Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Sprechen wir heute Morgen wieder ein bisschen über Politik und über Zeitungen. Wir fangen gerade wieder damit an, uns dafür zu interessieren, was andere meinen. Seit gestern blättern wir auch wieder regelmäßig durch Zeitungen. Erwähnenswert finden wir heute wieder einmal die Berichterstattung der Konstanzer Lokalzeitung.

Gestern überraschte uns das Blog dornröschen mit einem Wasserstandsbericht in Sachen OB-Wahl. Von Andreas Renner war ausführlich die Rede, vom Für und Wider, und auch von einer Kandidatur, mit der Grüne und Freie Wähler geliebäugelt haben sollen. Der Name eines ernstzunehmenden Bewerbers oder einer Bewerberin ist aber noch nicht im Umlauf. Immerhin könnte es auch auf eine Frau hinaus laufen – hier und da war wenigstens von Frauen schon einmal die Rede.

Nein zitierfähig ist freilich nichts. Deswegen kann bis auf weiteres auch fabuliert werden und das heitere Kandidatenraten setzt sich fort.

Heute Morgen fragten wir uns allerdings: In welcher Welt leben wir denn eigentlich? Der Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster macht nach zwei Amtszeiten Schluss. Landesweit hatten die Medien fröhlich spekuliert, bevor sich Schuster gestern dann erklärt hat. Zu Wort kommen durfte in den Medien in Sachen OB-Wahl in Stuttgart auch der Politikwissenschaftler Hans-Georg Wehling. Der redete sich über mögliche grüne (!)  OB-Kandidaten in Stuttgart warm. Boris Palmer käme nicht in Frage, wegen seiner Positionierung zu Stuttgart 21, der Freiburger Dieter Salomon und Deutschlands erster grüner OB Horst Frank, der 2012 nicht für eine dritte Amtszeit in Konstanz kandidieren will, dagegen schon. So lautete eine Mutmaßung des Politikwissenschaftlers Hans-Georg Wehling, die unter anderem auch die Heilbronner Stimme verbreitete.

Wir sagen, Heilbronn ist weit weg und dummes Zeug. Der Konstanzer Südkurier, der es besser wissen müsste, verbreitete dagegen die wilde Spekulation seinerseits in der Heimatzeitung. Plausibilität spielte keine Rolle – und Horst Frank gefragt hat der Redakteur anscheinend auch nicht. In der nachrichtenarmen Zeit scheint – so mutmaßen wir – alles Recht zu sein, Hauptsache die Redaktion schafft es ihre Leser zu unterhalten. Notfalls führt sie die Zeitung auch einfach ein bisschen an der Nase herum.

Da wir gerade schon über Politik sprechen. Am Donnerstag, 2. Februar 2012, lädt die FDP zu einem Abend mit Frank Schäffler ein. Ja, Frank Schäffler kommt nach Konstanz. Sprechen wird er über „Die Ideale des Liberalismus und die FDP”. Mit allzu vielen Besuchern rechnet die Partei anscheinend aber nicht. Denn sie bittet ins Restaurant Barbarossa aber nicht etwa in den Saal, sondern in den Gerstensack-Raum. Beginn ist um 19 Uhr.

Schäffler war – für alle, die sich nicht so sehr für kleine Parteien interessieren – der Mann, der in der FDP gegen den EU-Rettungsschirm auf die Barrikaden ging. Der Bundestagsabgeordnete sammelte im vergangenen Jahr ausreichend viele Unterschriften für einen FDP-Mitgliederentscheid zum Thema Euro-Rettungsschirm. Im Dezember 2011 scheiterte Schäffler allerdings mit seinem Mitgliederentscheid. Weder wurde das Quorum von einem Drittel der FDP-Mitglieder erreicht, noch erhielt Schäfflers Position mit 44,2 % der gültigen Stimmen eine Mehrheit. 54,5 % stimmten damals für den konkurrierenden Antrag des Bundesvorstandes. Ein glühender Fan Schäfflers ist übrigens das Konstanzer FDP-Vorstandsmitglied Tilmann Breetsch. Der muss allerdings bald einen Rettungsschirm für die FDP aufspannen.

Weil wir aber unbedingt mit einem Lächeln in den Tag starten möchten, bitten wir Sie heute Morgen, auf diesen Link zu klicken. Sie kommen auf eine Seite der Stuttgarter Zeitung . Wetten, dass Sie diese Karikatur amüsiert? Wir sagen nur „jemandem auf die Mailbox wulffen“ – könnte glatt das Wort des Jahres 2012 werden.

Kommen Sie gut durch den Dienstag!

 

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