Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute Morgen möchten wir uns spontan mit der Terrorwarnung, Navigationsgeräten und mit einem Fuchs, einem Wildschwein und einer Eintagsfliege beschäftigen.

Wer an Deutschland im Herbst denkt, dem fällt in diesen Tagen nicht mehr zuerst das graue Novemberwetter ein, sondern vermutlich die Terrorwarnung, die für Deutschland gilt.

So zu sagen über Nacht sind Weihnachtsmärkte zu mutmaßlichen Zielen terroristischer Anschläge und die Vorratsdatenspeicherung wieder zu einem Thema geworden. Es gehe nicht um Inhalte von Telefongesprächen und Mails, sondern um die Verbindungsdaten, heißt es, also darum, wann wer mit wem telefoniert oder gemailt hat und über welchen E-Mail-Account.

Als wir gestern auf dem Rückweg von Zürich die EU-Außengrenze passierten, stellten wir fest, dass sich bei der Einreise nach Deutschland eine Schlange von Fahrzeugen gebildet hatte. Kugelsichere Westen – so wie an den Polizisten auf Bahnhöfen – sind uns aber nicht aufgefallen. Wir durften sowieso weiterfahren.

Wussten Sie übrigens schon, dass das Leben manchmal Geschichten schreibt, von denen wir bis heute dachten, dass sie nur anderen passieren?

Wir machen ein Beispiel: Weil er seinem Navigationsgerät blind vertraut hat, ist ein Autofahrer in Bayern mitten im Wald steckengeblieben. Die Ansagen des Navi hatten den 25-Jährigen über zum Teil unbefestigte Waldwege gelenkt, bis die Autofahrt vor einem Abgrund endete.

Zweites Beispiel: Weil eine Autofahrerin den Anweisungen ihres Navigationsgerätes gefolgt war, kam es bei Schaffhausen zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos. Die Frau folgte den Anweisung und fuhr nach links auf die Gegenfahrspur.

Drittes Beispiel: Ein Navigationsgerät schickte eine Autofahrerin auf einen unbefestigten Weg, der für Fahrzeuge unmöglich zu befahren war. Dies führte dazu, dass das Auto letztlich festsaß und nicht mehr bewegt werden konnte.

Diese Meldung haben wir entdeckt, als wir bei Google News Navigationsgerät eingegeben haben und uns News aus den letzten Tagen anschauten.

Gestern waren wir nach Zürich unterwegs und hätten, um unser Ziel zu erreichen einfach auf der Autobahn bleiben sollen und noch ein Stück weit in Richtung Chur fahren. Das Navi schickte uns aber runter von der Autobahn und mitten durch die Stadt. Mountainbiketrails und Waldwege blieben uns aber immerhin erspart.

Zum Abschluss unserer kleinen belanglosen Plauderei möchten wir heute Morgen wenigstens noch eine schöne Geschichte erzählen. Sie handelt von einem Fuchs, einem Wildschwein und einer Eintagsfliege und eigentlich ist sie nicht für Erwachsene, sondern für Kinder ab vier Jahre. Am Sonntag kommt sie als Weihnachtsstück auf die Bühne des Figurentheaters in der Werkstatt in der Inselgasse in Konstanz.

„Nur ein Tag“ ist eine Geschichte über Freundschaft und Tod. Es geht um drei Freunde, die ihr Glück suchen, nur 24 Stunden Zeit haben und den schönsten Tag ihres Lebens miteinander verbringen.

Wir finden, das ist ein schöner Stoff, der sich bestens für einen Theaterbesuch an einem tristen November- oder Dezembertag eignet. Die Premiere am Sonntag ist allerdings schon ausverkauft.

Ein schönes Wochenende!

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