Guten Morgen Bodensee!

Kolumne aus der Flachwasserzone

Heute steht uns ein recht sonniger Montag bevor. Blicken möchten wir zum Start in die Woche zu allererst ins Sommerloch, das in diesem Jahr alles nur nicht sommerwetterbedingt sein kann, wir schauen auf Arbeitnehmer, die in Büros nicht schwitzen, sondern twittern und auf das Papamobil mit dem Gauklerpapst, das heute Morgen auf der Reise nach Österreich an der Klosterkirche Birnau stoppt.

Einer der besseren Tage in diesem Sommer war vermutlich der vergangene Samstag im Konstanzer Rheinstrandbad. Wegen des vielen Regens ist der Rasen sattgrün und weich. Der Ansturm war überraschend nicht allzu groß, und das Wasser richtig schön. 19 Grad reichten gerade noch so zum Abtauchen. Sportliche Schwimmer konnten gegen den Strom den Rhein aufwärts schwimmen.

Dass der August sehr viel verregneter und weniger heiß ist als es der Monat in früheren schönen Sommern gewesen ist, zeigt sich auch beim Blick auf den Pegel des Bodensees. Am Sonntag stand das Wasser im See in Konstanz bei 453,2 Zentimetern, was noch kein Hochwasser, aber trotzdem sehr viel Wasser für den Monat August ist. Dass der Sommer auch nicht so aufregend wie frühere heiße Sommer ist, zeigt auch ein Blick ins  Sommerloch in der traditionell nachrichtenarmen Zeit. Nach unserer Lieblingszeitung aus München hat nun auch noch die gute alte „Zeit“ darüber berichtet, dass dem Englischen Garten in München die Nackten abhanden gekommen sind. Die  Zeitungen berichten, es sei sogar schon soweit, dass der Naturisten-Verband über Nachwuchssorgen klage. „Ja mei“, sagen wir da nur. Von Nacktwanderern in der Schweiz redet in diesem Sommer schließlich auch keiner mehr.

Hinweisen möchten wir noch darauf, dass in Deutschland die Nutzung von sozialen Netzwerken am Arbeitsplatz immer beliebter wird. Das hat, wie das Medienmagazin Meedia berichtete, der Software-Anbieter Trend Micro festgestellt. 24 Prozent der deutschen Büro-Netzwerker posten, adden und twittern in ihrer Arbeitszeit und treiben sich zum Beispiel auch bei Facebook herum.

Auf Tour geht heute Morgen ansonsten noch das Papamobil, das spätestens am 12. August in Weiz in der Steiermark angekommen sein muss. Denn an diesem Tag ist dort Vernissage der Ausstellung mit Skulpturen Peter Lenks. Gezeigt wird auch die runzelige satirische Papstskulptur des Bildhauers aus Bodman, die im Konstanzer Bahnhof für so viel Aufsehen gesorgt hatte. Der Papst sitzt während der Reise nach Österreich auf dem Tieflader unter einem Baldachin, der die Skulptur hoffentlich auch vor Regen, Hagel und sonstigen Unwettern zu schützen vermag. Man weiß ja in diesem Sommer wirklich nie…

Einen Zwischenstopp einlegen will das Papamobil voraussichtlich schon um 9 Uhr bei der Klosterkirche Birnau. Diese Angabe aber ohne Gewähr.  „Misstraue der Idylle“, heißt es dort. Die Kunstaktion möchte auf den Fall einer Nonne aufmerksam machen, die in Afrika Kondome verteilte und ins kirchliche Abseits geraten ist. Die Nonne heißt Majella Lenzen und sie hat mittlerweile ein Buch mit dem Titel „Das möge Gott verhüten. Warum ich keine Nonne mehr sein kann.“ geschrieben. Erschienen ist es im Du Mont Verlag. Am 25. August widmet sich das Fernsehmagazin „west.art“ dem Fall. Die Sendung beginnt um 22.30 Uhr. Nicht in erster Linie wolle die Gaukler-Aktion dagegen den sexuellen Missbrauch anprangern, der in der Birnau zwischen 1966 und 1968 stattgefunden hat, sagte Peter Lenk. Wir sagen, Bon Voyage, Ihr Hofnarren.

Starte Sie gut in die neue Woche!

Waltraud Kässer

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