Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Ein schöner Sommertag Anfang Juli beginnt. Sprechen wir über Social Media, ein Gespräch mit dem Intendanten des Konstanzer Theaters und über eine bevorstehende Oberbürgermeisterwahl im nächsten Sommer in Konstanz.

Es sind so viele: Facebook, Xing, LinkedIn und neu Google+. 600 Millionen Menschen und Gruppen nutzen schon die Plattform Facebook. Wir tun es auch. Oft nervt Facebook, wenn sich plötzlich wieder Einstellungen ändern. Jetzt also zu Google+?

Zuerst wollten wir einen Bogen um Google+ machen. Nicht noch so ein Zeitdieb, bitte – das war auch unsere erste Reaktion. Um das Soziale Netzwerk von Google hat es aber mittlerweile so einen Hype gegeben, dass wir nicht am Konkurrenten von Facebook vorbei kommen. Google+ (gesprochen Google Plus) Einladungen sind begehrt. Bei Youtube haben wir ein Video entdeckt, das uns das neue Angebot Google+ ganz gut erklärt.

Statt Freunde wie bei Facebook gibt es Circles. Ein dickes Plus – wir belieben heute Morgen ein bisschen mit Worten zu spielen – bekommt Google+ für diese Filterfunkton bei Kontakten. Nutzer können eigene Kontakte in unterschiedliche Kategorien unterteilen: Freunde (Friends), Familie (Family), Bekannte (Acquaintances) und Following oder einen eigenen Circle wie Freunde von früher definieren. Beim Googeln – wobei auch sonst – haben wir bei focus online einen Beitrag gefunden, der recht anschaulich beschreibt wie Google+ funktioniert. Und auch einen direkten Vergleich zwischen Facebook und Google+ gibt es vom t3n Magazin schon.

Noch so viele Facebook-Freunde, Circles und Follower bei Twitter werden natürlich – unabhängig von der Zahl Sozialer Netzwerke – Freunde und Kontakte im Real Life niemals ersetzen können. Einen Vorteil hat das Web aber: Es schmerzt auch nicht so sehr, eine(n) Freund(in) zu verlieren. Wir klicken dann halt den nächsten an, teilen und wünschen einen sonnigen Tag. Im Real Life, wo echte Emotionen im Spiel sind, sind Freunde nicht so leicht zu ersetzen. Und das ist auch gut so.

Demnächst geht wieder einmal eine Theaterspielzeit in Konstanz zu Ende. Vor einigen Wochen hat Christoph Nix der taz ein Interview gegeben. Auch wir hatten, bevor er sich in die Ferien verabschiedet, noch ein paar Fragen an den Intendanten. Wissen wollten wir von Christoph Nix zum Beispiel, ob es eigentlich immer spektakulärere Stoffe und Orte braucht, um das Theater interessant zu machen. Das Stück „Tiefer gehen“ über sexuellen Missbrauch haben wir in einer stockdunklen, kalten Tiefgarage erlebt und für die Oper „Mord auf dem Säntis“ schwebte das Publikum zur Uraufführung auf 2502 Meter auf den Berg. Außerdem fragten wir Christoph Nix nach seinem Verhältnis zu ortsansässigen Zeitung, die in Konstanz trotz  mit viel Engagement gemachter lokaler Blogs noch immer der Platzhirsch ist.

Wir hoffen, dass wir ein rundum unterhaltsames Interview hinbekommen haben – und die ein oder andere Neuigkeit verrät Christoph Nix nebenbei auch noch. Wir stellen es morgen online.

Sehr amüsant fanden wir es in der vergangenen Woche übrigens als Herbert Weber, Vorsitzender des Deutschen Mieterbunds Bodensee, in einer Gemeinderatssitzung Oberbürgermeister Horst Frank für die Mietsteigerungen der vergangenen Jahre in Konstanz verantwortlich machen wollte. Horst Frank hat es da sozusagen kaum mehr auf seinem Sessel gehalten. Er unterstellte Weber, dass dieser in einen verfrühten Oberbürgermeister-Wahlkampf gestartet sei.

Auch wir horchten selbstverständlich auf, als der OB das Wort „Oberbürgermeister-Wahlkampf“ in den Mund nahm. Nach dem verlorenen Bürgerentscheid über das Konzert- und Kongresshaus im vergangenen Jahr galt Horst Frank (Grüne) eine Zeit lang als angezählt. Im Juni 2012 wird der Jurist 63 Jahre alt sein. Seit einigen Wochen hat sich in Konstanz der Eindruck verfestigt, dass Horst Frank noch einmal antreten könnte. Um Missverständnisse zu vermeiden: Der OB sprach vergangene Woche zwar vom Wahlkampf, machte dann aber doch noch keine Aussage, in welcher Rolle wir ihn in zwölf Monaten erleben werden. Aber das wäre ja auch tatsächlich verfrüht gewesen.

Starten Sie gut in die neue Woche!

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