Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Sprechen wir über Power Selling von Adventskränzen auf dem Konstanzer Wochenmarkt und Diffamierungen auf einem stadtbekannten linken Blog, den wir heute Morgen mit einem Kampfhund vergleichen möchten.

Gestern haben wir uns auf dem Konstanzer Wochenmark umgeschaut, rote Äpfel gekauft und Adventskränze und Tannenzweige begutachtet. Mutmaßlich war die Nachfrage nach Adventsdeko aber noch nicht wahnsinnig groß.

Nein wir wollten auf dem Dienstagsmarkt gar keinen Adventskranz für zehn Euro aufwärts erstehen. Nur schauen wollten wir. Eine Standbetreiberin war trotzdem richtig hartnäckig. Es sei höchste Zeit, sagte sie. Weshalb bloß einen Adventskranz schon Tage vor dem ersten Advent in die warme Wohnung legen, fragten wir? Legen Sie ihn halt auf den Balkon. Aha. Denken Sie denn, wir bringen am Freitag frischere Zweige mit, fragte sie recht provokativ. Nein, das glaubten wir nicht und ehrlich gesagt war es uns auch ziemlich egal. Mit diesem Power Selling auf dem Wochenmarkt hatten wir aber andererseits auch nicht gerechnet.

Außerdem sehen wir uns heute Morgen genötigt, ein stadtbekanntes linkes Blog mit einer Kampfhundmischung aus Mastino Napolitano und Bullmastif zu vergleichen. Das Blog betrachtet die Welt durch die ideologische Brille und, wenn es sich festgebissen hat, lässt sich der Kiefer nicht mehr auseinander reißen – außer vielleicht mit einer Brechstange.

Nein, die Kampfhunde haben schon Recht, See-Online ist kein rot eingefärbtes Blog. Das wollen wir auch gar nicht sein, auch wenn das manche stören sollte. Wir schlagen vor, wir belassen es bei der Arbeitsteilung: See-Online informiert und ordnet ein. Die anderen hetzen und diffamieren.

Wir überlassen es den geneigten Lesern, sich selbst ein Urteil zu bilden.

Noch einmal möchten wir heute Morgen außerdem auf ein Interview mit dem Konstanzer Intendanten Chritoph Nix hinweisen, das wir schon am Montagmorgen online gestellt haben und wir möchten auch ausdrücklich noch einmal auf die Demonstration in Konstanz gegen rechtsextremistische Gewalt aufmerksam machen, die morgen, Donnerstag, stattfindet. Aufgerufen haben die Jusos. Alle gesellschaftlichen Gruppen sind aufgefordert, mitzugehen. Los geht es um 17 Uhr an der Uni, am Zähringerplatz trifft der Zug voraussichtlich um 17.30 Uhr und am Sternenplatz gegen 17.45 Uhr ein. Eine Schweigeminute sowie eine kleine Kundgebung sind auf dem Münsterplatz voraussichtlich gegen 18.30 Uhr geplant.

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

6 Kommentare to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. Erik
    23. November 2011 at 08:25 #

    Sehr geehrte Frau Kässer,

    wenn sie schon den Anspruch erheben zu informieren und einzuordnen machen sie doch Butter bei die Fische und nennen den Blog im Klarnamen oder verlinken diesen. Verklausulierte Behauptungen ihrerseits sprechen jedenfalls nicht für diesen Anspruch. Ich, als Leser ihres Blogs, würde mir gerne ein eigenes Bild machen….

    Ihre Äusserung im Interview mit Christoph Nix, dass sich auf ihrem Blog der „Braune Mob“ zu Wort gemeldet hätte finde ich übrigens sehr rot eingefärbt. Die Äusserungen der Kommentatoren waren teilweise durchaus grenzwertig und bedenklich. Jedoch eine Pauschalisierung ihrerseits ebenfalls.
    Ein Blog mit Kommentarfunktion lebt nunmal durch Partizipation und Ausseinandersetzungen. Dies möchte ich jedenfalls nicht missen. Eine Sperrung der Kommentarfunktion ist hier jedenfalls als letztes MIttel anzusehen. Leider haben sie es zu früh angewandt.

  2. Uli
    23. November 2011 at 09:59 #

    Danke für die klaren Worte in Sachen Seemoz.

  3. wak
    23. November 2011 at 10:04 #

    @Erik Ich mache ein kostenloses journalistisches Angebot. Wem es nicht gefällt, der muss das Blog auch nicht lesen. Wie viele andere Blogger, verdiene ich mein Geld mit anderen Projekten. Die Freiheit, eine Diskussion zu schließen, wann ich es für richtig finde, nehme ich mir heraus. See-Online ist mein persönliches Blog – und ich möchte weder links- noch rechtsradikale Äußerungen hier lesen und bevorzuge eine Debatte auf einem Mindestlevel. Andere Blogs verlinke ich dann, wenn ich die Beiträge für lesenswert halte oder ich sie zitiere.

  4. Erik
    23. November 2011 at 10:20 #

    Frau Kässer,

    danke für ihr Angebot. Jedoch sehe ich kein Grund das Lesen ihres Blogs einzustellen. Sie nehmen meine Kritik offensichtlich sehr persönlich, was keine Absicht meinerseits war. Ich fühle mich jedoch durch ihre Meldungen stellenweise besser informiert als durch andere „Quellen“.

    Zu den Äußerungen in den Kommentaren und ähnlichem kann man anderer Meinung sein. Allerdings obliegt der Umgang mit diesen natürlich ihnen.

  5. wak
    23. November 2011 at 10:55 #

    @Erik Sorry, ging nicht gegen Sie. Ich möchte eigentlich auch nur sagen, dass ich es einfach nur unanständig finde, immer wieder falsche Tatsachen zu behaupten, zu diffamieren und öffentlich herabwürdigen. Meistens lese ich den Bullshit ja gar nicht – oder ignoriere ihn. Dieses Mal habe ich den Fehler gemacht, es gelesen zu haben.

  6. dk
    23. November 2011 at 23:32 #

    Laut Spiegel hat die türkische Staatsführung einen freundschaftlichen Ratschlag ohne Aggressionen oder Drohungen übermittelt, der vielleicht eher zum tiefen Nachdenken in Dt. anregt als Demonstrationen und Botschaftserstürmungen in der Türkei.

    Wenn Politik für Leser scheinbar eher aus Selbstdarstellungen, Kampagnen und Effekthascherei besteht, scheinen (mitmenschliche) nachdenkliche Momente (auch ausserhalb der Weihnachtszeit) viel wirkungsvoller: der Ratschlag dürfte auch für normale Leser nachdenkenswert sein (somit auch für die sog. „braune Sauce“), um evtl. eigene Denkfehler und Klischees vorzeitig zu korrigieren.

    Über Türkei-Urlauber hat man viel von der „türkischen Gastfreundschaft“ gehört und diese bemerkenswerte Reaktion scheint optimal in der Vorweihnachtszeit. Mich würde es nicht wundern, wenn die Türkei nicht auch noch in den Euro-Rettungsfond einsteigt.

    Behörden und Neonazi-Morde: Erdogan empfiehlt den Deutschen das türkische Vorbild
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,799240,00.html

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.