Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Was bringt uns die neue Woche? Wir geniessen das spätsommerliche Wetter über dem Nebel, das zu Outdoor-Aktivitäten einlädt, und beginnen mit einem Appell.

Liebe Hundebesitzer, nehmt doch bitte Eure zotteligen, großen, nassen, sich schüttelnden Hunde an die Leine. Tut es bitte wenigstens da, wo Hunde sowieso nicht freilaufen dürfen. Der Kreuzlinger Seepark ist so ein Ort. Er gehört an schönen Tagen Läufern, Fußball spielenden Familien und Spaziergängern. Gestern ist so ein Tag gewesen.

Auf dem Rückweg liefen wir an Klein-Venedig vorbei. Die Freifläche sieht aus wie ein Acker. Des weiteren fragten wir uns spontan, wem gehören eigentlich die Container, die da rum stehen? Sind sie noch Überbleibsel des Oktoberfestes oder wird der Platz direkt am See neuerdings als Lagerstätte an Speditionen vermietet? Ach ja, eigentlich könnten Familien auch auf der Wiese mit ihren Kindern kicken – oder aber sie wäre wenigstens ein Freilaufplatz für Hunde mit freiem Blick auf den See.

Heute Nachmittag treffen wir den togolesischen Regisseur Ramsès Alfa. Er inszeniert zwei Stück fürs Konstanzer Theater. Gefördert wird die deutsch-togolesische Begegnung von der „Aktion Afrika – Kulturdialog auf Augenhöhe“, die das auswärtige Amt unterstützt. Wir möchten mit dem Regisseur zum Beispiel auch darüber sprechen, was er von deutschen Operndörfern in Afrika hält.

Weiter beschäftigen wird uns in dieser Woche auch ein Thema, das ein echter Aufreger geworden ist, die Zustände an der Volkshochschule Konstanz-Singen. „Die vhs macht wieder mal negative Schlagzeilen und das sollte uns nicht egal sein“, schrieb die Linke Liste Konstanz am vergangenen Freitag. Der allseits geschätzte vhs-Mann Reinhard Zahn solle, so informierte Stadtrat Holger Reile seine Ratskollegen, noch während der Probezeit aus unerfindlichen Gründen kalt entsorgt werden. Richterweise hätte er schreiben müssen, ihm ist bereits gekündigt worden.

Die Verantwortlichen duckten sich weg und glaubten, sie könnten das Malheur „aussitzen“. Ähnlich wie im Fall Müller-Esch, schrieb Reile. „Das Thema ist Tagesgespräch im Landkreis und alle fragen sich: Warum wird hier erneut eine Personalentscheidung getroffen, die kaum einer verstehen kann?“, heißt es in dem Brief der Linken Liste Konstanz an die Gemeinderatsmitglieder weiter.

Und: „Wir fordern öffentliche Aufklärung und bitten Euch hiermit, einen gemeinsamen Antrag zu formulieren, damit die Angelegenheit im Gemeinderat umgehend diskutiert wird. Denn es geht hier nicht nur um eine vernachlässigbare Personalie, sondern um ein massives Strukturproblem in einer öffentlichen Bildungseinrichtung“, so Reile. Heute Abend treffen sich Konstanzer Gemeinderatsfraktionen zum ersten Mal nach den Ferien und dem Bekanntwerden des Rauswurfs wieder. Wir sind gespannt, ob sie sich des Themas annehmen und wie.

Wir starten in eine spannende Woche!

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