Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute starten wir in einen sonnigen Freitag und in ein nicht nur wettermäßig vielversprechendes Wochenende. Sprechen möchten wir zuvor noch über ein Versäumnis. Leider nicht reden können wir über Winfried Kretschmann.

So wie es aussieht, wollten gestern fast alle Wähler der Grünen Winfried Kretschmann im Restaurant Seerhein persönlich erleben. Der Andrang war gewaltig. Kurz vor halb acht stand noch eine lange Schlange von Menschen vor der Eingangstür. Einlass gab es da schon längst nicht mehr.

Draußen bleiben mussten übrigens auch prominente Konstanzer Grüne. Vor der Tür wartete der Ex-Landtagsabgeordnete Günther Schäfer genauso wie Stadtrat Till Seiler. Mit dem Presseausweis hätten wir es vielleicht doch noch irgendwie an den Wartenden vorbei und hinein schaffen können. Weil wir in der Schlange aber nette Menschen getroffen haben, die wir hätten nicht mitnehmen können, entschieden wir uns spontan für einen Besuch der Rheinterrasse. Das war sehr schön. Wieso und weshalb das so gewesen ist, wiederum ist privat.

Es ist ja so: Menschen, die wir mögen und die uns wichtig sind, sollten wir das ab und zu auch einmal zeigen und sagen, statt am Morgen bloß eine rotzige, blöde Mail zu schreiben. Freundschaften sind mit das Wichtigste überhaupt und deswegen müssen wir besonders gut auf sie aufpassen. Heute werden wir, an wen auch immer, voraussichtlich nur nette Mails verschicken.

Leider ist das Leben aber trotzdem kein Ponyhof. Das gilt zum Beispiel auch für die Beschäftigten der MTU. Heute will der Betriebsrat die Mitarbeiter in Friedrichshafen über Stand der Übernahme durch Daimler und Rolls Royce informieren. Thema ist auch, wie es heißt, die Internationalisierung der Produktionsstandorte. Das teilte die IG Metall gestern mit.

Die Mitarbeiter, den Betriebsrat sowie die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, der heute tagt, treibt die Sorge um, dass in Zusammenhang mit dem Aufbau eines weiteren Standortes in Osteuropa Kernkompetenzen verlagert werden könnten.

Ganz zum Schluss müssen wir heute noch von einem Versäumnis berichten und ein Geständnis in eigener Sache ablegen. Zurecht fragte ein Besucher unserer Website, weshalb wir nicht intensiver auf das Krankenhaus-Thema eingestiegen sind. Die Frage war in jedem Fall berechtigt und streng genommen gibt es zwei unterschiedliche Antworten. Beide sind sehr ehrlich.

Erstens haben wir die Wichtigkeit des Themas vollkommen falsch eingeschätzt. Selbstverständlich waren wir über die knapp sechsstündige nicht-öffentliche Sitzung des Stiftungsrats in den Osterferien und ihren Ablauf informiert. Wir ahnten aber nicht, dass nach der vom Stiftungsrat beschlossenen Entlassung von Chefarzt Gert Müller-Esch in dieser Woche auch noch der ganze Personalrat des Klinikums geschlossen zurücktreten würde. Wie groß die Verwerfungen am Klinikum sind, wussten wir nicht. Anscheinend stinkt der Fisch vom Kopf – unser wichtigster Informant schätzte die Situation anders ein und er war ein Befürworter des Rausschmisses von Müller-Esch.

Der zweite Grund dagegen ist banal. Auch das Blog See-Online ist kein Goldesel. Wir die meisten Online-Zeitungen und Blogs lässt sich See-Online nicht wirtschaftlich betreiben. Ein riesen Problem ist der kostenlose Content. Die Einnahmen durch Flattr sind gering, eher symbolisch. Die Konsequenz: Wir können uns leider nicht nur dem Blog widmen. PR-Aufträge haben manchmal Vorrang. Aktuell arbeiten wir an einer Unternehmenszeitung. Als sich die Situation am Konstanzer Klinikum zuspitzte, waren wir gerade in Basel.

Das Allerletzte: Heute sind wir aber in Konstanz. Auf gar keinen Fall wollen wir den ersten Gassenfreitag in der Niederburg verpassen. Von 18.30 Uhr bis 22 Uhr steppt im ältesten Konstanzer Stadtteil der Bär. Die Gassenfreitage sind mit die schönsten Straßenfeste in der Stadt überhaupt, wie wir finden.

Einen tollen Start ins Wochenende! Wir sehen uns!

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