Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute Nachmittag kehrt der Hochsommer zurück und er bleibt vielleicht bis zum Sonntag. Nein, wir sprechen hier, was uns ein uns besonders zugeneigter Mitwettbewerber gelegentlich vorhält, nicht über die ganz großen Themen, sondern ganz gern auch über unsere kleinen Sorgen und Nöte.

Gestern haben wir uns dazu auf ein kleines Referat über Social Media vorbereitet. Fahrlässigerweise twittern wir fast täglich und unterhalten uns mit Freunden über Facebook. Spontan haben wir uns nun entschlossen, dem beruflichen Netzwerk LinkedIn beizutreten, nachdem wir bei der Recherche auf zwei interessante Nachrichten gestoßen sind: Erstens solche Netzwerke sind wichtig für „B2B“-Kontakte und LinkedIn möchte in Deutschland gern zu Xing aufschließen. Im Unterschied zu Xing, wo eine Prämiummitgliedschaft Geld kostet, ist LinkedIn kostenlos.

Kommen wir nun aber zum bevorstehenden Wochenende. Das Wetter ist perfekt fürs Kinderfest morgen, 10. September. Das grenzüberschreitende Kinderfest für Konstanzer und Kreuzlinger Kinder steigt von 10 bis 17 Uhr. Hunderte oder sogar Tausende Kinder werden sich vergnügen. Auch wir schauen einmal vorbei. Abgeholt werden wir um 14 Uhr von Kindern.

Im Berchengebiet gibt es viele Angebote für Menschen mit ausländischen Wurzeln. Das berichteten in dieser Woche die Projektmitarbeiter Kathrin Muckenfuss und Luigi Pantisano der baden-württembergischen Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD), die das Quartierszentrum im Konstanzer Westen besichtigte. Dass sie da gewesen ist, war gut so.

Doch die künftige Finanzierung der erfolgreichen Arbeit ist ungewiss. Nächstes Jahr laufen die Zuschüsse für das Sanierungsgebiet aus. Die Bundesregierung hat die Zuschüsse für die Soziale Stadt drastisch verringert. Das Ministerin Öney kritisiert. Versprechungen finanzieller Art machte Öney in Konstanz nicht, aber die Projekte im Berchengebiet haben eine Fürsprecherin in Stuttgart gewonnen. Das erklärte jetzt die SPD und das ist auch sicher richtig so.

Die Ministerin stellte den Mitarbeitern sehr konkrete Fragen nach ihrer täglichen Arbeit. Welche Schwierigkeiten haben Menschen mit Migrationshintergrund? Wie gelang es im Konstanzer Berchengebiet sie für die Belange ihres Stadtteils zu interessieren und zum Engagement für ihre Nachbarschaft zu ermuntern?

Besucht hat Öney auch den interkulturellen Garten in Konstanz. Der Nachbarschaftsgarten ist eines der vielen Projekte, die im Berchengebiet initiiert wurden. 13 Haushalte unterschiedlicher Herkunft bewirtschaften auf nicht einmal 100 Quadratmetern16 Beete. So wurde aus dem Garten, für den die Nutzer Pacht an die Stadt zahlen, ein Ort der Kommunikation und der Verständigung. Nicht nur Ministerin Öney, auch der anwesende Landrat Hämmerle, sind beeindruckt gewesen.

Passend zum Wochenende, an dem voraussichtlich wieder unsere Schweizer Nachbarn zum „Poschtä“ über die Grenze kommen, hätten wir noch einen Hinweis für die kommenden Woche. Die Städte Konstanz und Kreuzlingen informieren am 13. September über den aktuellen Stand des Agglomerationsprogramms Konstanz Kreuzlingen. Im Mittelpunkt der öffentlichen Veranstaltung stehen die Themen Siedlungs- und Verkehrsentwicklung. Die öffentliche Veranstaltung im Dreispitz Sport- und Kulturzentrum in Kreuzlingen beginnt um 20 Uhr.

Die Verkehrsinfrastrukturen in der Agglomeration Kreuzlingen-Konstanz stoßen, wie es in der Einladung heißt, an ihre Grenzen. Die Städte Kreuzlingen und Konstanz haben zusammen mit den acht angrenzenden Gemeinden Bottighofen, Gottlieben, Kemmental, Lengwil, Münsterlingen, Tägerwilen, Allensbach und Reichenau die bereits 2007 gestartete Agglomerationsplanung erarbeitet. Mit einem „Zukunftsbild“ werden die angestrebten Ziele einer gemeinsamen Agglomerationspolitik formuliert und diverse Projekte aufgelistet, welche in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen.

Das Allerletzte: Tom Buhrow sagte gestern Abend sozusagen vor dem Schlafengehen in den Tagesthemen, der Euro-Rettungsschirm habe die Größe eines Zirkuszeltes. Horrorfilme schauen wir vor dem Einschlafen sonst eher nicht. Es wurde eine unruhige Nacht.

Starten Sie gut ins Wochenende!

2 Kommentare to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. dk
    9. September 2011 at 13:54 #

    … voraussichtlich wieder unsere Schweizer Nachbarn zum „Poschtä“ über die Grenze kommen …

    Gestern konnte man eine Züricherin im mittleren Alter im Warteraum einer Zahnarztpraxis kennenlernen, die einen gewissen Respekt vor Zahnärzten (hier eine Ärztin) eingestand. Die CH-Nachbarn lernen nicht nur die Altstadt als „Einkaufsstadt“, sondern auch die Aussenbezirken gut kennen. Wer sich in der Bergwelt und in der Großstadt zurechtfindet, findet sich anscheinend auch ohne soziale Netzwerke in KN gut zurecht. Danke für den LinkedIn-Tip.

    Die von mir begleitete Rentnerin hat bei ihrem letzten Termin eine Rechnung mitnehmen dürfen, bei der die gesetzliche Krankenkassen nur etwa 20% der Kosten tragen. Für dt. Rentner/innen muss ein Zahnarztbesuch etwas langfristiger geplant werden.
    Beim Eigenanteil scheinen sich deutsche und schweizerische Bedinungen anzupassen; nur die Beiträge sind in Dt. wesentlich höher. Obwohl die CH-Nationalbank den starken Franken schwächen will, dürfte Arzt-Shopping weiterhin für CHer attraktiv bleiben; die behandelnde Ärztin hat ein mildes einfühlsames Narkosen-Spritzen-Handling.

  2. dk
    12. September 2011 at 07:38 #

    Zum Thema „LinkedIn“ gibt es Graphiken über User-Eigenschaften (Länder, Firmengrösse, Geschlecht, Alter, berufliche Stellung). Mit 1,1 Mio. Usern in Deutschland (über 5 Mio. GB und 44 Mio. USA) gibt es sicher noch Wachstums-Potentiale. LinkedIn gilt sicherlich als internationale SocialMedia-Plattform.

    100 Million on LinkedIn – Infographic by Country
    http://www.socialnomics.net/2011/03/28/linkedin-hits-100-million-breakdown-by-country-graphic/

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