Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute erwartet uns ein schöner Spätsommertag. Der Hype um die Piraten ist noch nicht ganz abgeebbt. Nachgelegt hat gestern die Konstanzer SPD. Im Neuwerk hat sie sich mit der „Organisationsreform“ beschäftigt. Auch die SPD will in Zukunft noch mehr auf Beteiligung setzen – der Termin stand übrigens schon vor der Berlin-Wahl fest. Dazu später mehr.

Die Deutsche Post + DHL wollten es wissen: Wer sind die glücklichsten Deutschen? Antworten gibt ein Glücksatlas. Die Lebenszufriedenheit der Deutschen, so das Ergebnis, ist in den vergangen zwei Jahren gestiegen. Die vier G sind entscheidend: Geld, Geselligkeit, Genetik und – mit ganz großem Abstand – die Gesundheit.

Der aktuelle Mittelwert für 2011 liegt bei 7,0. Hamburg ist mit 7,38 Punkten die glücklichste Region Deutschlands. Baden folgt mit einem Wert von 7,01 auf Rang sechs. Württemberg liegt mit 6,94 etwas dahinter. Frauen sind ein bisschen glücklicher als Männer. Wer gesund ist, ist glücklicher und ein höheres Einkommen macht auch glücklicher. Wichtig ist ansonsten der „soziale Umgang“ mit Freunden und Bekannten. Wer sich in seiner Freizeit wöchentlich mit anderen trifft, ist allein deshalb um mehr als 0,2 Punkte zufriedener als Menschen, die nur selten sozialen Kontakt pflegen. Den ganzen Gllücksatlas zum Durchklicken gibt es bei der gelben Post.

Facebook ärgert zwar oft seine Nutzer, es gibt aber auch positive Nachrichten. Soziale Netzwerke schaffen Arbeitsplätze: Einer Studie der University of Maryland zufolge hat allein Facebook dafür gesorgt, dass in den USA 182.000 neue Stellen entstanden sind. Das berichtet das Medienmagazin Meedia.

Und noch eine gute Nachricht hätten wir: Das nächste Barcamp Bodensee findet statt am 9. und 10. Juni 2012 in der Zeppelin University in Friedrichshafen. Ein Barcamp ist – für alle die es noch nicht wissen sollten – eine sogenannte Unkonferenz, bei der sich Menschen treffen, um ihr Wissen über das Web 2.0 zu teilen. Themen sein können Soziale Netzwerke genauso wie Medien oder technische Fragen. Die Teilnahme ist kostenlos – finanziert werden Barcamps von Sponsoren. Das letzte Mal traf sich die Web 2.0 Gemeinde im vergangenen Jahr in Konstanz. Das Barcamp 2012 ist das dritte am Bodensee.

Das Allerletzte: Der sensationelle Wahlerfolg der Piratenpartei in Berlin hat auch die Piraten in Konstanz begeistert. Vom Hype erhoffen sich die Piraten auch einen Mitgliederzuwachs. Auch in Konstanz können Interessierte die Piratenpartei kennenlernen – zum Beispiel in dieser Woche beim Stammtisch morgen Donnerstag, 22. September, im Exxtra in der Hussenstrasse 28 ab 19.30 Uhr. Eingeladen sind alle Interessierten.

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

4 Kommentare to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. Daisendorfer
    21. September 2011 at 10:21 #

    Politisch lancierte Glücksstudie: hinter dieser Studie steckt Bernd Raffelhüschen, der Finanzmathematiker, der vor einiger Zeit im Auftrag der Bundesregierung die Versicherten mit seinen doch ziemlich waghalsigen Prognosen schockierte, aber gleichzeitig für die Versicherungsgesellschaften gearbeitet hat…
    Jetzt wird uns auch noch eingeredet, dass wir mehrheitlich glücklich sind….
    Honi soit qui mal y pense!

  2. NDS-Leser
    21. September 2011 at 11:38 #

    @ Daisendorfer: Ja Herr Prof. Dr. Raffelhüschen ist eine sehr interessante politische Figur in Deutschland, „Allzeit bereit“ wenn es darum geht mit gefälligen Gutachten Angst zu schüren und somit Werbung für Finanz- und Versicherungsprodukte zu machen. Leider gibt es auch da noch die Journalisten, die hier in der Verantwortung stehen. Sie gehen mit der Referenzierung auf solche schönen, seichten und vor allem vorgefertigten Inhalte (spart ja Kosten) wie dem „Glücksatlas 2011“ allzu leichtfertig einer minutiös geplanten Medienkampage auf den Leim: http://www.nachdenkseiten.de/?p=10783
    In diesem Fall muß an allerdings see-online von einer Schuld freisprechen, denn der Nachdenkseiten-Beitrag kam erst am späten Nachmittag. Eine andere Schuld, diesen Beitrag vor der Referezierung nicht als Mendienkampagne identifiziert zu haben trägt die Schreiberin dennoch. Aber dafür gibt es ja auch aufmerksame Leser wie uns, die sich per Kommentarfunktion bemerkbar machen können wenn sie über derartige Beiträge „stolpern“.

    Schönen Tag noch… NDS-Leser

  3. wak
    21. September 2011 at 12:08 #

    @NDS-Leser @Daisendorf Vielen Dank für die Beiträge. Erscheint mir alles sehr plausibel und die Ergänzung ist wohl auch dringend nötig. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, ich habe die Nachdenkseiten nicht einmal angeschaut und in der vergangenen Nacht bis nach Mitternacht über Parteireform und Öffnung der SPD diskutiert. Ich habe heute Morgen lediglich auf die Studien der „gelben Post“ hingewiesen, durch die Studie geklickt und mich gefragt, was macht die Post da eigentlich? Sekundärliteratur hatte ich nicht zur Kenntnis genommen.

  4. NDS-Leser
    21. September 2011 at 12:43 #

    Kaum habe ich das gepostet, so „stolpere“ ich schon wieder… Diesmal bei der Bildzeitung online über Aufschwung-Propaganda : http://www.bild.de/home/telegramm/home-telegramm/telegramm-15478948,textId=20073064,tabindex=0.bild.html

    Die vereinfachte und zu transportierende Botschaft der Meldung des stat. Bundesamtes in Wiesbaden lautet: Die Reallöhne steigen kräfig, WIR haben einen Suuuuper XXXXL-Mega-Giga-Aufschwung!

    Blöderweise: Mit WIR sind nicht ALLE Teile der Bevölkerung gleichermaßen gemeint, sondern einschränkend findet man in den Folgesätzen hinter der Überschrift dann in zwei Sätzen versteckt den Hinweis, daß

    1. mit WIR, die Bevökerung im statistischen Mittel – also einem fiktiven Durchschnittsarbeitnehmer die Rede ist
    2. und sich der ermittelte Wert für die genannten Lohnsteigerungen auf die immer seltenere und vom Aussterben bedrohte Spezies, der vollzeitbeschäftigten Erwerbstätigen bezieht. Hingegen wurden die zahlenmäßig (%-tual wie nominal) immer häufiger anzutreffenden, geringfügig Beschäftigten des Niedriglohnsektors (weil die diese Statistik ja verschandeln würden) flugs „statistisch entsorgt“. Andernfalls könnte diese Schlagzeile SO NIE VERÖFFENTLICHT werden, weil sie schlichtweg nicht durch Daten und Fakten untermauert werden könnte. Es handelt sich hier um einen Versuch der vorsätzlichen (weil subtil verpackten) Vortäuschung falscher Tatsachen durch eine Bundesbehörde, die nicht mal explizit erwähnt wird (dort steht nur WIESBADEN, wer unter den BILD-Lesern weiß schon, daß dort das statistische Bundesamt seinen Sitz hat???).

    Wer profitiert nun wirklich vom Mega-Aufschwung? Es sind just jene, die vollbeschäfigt sind und direkt bzw. indirekt im Exportgeschäft tätig und dort mit hoher Wahrscheinlichkeit auch vollbeschäftigt sind. Der Ökonom Heiner Flaßbeck hat dies in zahlreichen Analysen schon mehrfach untersucht.

    Im Gegensatz zur allgemein üblichen Praxis weise ich ausdrücklich darauf hin, daß Prof. Dr. Heiner Flaßbeck auch ein „politischer Ökonom“ ist; nur wenn ich mir seine Daten und Schlußfolgerungen mit meinem ökonomischen (parteilosen und somit unabhängigen) Sachverstand ansehe, so überzeugen mich diese bei weitem mehr, als die verfassten Meldungen eines statistischen Bundesamtes das regierungsnahe Positionen vertritt. (INSM, CDU und FDP) ist.

    Schönen Tag noch… NDS-Leser

    Seien Sie wachsam und denken Sie selbst!
    Hinweis: Warum Nachdenkseiten? Hier finden Sie Antworten: http://www.nachdenkseiten.de/?page_id=4

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