Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Das Pfingstwochenende wäre auch ein schönes Grillwochenende. Beim Blick auf die Wetterprognose ist aber leider Vorsicht geboten. Statt Barfußwetter könnte uns am Bodensee auch Gummistiefelwetter erwarten.

Spannend finden wir die Idee, den zweiten „Runden Tisch“ zum Glasverbot am Konstanzer Seerhein als Live-Stream ins Internet zu stellen. Das haben die Jugendorganisationen der politischen Parteien gestern Oberbürgermeister Horst Frank vorgeschlagen. Das Argument: Möglichst viele Konstanzer sollten die Diskussion -so wie bei der Schlichtung zu Stuttgart 21 – verfolgen können.

Seit der Wind der Veränderung durch Baden-Württemberg weht, ist auch in Rathäusern nicht mehr alles so wie es noch bis vor dem 27. März gewesen ist. Erst Recht dürfte es so in einem Rathaus sein, in dem seit bald 16 Jahren ein grüner Oberbürgermeister regiert.

Ein Kommentator schrieb gestern allerdings  auf Facebook, er erinnere bei dieser Gelegenheit gerne an etwas, was der OB vielleicht inzwischen als „Jugendsünde“ ansehe: das Wahlversprechen eines „gläsernen Rathauses“ von 1996 …

So wie es aussieht, nehmen die Konstanzer ihren OB beim Wort. Immerhin hatte Horst Frank selbst nach dem ersten „Runden Tisch“ verlauten lassen, dass Bürgerbeteiligung in Kommunen eine immer wichtigere Rolle spiele.

Das Vorletzte für heute Morgen: Gestern haben wir zur Abwechslung einmal wieder eine gedruckte Konstanzer Lokalzeitung in den Händen gehalten. Wir wollen heute nun nicht etwa Meldungen von vorgestern wiedergeben. Allerdings waren wir bei der Durchsicht doch sehr davon beeindruckt, wie es die Restredaktion trotz des Streiks geschafft hatte, das Blatt zu zu machen. Im Mantelteil haben wir erfahren, wie ein Dübel funktioniert, und der Lokalteil widmete sich in derselben Ausführlichkeit der Konstanzer Einkaufsmall Lago. So viel Aufklärung und lebenspraktische Tipps hatten wir uns von einer Lokalzeitung immer schon erhofft.

Das Beste kommt aber wieder einmal zum Schluss. St. Gallen plant ein Pilotprojekt „Wireless St.Gallen“.  Weil immer mehr Menschen unterwegs mit Freunden chatten, Nachrichten online lesen, sie auf Facebook teilen, den SBB Fahrplan abrufen oder,  kurz gesagt,  immer mehr Leute mit mobilen Geräten auf das Internet zugreifen, möchte St Gallen die Bürger jetzt für „Wireless St.Gallen“ gewinnen.

An gut besuchten Orten in der Stadt St.Gallen würden am Glasfasernetz hängende Basisstationen installiert. Die südliche Altstadt, der Bahnhofplatz, das Athletik Zentrum und die Kreuzbleiche würden mit „Wireless St.Gallen“ versorgt. Auch St.Galler Stadtbusse sollen mit Antennen ausgestattet werden. Smartphonenutzer können in St. Gallen dann wie bisher über Swisscom, Sunrise und Orange aufs Internet zugreifen – oder eben schnell  über  „Wireless St.Gallen“.

Die zunehmende Menge der mobilen Datenübertragung via Internet führe dazu, dass die Mobilfunkstationen (von Swisscom, Sunrise, Orange) langsam an ihre Grenzen stoßen, heißt es. Das langfristige Ziel der Stadt sei es, die übereinander funktionierenden Netze zusammenzuführen, um die Bevölkerung mit weniger Strahlen zu belasten. Mehr Infos gibt’s auf der Website von St. Gallen.

Starten Sie gut in den Freitag!

 

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.