Guten Morgen Bodensee!

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Der Tag fängt ja wieder ganz fantastisch an. In Friedrichshafen wird neuerdings im Internet „geservt“, die Mobilfunkmanager wollen uns die Flatrates wegnehmen, Sonnenblumen sollen wir in heißes Wasser stellen und kochen und der Wald leidet unter der Hitze des heißen Sommers. Welcher Sommer und welche Hitze fragen, wir da allerdings ein bisschen irritiert.

Gestern haben wir aus Friedrichshafen eine überaus erfreuliche Mitteilung zum Thema Verfügbarkeit von WLAN im Graf-Zeppelin-Haus mit folgendem Wortlaut erhalten: „Mit Blick auf den See kann im Internet geservt werden.“ Wir mussten erst ein bisschen schmunzeln und haben es gleich getwittert. Andererseits ist es ja leider aber auch so, dass wer im Glashaus sitzt, nicht mit Steinen werfen sollte. Wir selbst sitzen sozusagen sehr exponiert. Kommt schon einmal vor, dass unser Lieblingsinformatikerin, die mittlerweile unser Passwort kennt, beim Surfen heimlich kleine Rechtschreibfehler auf unserer Seite verbessert…

Rechtzeitig in Kenntnis setzen möchten wir Sie heute Morgen auch über das erneut angekündigte Ende der Handy-Flatrate wegen steigender Netzbelastung. Durch die Datenflatrates für internetfähige Mobiltelefone, bei denen sich Handybesitzer zum Festpreis Daten herunterladen können, ist der Traffic immer größer geworden. Mobilfunkmanager möchten deswegen die Flatrate abschaffen berichtet das Magazin Meedia.

Falls Sie heute Morgen nun denken sollten, wir wüssten nur über Web-Themen im weitesten Sinn Bescheid, unterschätzen Sie uns allerdings gewaltig. Auch, was gärtnerisches Fachwissen angeht, sind wir seit gestern recht bewandert. Wussten Sie zum Beispiel, dass Blumenfreunde, wenn sie Sonnenblumen in eine Vase stellen wollen, zuvor die letzten zehn Zentimeter des Stiels etwa 15 Sekunden lang in etwa 60 Grad heißes Wasser tauchen müssen? Wir sollten den Stiel also fast kochen. Nur dann öffnen sich die Poren und die schöne Sonnenblume kann überhaupt Wasser aufnehmen und verwelkt nicht schon am nächsten Tag. Das haben wir beim Blumenhändler auf dem Konstanzer Wochenmarkt gelernt. Gestern haben wir eine Sonnenblume verschenkt. Vielleicht sollten wir einmal unauffällig nachschauen, ob es klappt?

Nicht versäumen möchten wir es ansonsten, Sie aktuell über den Zustand des heimischen Waldes zu informieren. Ahnten Sie, dass zum Beispiel Überlingen etwa 2400 Hektar Stadt- und Spitalwald besitzt? Bei einer Waldbegehung klärte der Revierförster die Überlinger CDU darüber auf, dass Hitze von mehr als 30 Grad oder gar 35 Grad Bäume stressen und krank machen kann. Die Bäume bekämen eine Art „Sonnenbrand“. Noch immer hätten sich noch nicht einmal alle vom Wahnsinssommer 2003 erholt, an den wir selbst eher sehnsüchtig zurück denken. In Zukunft wollen die Forstleute im Überlinger Wald vor allem Douglasien pflanzen, teilte die CDU mit. Douglasien kämen mit Trockenheit besser klar.

Und das Allerletzte: Der baden-württembergische Städtetag findet das Festhalten der CDU-Landtagsfraktion an einem Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gut. Der Städtetag dringe jetzt auf eine rasche Änderung des Polizeigesetzes und eine Lösung noch vor der Landtagswahl, berichtete der SWR. So ist das also mit unseren bürgerlichen Freiheitsrechten. Wo sollen wir eigentlich demnächst die alkoholischen Getränke konsumieren, die wir nachts in Tankstellen kaufen können, falls die klagende Konstanzer Tankstellenpächterin vorm Bundesverfassungsgericht Recht bekommt?

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

Waltraud Kässer

Ein Kommentar to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. dk
    25. August 2010 at 08:33 #

    @ Zustand des heimischen Waldes

    Insgesamt wirkt z.B. der Uni-Wald tropisch dicht und sehr grün.
    Eher in Waldstücken mit wenig Büschen (und Unterholz) sieht man noch heute viel braunes welkes Laub, herabgefallene Äste und entwurzelte Bäume aus früheren Jahren.

    Der Besucher wird kranken Wald eher erst bei stärkerer Windstärke wahrnehmen, wenn die Bäume kräftig „husten“ und „weit umher torkeln“; je nach Fallhöhe können herabfallende Äste bei Menschen mind. blaue Flecken verursachen.
    Man fühlt sich dann sehr klein, wenn man länger nach oben zu den vielen sich intensiv bewegenden Wipfeln schaut und beschleunigt die Schrittgeschwindigkeit drastisch.

    Persönlich wäre beim Unkraut im Garten eine Sonnen-Hitze- und eine Regen-Allergie sehr wünschenswert: etwas weniger grün dürfte KN hierbei sein.

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