Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Die Woche startet nass und es könnte bald noch schlimmer kommen. Wir sagen nur Schneefallgrenze. Sommerkindern schlagen wir vor, halten Sie sich am besten warm. Unser Tipp: Saunabaden. Saunabesucher sehen immer ein bisschen entspannter und glücklicher aus. Außerdem werden alle, die regelmäßig saunieren, nicht so leicht krank. Haben Sie das auch schon gemerkt?

Eine Alternative wäre eine Reise nach Afrika. Eine Delegation aus Konstanz ist am Wochenende nach Malawi geflogen, um dort einen Workshop imit dem malawischen Theater Nanzikambe Arts abzuhalten: Intendant Prof. Dr. Christoph Nix, Chefdramaturg Dr. Thomas Spieckermann, Projektleiterin Nadja Keller, Regisseur Clemens Bechtel und James Chan-A-Sue, der an der HTWG Kommunikationsdesign studiert und das Projekt dokumentieren wird, machten sich auf den Weg nach Blantyre.  So eine Theaterpartnerschaft hat gerade auch im Winter ihre Vorzüge.

Frauen empfehlen wir heute, dass sie sich beim Einparken nichts einreden lassen. Am Wochenende haben wir nämlich gelesen, dass Frauen sehr gut einparken können, wenn sie nur an sich und daran glauben, dass sie tatsächlich einparken können. Deshalb eine Parklücke am Straßenrand nie als Bedrohung, sondern immer als Herausforderung sehen. Herausgefunden haben das Wissenschaftler an der Uni Bochum.

Überrascht sind wir, dass in Konstanz auf dem Gelände Klein-Venedig offenbar nur Platz für eine Strandbar oder einen Grillplatz für Jugendliche sein soll. Das Gelände ist doch ausreichend groß. Und wenn wir gerade schon bei konkurrierenden Nutzungen ein- und desselben Areals sind, die sich angeblich ausschließen: Ein Innenstadtbewohner sagte neulich, dass Klein-Venedig derzeit schließlich auch noch Hundefreilaufplatz sei. So langsam mangle es an stadtnahen Flächen, auf denen Hundebesitzer ihre besten Freunde Gassi führen und frei laufen lassen könnten. Allerdings sehen wir eine Gefahr bei einer gleichzeitigen Nutzung des Areals sowohl als Grill- als auch als Hundefreilaufplatz. Hier könnte es sozusagen um die Wurst gehen. Dass es zwischen chillenden Strandbarbesuchern und grillenden Jugendlichen zu Konflikten kommen müsste, glauben wir dagegen nicht. Die Fläche ist groß, und wieso sollte es mit gegenseitiger Rücksichtnahme eigentlich nicht funktionieren? Soziale Kontrolle ist zudem nie ein Nachteil. Die Nachtwanderer könnten in beiden Locations vorbei schauen.

Das Allerletzte: Warum, fragen wir, haben Kinder eigentlich ihre „Warum-Frage-Phase“ und wie lange dauert sie? Normalerweise plaudern wir ja nicht unbedingt aus dem eigenen Haus. Jetzt ist es aber so, das der kleine gerade drei Jahre alte Nachbar derzeit die „Warum-Phase“ durchläuft. Neulich morgens beim Hochholen der Zeitung fragte der Kleine, der schon auf dem Weg zum Kindergarten war: Warum hast du deinen Schlafanzug an? In der vergangenen Woche wollte er wissen, warum ich mit dem Fahrradhelm in der Hand im Treppenhaus unterwegs war. Warum hast du den Helm dabei? Weil ich mit dem Fahrrad unterwegs war. Warum? Weil ich eine Freundin besucht habe und wir zusammen Kaffee getrunken haben. Warum?

Ach ja, der Freundin habe ich beim Kaffee übrigens erzählt, dass es sehr lustig ist, jetzt, weil der Kleine Nachbar dauernd „warum?“ fragt. Seit ein paar Wochen hat der Kleine übrigens ein Schwesterchen – warum wissen wir nicht. Und was fragte die Freundin: „Warum erzählst du eigentlich nie etwas von dem Baby?“ Warum, fragen wir uns jetzt, fragen auch Erwachsene noch dauernd warum? Kommt auch die Freundin gerade wieder in eine neue „Warum-Phase“? Fortsetzung könnte folgen. Ja, warum auch nicht?

Kommen Sie gut in die neue Woche!

Ein Kommentar to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. Bruno Neidhart
    25. Oktober 2010 at 09:29 #

    Saunieren ist zumindest in der Konstanzer Therme ein ordentlich teures Vergnügen und entsprechend kaum für alle sozialen Schichten geeignet. Welche „Schicht“ letztlich den Winter „nicht so leicht krank“ übersteht, wäre allerdings noch zu untersuchen. Mit dem Wegfall der (sozialen) „Anti-Schiggimiggi“-Sauna im Hallenbad am Seerhein starb damals eine volkstümliche, bezahlbare Institution. Klein Venedig: Alles schön und recht, über was da so herum diskutiert wird. An dieser bevorzugten Lage nicht nachhaltig zu investieren, wenig wertschöpfend zu planen, provisorisch gar, wäre jedoch fragwürdig. Dabei sei nicht grundsätzlich gegen die „Modeerscheinung Strandbar“ an sich gewettert, auch nicht gegen einen weiteren „jugendlichen Grillplatz“.

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