entschuldigung“ abzuhaken.

  3. Mohrrübenkiller
    22. Juli 2011 at 07:43 #

    Wer den den roten Danny als Vorbild hat sollte seinen Beruf als Lehrer an
    den Nagel hängen.

    Auch sollte er aus Gründen der „Ethik“ sofort von seinem Amt als der
    Abgeordnete II. Wahl ( so bezeichnet man Nachrücker ) zurücktreten.

    Einen neuen Berufsstart gäbe es dann nur noch bei der Firma „Schiesser“.

    Ich denke da wäre er gut aufgehoben.

    Gelle Tillemann

    Deine Tage sind gezählt. Wir werden Dich medial „abschießen“.

  4. Mohrrübenkiller
    22. Juli 2011 at 07:47 #

    Hat er wieder den vergesslichen gespielt. Empörung wenn es nur andere
    betrifft.
    Was hat er über die Exporte im Jahr 1999 bis 2994 berichtet?
    Die Zahlen habe ich hier geschrieben. Und ich höre heute noch das
    brüllende Schweigen der Mitforisten.
    Warum schweigt Ihr? Hab ich Euch die Wahrheit erzählt.
    Wenn ja, dann wäre ja eigentlich ein Grund vorhanden nicht mehr „grün“
    zu wählen.
    Die Melonenpartei: Außen grün, Innen rot und die Kerne sind braun.

  5. Mohrrübenkiller
    22. Juli 2011 at 08:12 #

    Der Ausrutscher mit 2994 sollte geändert werden: 2004. Danke.

  6. db
    22. Juli 2011 at 09:31 #

    @Mohrrübenkiller: Gehen Sie doch mal zu so einer Veranstaltung und hören Sie sich an, was dort gesagt wird. Glauben Sie, dort wäre es möglich gewesen, die Exporte aus den Jahren der rot-grünen Koalition (1998-2005) im Bund nicht zu thematisieren? Ich denke ja, da Sie ja offensichtlich auch glauben, dass alle anderen Bürgerinnen und Bürger außer Ihnen tumbe Lemminge sind und nicht selbständig denken können, weshalb Sie ihnen die ungeschminkte, schonungslose, reaktionäre Wahrheit einimpfen müssen.

    @TB: Hier stellt sich nun die Frage: wer bedient derzeit die „Empörungsmaschinerie“? Sind das jetzt andere linksrotgrüne, die über ihresgleichen herfallen? Oder sollte es gar noch andere geben, die nicht linksrotgrüne Steinewerfer und stramme Kommunisten sind, und trotzdem derartige mediale Kampagnen inszenieren? Langsam verstehe ich meine rechtskonservative Welt nicht mehr.

  7. Mohrrübenkiller
    22. Juli 2011 at 09:54 #

    Nr. 6
    Sie sind doch ein wirklich seltener Zeitgenosse. Wer betreibt denn hier
    Desinformation. Sie.
    Warum wird denn Grün gewählt?
    Weil die Leute eben nicht informiert werden und wie Lemminge sich auf
    die tumben Parolen der Grün stürzen.
    Was ist eigentlich schonungsloser als die Wahrheit. Ihre Logik?
    Nein. Lassen Sie es. Sie sind ein Verteidiger der Partei die am Abgrund
    steht.
    Was ist eigentlich an Wahrheit „reaktionär“. Sie sind mit kommunistischer
    Dialektik versaut. Machen Sie mal einige Tage Urlaub. Gute Besserung.

  8. Mohrrübenkiller
    22. Juli 2011 at 10:55 #

    db
    Empörungsindustrie. Nur mal ein kleiner Hinweis. Sie behaupten Sie
    hätten ein rechtskonservatives Weltbild.
    Dies war bisher eigentlich ein Wahrzeichen der CDU. Nun aber überholt
    die CDU die Grünen.
    Das Sie jetzt mit abgesägten Hosen dastehen begreife ich. Hiermit dürfte
    klarstehen, daß Sie kein Weltbild mehr haben.
    In Ihrem speziellen Falle würde ich dafür plädieren, daß Sie sich einfach
    mal neu orientieren. Es gibt eine neue Partei: „Die Freiheit“.
    Vielleicht ist da für Sie eine neue politische Heimat.

  9. db
    22. Juli 2011 at 12:04 #

    Tja, Mohrrübenkiller, da geht’s mir jetzt wie Herrn Seiler: ich hätte wohl jedes Mal in den Text schreiben sollen: „Ironie an“ und „Ironie aus“. Aber im Grunde ist es ja auch egal, ob Sie verstehen, worauf ich hinauswill, da Ihr in sich geschlossenes Weltbild wohl nicht von außen beeinflussbar ist. Parteifreunde bei „Die Freiheit“ werden wir jedenfalls nicht, danke für das Angebot.

  10. Mohrrübenkiller
    22. Juli 2011 at 12:18 #

    Ironie an: Sie sind genau so ein schlauer wie Tillemann Seiler.

    Ironie aus: Manchmal erinner Sie mich an Tillemann Seiler.

    Ist das Ihnen jetzt genehm genug.

    Um Sie zu verstehen, sollten Sie sich halt gradlinig ausdrücken.

    Woher nehmen Sie die Informationen um mir ein geschlossenes

    Weltbild vorzuhalten. Ich informiere mich täglich in verschiedenen

    Publikationen.

    Nur lasse ich mir kein X vor dem U vormachen.

    Über Italien lacht die Sonne. Über die Grünen die ganze Welt.

  11. KonstanzerBuerger
    22. Juli 2011 at 13:14 #

    Verdammt, es war ein dummer Ausrutscher und dafür hat er sich auch entschuldigt. Aber hat Til Seiler ehrenamtlich(!) bisher sonst nichts Positives für die Allgemeinheit gebracht? Alle Schreiber sollten sich erst einmal selbst ehrenamtlich engagieren.
    Besonders seines Namens @„M-Killer“ hat eben auch das Killen vor. Hoffentlich killt er nicht nur, sondern ist auch mal die Mohrrübe und anderes Gemüse, damit er weiß wie lecker und wichtig Grün sein kann, um damit seine Vitamine zu verbessern. Er möchte ja so mach einen der hier postet am Liebsten auch killen.

  12. Mohrrübenkiller
    22. Juli 2011 at 13:30 #

    Lieber Bürger!
    Es geht doch garnicht um die Person Till Seiler. Es geht darum, daß seine
    Partei der Erhabenen und Erhöhten ganz oben sitzt und jeden kritisiert der
    auch nur andeutungsweise eine andere Meinung hat.
    Natürlich weide ich dies genussvoll aus. Was meinen Sie wie es die Grünen
    bei einem „Ausrutscher“ von jemanden anderen gemacht hätten.

    Halten Sie sich am Stuhl fest. Genauso.

    Und zu meinen Essgewohnheiten. Ich esse nur Sprossen die mit EHEC –
    Keimen belastet sind. Die beziehe ich von einem BIO – Landwirt, der den
    Dünger aus dem Gärsatz einer BIO – GAS – ANLAGE holt.

    Wohl bekomms.

  13. Mohrrübenkiller
    22. Juli 2011 at 13:44 #

    K-Bürger
    Ehrenamtlich? Das kann auch eine Behauptung sein. Wenn ich ledig und
    ohne Kinder bin ist dies doch eher der Langeweile geschuldet, wenn ich
    mir die Zeit halt vertreibe.
    Ich halte Ihre Mitteilungen hier als „Schutzschildfunktion“ für einen der
    sich nicht nur vertan hat. Er hat bewiesen, daß er untragbar ist.

  14. db
    22. Juli 2011 at 20:22 #

    Im Gegensatz zum Gemüsetöter hier haben vermutlich die meisten anderen KommentatorInnen die Größe, ehrenamtliches Engagement anzuerkennen. Herr Seiler ist genauso wie die Gemeinderäte anderer Parteien und Listen jemand, der sich um das Gemeinwesen verdient gemacht hat, indem er sich für eine lebendige Demokratie engagiert hat. Und es ist eine erhebliche Belastung und höchst undankbar, für eine kleine Partei im Bundestagswahlkampf anzutreten. So missgünstig muss man nicht sein, das auf den Singlestatus zurückzuführen. Andere sind auch Singles und lassen sich in ihrer Freizeit vom Fernseher berieseln, und manch anderer vertreibt sich seine Zeit als Internet-Troll; ehrenamtliches Engagement ist jedenfalls nicht der einfachste und dankbarste Zeitvertreib.