Guten Morgen Bodensee!

Kolummne – Aus der Flachwasserzone

Heute müssen wir uns drei Themen widmen: Erstens Herrn Nix, zweitens dem Verkehr in der Überlinger Altstadt und drittens dem Frühling…

Machen wir es kurz. Das Wetter treibt uns nach draußen. Die Wetterfrösche haben uns Sonnenschein und 19 bis 20 Grad versprochen. Die Vögel zwitschern. Das macht Laune, Lust auf Frühling und auf Laufen…

Ja, jetzt joggen wir endlich wieder. Sogar die SPD in Konstanz läuft los: Morgen, am Donnerstag, um 19 trifft sich zum ersten Mal der SPD-Lauftreff. Treffpunkt ist die Seestraße 1. Alle, die Spaß am Laufen haben, sind eingeladen mitzulaufen, mailte uns die neue Vorsitzende Natalie Wöllenstein. Ausreden gibt es übrigens keine. Nicht einmal mehr der falsche Laufschuh taugt, um abzusagen. Am Samstag haben wir nämlich gelesen, dass super teure Laufschuhe mit Stützen, was die Verletzungsgefahr angeht, gar nichts bringen und der neue Trend Barfußlaufen heißt.

Herr Nix dagegen macht uns Sorgen. Wir fürchten, der Konstanzer Theaterintendant leidet an einem Erschöpfungssyndrom und an Vergesslichkeit. Nachdem Herr Nix bei der Vorstellung des Theaterspielplans noch sehr wild über Kindersoldaten, kleine Maschinengewehre und die Firma Diehl Defence in Überlingen fabuliert hatte, will er diese falschen Äußerungen im Nachhinein nun offenbar am liebsten ungesagt machen. Oder aber, Herr Nix weiß wirklich nicht mehr, was er im Foyer der Spiegelhalle von sich gab? Mit Erstaunen nehmen wir zur Kenntnis, dass er die „Richtigstellung“ seiner Aussagen nun sogar an den Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank und die Oberbürgermeisterin der Stadt Überlingen, Sabine Becker, mitgeteilt haben möchte.

Mittlerweile kam der Theaterintendant, der im Foyer der Spiegelhalle noch öffentlich die Rüstungsindustrie in der scheinbar „cleanen“ Bodensee Landschaft angeprangert hatte und Aussagen machte, die wir lieber nicht wiederholen wollen, zum Schluss, dass von den Steuern, die namentlich Diehl bezahlt, alle etwas hätten in der schönen Landschaft, ja vielleicht sogar das Sommertheater. Möglicherweise sollte Herr Nix einfach einmal los laufen, damit er seinen Kopf frei bekommt.

Weniger ums Laufen und mehr ums Gehen und Fahren geht es bei unserem dritten Thema, dem Verkehr. Während gerade der Osterverkehr auf die Stadt Überlingen zurollt, werfen Bürger der Stadtverwaltung vor, nicht zu handeln. Schuld, so sagte uns ein Stadtrat, sei am zögerlichen Handeln aber gar nicht so sehr die Oberbürgermeisterin, die nun arg dafür gescholten wird, dass sie wieder einmal einen externen Moderator beauftragen will. Angeblich gibt es im Gemeinderat keine Mehrheit, den Verkehr zu entschleunigen oder gar die Altstadt zu sperren. Es gebe vielmehr eine „Tendenz“, die Münsterstraße wieder für den Verkehr zu öffnen. Fußgängerzone oder Durchgangsstraßen? Wir finden, eine Begegnungszone wäre ideal für die Stadt. Vielleicht sollte die Oberbürgermeisterin einfach einmal ganz mutig einen Vorschlag machen und ihre Bürger direkt fragen. Wenn der Gemeinderat nicht entscheidet, könnten es ja die Überlinger selbst in einem Bürgerentscheid tun. Die Bürger sind ja nicht blöd.

Kommen Sie gut durch den sonnigen Mittwoch!

Waltraud Kässer

Ein Kommentar to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. dk
    24. März 2010 at 13:15 #

    @…super teure Laufschuhe mit Stützen…

    Das bezieht sich auf die sog. Pronation und ist ein Abknicken des Fussgelenkes nach innen. Besser ist es, als Anfänger bewusster auf der Aussenkante bzw. Vorderfuss zu laufen, wodurch man sich einen „bewussteren Laufstil“ aneignet und die Muskulatur, Sehnen, Knochen ebenfalls gezielter auf leichte bis später stärkere Belastungen trainiert.

    Bei einer gestrigen Blutdruck-Dauermessung wurde gestern festgestellt, dass der Ruhepuls bei PC-Arbeit über 15 Std. im bequemen Bürostuhl sich ohne Probleme sich zw. 45-50 Schläge bewegen kann und auch der übliche Bluthochdruck plötzlich auf „Idealwerte“ (120-130/70-80) sinken kann.

    Fazit:
    selbst leichtes Ausdauer-Training kann zusammen mit einer PC-Berufstätigkeit eine „riesige Gesundheits-Wirkung“ haben; die langfristigen Auswirkungen auf die Sehstärken sind noch ungeklärt; eine „Erblindung“ wäre existenz-bedrohend.

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