Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute möchten wir uns Themen wie dem Tod des Blogs und der Eröffnung der Konstanzer Münsterbar widmen.

Seit es schneite und schneite und immer dickere Flocken vom Himmel schneiten, sind wir, was unsere Mobilität angeht, etwas eingeschränkt.

Zu Fuß, mit dem Hundeschlitten oder mit dem winterbereiften, freigekrazten Auto wäre alles kein Problem. Innerstädtische Fahrradfahrten aber fallen aus Sicherheitsgründen aus, obwohl wir zur Not ja eine Krankentagegeldversicherung hätten. Was sollen wir sagen? Wie lange wird es draußen so winterlich bleiben? Gestern haben wir blöderweise in einem RSS-Feed gelesen, dass uns angeblich ein sehr harter, langer Winter bis März bevorstehe.

Weiter möchten wir Sie heute Morgen vor allem darüber informieren, dass das Medienmagazin Meedia gestern darüber berichtete, dass Nick Denton den Tod des Blogs angekündigt habe. Sie fragen sich jetzt vielleicht spontan, wer denn Nick Denton sein soll. Wir verraten es Ihnen selbstverständlich: Er ist der Besitzer von berühmten Blogs wie Gawker, Gizmodo oder Lifehacker, die Sie mutmaßlich gar nicht lesen. Nick Denton glaubt offenbar, die ursprüngliche Idee eines Weblogs werde den modernen Anforderungen von Usern und den für Unternehmen so wichtigen Werbekunden einfach nicht mehr gerecht.

Gezeigt habe sich das, als der Gizmodo-Redaktion damals der Prototyp das neue iPhone 4 in die Hände fiel. Schlagartig erlangte der Blog weltweite Bekanntheit. Allerdings macht Denton ausgerechnet an diesem Glücksfall nun den „Bankrott des Blogs” fest, schreibt Meedia. „Wegen der starren Struktur waren die Mitarbeiter gezwungen, stundenlang keine neuen Geschichten zu veröffentlichen“, heißt es im Magazin.

Was wir dazu sagen? Bis zu unserem Relaunch im Sommer standen wir exakt vor demselben Problem. Gute Geschichten gingen unter. Seit unserem  Relaunch gibt es auf unserer Seite nun aber einen klaren Aufmacher, der solange oben stehen bleibt wie wir es möchten. Die Liste der Blogbeiträge – also die Artikeln, die beim Einstellen jedes neuen Artikels jeweils um einen Beitrag weiter nach unten rutschen – beginnt erst unter dem Aufmacher.

Nick Denton möchte nun also tun, was auch wir getan haben: Das neue Design, eine neue Webseite, soll großen News mehr Gewicht verleihen, während die Blogleiste bei Denton in die rechte Spalte rutsche, schreibt Meedia. Blog nennt der Amerikaner seine neue Website dann voraussichtlich nicht mehr.

Zum Abschluss möchten wir Sie heute ansonsten noch auf die Konstanzer Münsterbar hinweisen. Sie hat täglich – außer sonntags – von 17 bis 22 Uhr geöffnet, samstags schon ab 14 Uhr. Glühwein und heiße Bratwürste vom Grill haben uns gestern Abend nicht enttäuscht. Trotz Schneefalls und Minusgraden haben wir es geschafft, zweieinhalb Stunden in der Münsterbar, die entfernt an eine Hütte auf dem Weihnachtsmarkt erinnert, zu verbringen und zu plaudern. Auf den Strohballen wäre es vielleicht sogar kuschelig gewesen, hätte sich nicht schon eine dünne Schneeschicht gebildet gehabt. Ein bisschen durchgefroren traten wir dann gegen 21 Uhr den Heimweg durchs verschneite Konstanz an.

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

2 Kommentare to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. Detlev
    2. Dezember 2010 at 08:57 #

    Das Thema „Blog-Sterben“ muss höchstaktuell sein, wenn folgende Tips aus den USA per Newsletter verbreitet werden:

    Marketing Mojo – 10 Ways To Create An Unpopular Blog

    Just in case you were curious…
    1. Lose focus of your blog’s overall topic
    2. Use non-compelling headlines
    3. Ignore what your visitors want to read about
    4. Avoid using powerful SEO keywords in your posts
    5. Post irrelevant or inappropriate ads
    6. Hav a lot o‘ gramatical and speling erorrs
    7. Fall into the habit of recycling content
    8. Use an ugly blog theme
    9. Write one solid article and expect it to carry your site’s traffic
    10. Just give up!

  2. Detlev
    3. Dezember 2010 at 02:01 #

    Der Newsletter stammt von einem US-Hoster, den man vor Jahren wenige Monate benutzt hat, um eine andere Datenbank kennenzulernen (Postgresql statt Mysql). Eine „Server-Flucht“ lag nicht vor, wobei trotzdem der Service, das Preis-Leistungs-Verhältnis, die problemlose Kommunikation über den „grossen Teich“ u.a. sehr beeindruckten und überraschten.
    Der Begriff „Kunde“ schien allg. in den USA einen besseren Klang zu haben. Oder war es doch nur die übliche Webnetikette?
    http://www.a2hosting.com/

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