Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Es hat uns erwischt. Frühling am Bodensee. Wer am Wochenende draußen war, hat ihn schnuppern können. Am Ufer tummelten sich die Menschen. Niemand, den es nicht in die Natur oder an den See gezogenhätte bei so viel schönem Wetter.

Bevor wir heute in eine neue Woche starten, ist es Zeit noch einmal zurückzublicken – nicht nur aufs Wochenende, sondern auf die vergangenen zehn Tage. Es ist nämlich so: Wir haben die erste Woche ganz ohne Dead Wood Medium auf dem Frühstückstisch hinter uns gebracht. Nach anfänglichen Entzugserscheinungen hat sich das Leben ohne gedruckte Tageszeitung und der Verzicht auf ein scheinbar unverzichtbar geglaubtes Ritual überraschend gut eingespielt.

Jetzt steht also das Netbook am Morgen mit auf dem Frühstückstisch. Statt des Streiflichts gibt es ein paar Guten-Morgen-Tweets. Das ist nett und informativ. Der Milchkaffee schmeckt auch ohne gedruckte Zeitung wie immer. Ohne schlechtes Gewissen klicken wir ein paar verheißungsvolle Links an, die wir auf unserer Timeline entdecken. So viel Zeit ist nun.

Dann geht es weiter zu den Onlineausgaben der von uns persönlich favorisierten Tageszeitungen. Wir lesen Nachrichten von heute – statt von vor eineinhalb Tagen. Politik, Wissen, Kultur und Medien. Wer online liest, muss „gefühlt“ auf nichts verzichten. Und zahlen müssen Nutzer für die meisten Onlineangebote noch nicht.

Am Wochenende hat uns die taz wieder einmal darauf aufmerksam gemacht, dass das nicht ganz selbstverständlich ist. Sie appellierte an ihre Leser, bitte in Zukunft freiwillig für das Onlineangebot zu bezahlen. Im Gegenzug verzichtet die taz, wie sie ankündigte, vorerst auf Paywalls. Wir haben den taz-Beitrag selbstverständlich sofort geflattrt. Schließlich wünschen auch wir uns dasselbe von unseren Lesern.

Im März haben wir immerhin unsererseits einen zweistelligen Betrag, wenn auch im unteren Bereich, durch freiwilliges Bezahlen verdient. Dankeschön.

Dafür halten wir Sie auch diese Woche wieder auf dem Laufenden.

Starten Sie gut in den Montag!

3 Kommentare to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. Winfried Kropp
    11. April 2011 at 10:26 #

    Die ZEIT veröffentlichte kürzlich einen Öko-Vergleich zwischen online und Print: http://bit.ly/flcPDt – Das „dead wood Medium“ hatte dabei überraschend die Nase vorn.

  2. wak
    11. April 2011 at 11:17 #

    Habe den Vergleich in der Printausgabe der Zeit gelesen. Wenn man die saubersten Druckmaschinen nimmt, Hybridzeitungstransporter und Recyclingpapier – und dagegen das Notebook mit Atomstrom läuft, dann ist das sicher richtig. Mit kam es eher wie das Pfeifen im Walde vor.

  3. dk
    11. April 2011 at 17:56 #

    Die Zeit schmeichelt ihren Lesern, wenn eine das Drucken einer Zeitung automatisch als Qualitätsmerkmal gilt. Ob man so seine Exklusiv-Marke auf lange Zeit sichern kann und den hohen Preis für diese Marke?

    Es gibt auch Online-Zeitungen, die einen hochwertigen Eindruck hinterlassen:
    http://www.bbc.co.uk/news/

    Die Zeitungs-Kritik ist berechtigt, weil die Server bei Hostern/Provider eine viel Strom verbrauchen und auch Hitze entwickeln. Unter dem Label „Green-IT“ wird aber mit ökologisches Werten von Hostern seit Jahren geworben: energiearme Hardware, die optimal konfiguriert ist, und Wärme, die wieder für andere Zwecke verwendet wird. Man kann ein hohes Mass an Kostendenken unterstellen (nicht nur ökologisch).

    Die Branche zeigt sich auch innovativ, weil immer wieder mit Verbesserungen durch Austausch von Hardwäre geworben wird. Überalterte Technik wird vom Kunden abgestraft, was sich auch ohne Socialmedia herumspricht.

    In einer IT-Zeitschrift wurde vor 1-2 Jahren eine Neuinvestition eines internat. Konzern in GB vorgestellt: eine riesige Anlage für Server für den europ. Markt, die auch archtektonisch auf ökologische Zwecke abgestimmt wurde (Raumeinteilung) : die Wirtschaftlichkeit wurde fast nur über die Ökologie definiert. Hoster scheinen nicht nur an Datensicherheit zu denken und 99,99% Erreichbarkeit im Netz.

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