Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute müssen wir über ein Naturphänomen berichten. Eigentlich wollten wir noch einmal für die GEWA die Werbetrommel rühren und außerdem die neue Internet-Wochenzeitung aus Stuttgart aufblättern, um uns an einer halbwegs fundierten, subjektiven, kleinen Blattkritik zu versuchen.

Manchmal kommt aber alles anders. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen auf ihrer Dachterrasse und wollen gerade den Laptop aufklappen. Plötzlich nähert sich ein riesiger Bienenschwarm. Die Szene erinnert an Alfred Hitchcocks „Die Vögel“. Eine schwarze Wand nähert sich, und das Summen und Brummen wird immer lauter.

Es folgt ungläubiges Staunen angesichts der surreal anmutenden Szene und eine panikartige Flucht von der Terrasse. Netbook, Block und Kaffeetasse blieben auf dem Tisch zurück und waren bis auf weiteres ohne Schutzkleidung auch unerreichbar. Der Attacke entkamen wir nicht ganz. So ein Bienenstich mit dem Giftstachel tut verdammt weh, und ehrlich gesagt haben wir vor lauter Schock nicht einmal mehr daran gedacht, ein Video zu drehen, das wir hätten zum Beweis auf Youtube stellen können. Dafür hätten später andere einen kleinen Film machen können – es würde zeigen wie blass Menschen nach dem gezielten Angriff durch einzelne aggressive Arbeiterinnen aussehen können.

Anscheinend war es einem Bienenvolk in seiner Behausung zu eng geworden. Das Volk teilte sich und ein riesiger Schwarm flog zusammen mit seiner neuen Königin davon. Er ließ sich ausgerechnet auf der Dachterrasse mitten in der Stadt nieder. Darüber, wer Eigentümer des fremden Volkes ist, wissen wir nichts.

Die Feuerwehr schickte einen freundlichen Imker vorbei, der das Bienenvolk noch gestern eingefangen und in einer Bienenkiste abtransportiert hat. Er wollte den Schwarm aber nicht behalten, da er sich tatsächlich sehr aggressiv verhielt. Mutmaßlich soll es sich, wie er meinte, um einen Schweizer Schwarm gehandelt haben. Die Schweizer Bienen seien aggressiver als die deutschen.

Viel mehr möchten wir über den Vorfall nicht erzählen. Außer vielleicht noch, dass im Sommer in einem einzigen Bienenstock etwa 40.000 bis 70.000 Bienen leben.

Ja, natürlich wissen wir, dass Bienen eine wichtige Rolle in der Natur spielen und zu den wichtigsten Bestäubern gehören. Auch Tiere mögen wir normalerweise ganz gern.

Aufgrund des Überfalls durch den Bienenschwarm und der folgenden Geschehnisse haben wir es leider nicht mehr geschafft, noch einen vernünftigen Beitrag über ein anderes Thema zu schreiben. Heute sind wir erst einmal unterwegs. Es geht um einen PR-Auftrag und da das Blog kein Goldesel ist, müssen wir heute wieder einmal andere Prioritäten setzen.  Der Auftrag führt uns in die Schweiz – wenn wir da bloß keinem Bienenvolk begegnen.

Kommen Sie gut durch den Dienstag und halten Sie sich von Bienenschwärmen fern!

 

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