Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Den Tag beginnen wir mit drei Hinweisen. Wir beschäftigen uns mit dem Leben und Sterben und dem Barcamp Bodensee.

Was bereuen wir, wenn unser Leben zu Ende geht? Die australische Palliativpflegerin Bronnie Ware hat darüber ein Buch geschrieben. Wir finden den Beitrag in der Welt online unbedingt lesenswert. Sterbende sagen zum Beispiel: „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben“. Außerdem sollten wir Zeit mit unseren Freunden verbringen und weniger arbeiten.

Menschen, die in eine schwierige Lage kommen, weist Facebook in seinen Hilfeseiten jetzt auf die Telefon Seelsorge hin, die nun auch eine eigene Facebook-Seite unterhält. Das berichtet Heise online. Die Seite ist noch ziemlich frisch und gefielt gestern Abend erst 121 Facebook-Nutzern. So wie es aussieht können sich Hilfesuchende aber nicht direkt auf Facebook unterhalten und auch keinen Post an der Pinnwand hinterlassen.

Apropos Hinweise. Gestern haben wir auf das Barcamp Bodensee hingewiesen. Es findet am 9. und 10. Juni in Friedrichshafen statt. Schade finden wir, dass es im vergangenen Jahr gar kein Barcamp Bodensee gegeben hat.

Dass die Zeppelin University ihre Räume fürs Barcamp 2012 öffnet, ist erfreulich. Anläufe, ein Barcamp an der Universität Konstanz oder an der HTWG zu organisieren, waren im vergangenen Jahr gescheitert, wobei unklar ist, ob das an den Hochschulen oder an den Organisatoren lag.

Es wäre schön, wenn es im kommenden Jahr wieder ein Barcamp in Konstanz geben würde.

Konstanz hat sich vor wenigen Tagen als Standort der IT-Branche positioniert. Der Startschuss für cyberLAGO ist gefallen. Eine ganze Reihe von erfolgreichen Unternehmen, die mit IT und Web zu tun haben, sitzen in Konstanz. Der Zusammenschluss cyberLAGO, dem auch die Hochschulen angehören, will sogar das Netzwerk für IT und digitale Medien für die gesamte Bodenseeregion werden. Vielleicht schafft es ja das Netzwerk cyberLAGO im kommenden Jahr ein Barcamp in Konstanz zu organisieren. Müsste ja machbar sein. Wir sollten das am Satmmtisch mal ansprechen.

Etwas übertrieben finden wir übrigens folgende Ansage auf der Website des Barcamps Bodensee: „The organization language is English and that all sessions, where non-German speakers are present, are expected to be in English.“ Die überwiegende Zahl der Teilnehmer kommt erfahrungsgemäß aus Deutschland oder den deutschsprachigen Nachbarländern.

Ein Freund und eine Freundin haben sich gestern per Mail in Sachen Barcamp gemeldet. Sie sagten übereinstimmend, dass sie weder ein CO2-neutrales noch ein veganes Barcamp haben möchten. Sie finden das nicht so wichtig. Sagen wir es so: Gegen eine Grillwurst beim Come Together spricht ja hoffentlich nichts und nur Gemüse und Kaffee ohne Milch ist nicht nur nichts für Pizza essende Nerds.

Leider sind die Voraussetzungen für ein CO2-neutrales Barcamp auch nicht optimal, was mit der Lage der Location zu tun hat. Der Katamaran legt nicht am Seemooser Horn an und von Konstanz aus mit Autofähre und Fahrrad anzureisen, ist wegen der Heimfahrt nachts auch nicht optimal. Vielleicht sponsert ja der ÖPNV noch ein paar Tickets.

Wir fassen zusammen: Wir wünschen uns spannende Sessions, bei denen wir etwas über Neuigkeiten und Trend in der IT und im Social Web erfahren. Die Session über direkte Kommunikation und Social Web für Städte und Oberbürgermeister findet in jedem Fall auf Deutsch statt. Wir suchen schon mal eine Mitfahrgelegenheit – bevorzugt in einem Auto mit grüner Plakette.

Starten Sie gut in den Mittwoch!

2 Kommentare to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. OlievrG
    9. Februar 2012 at 08:22 #

    Worans lag kann man sagen:
    Als die Gespräche mit der Uni KN scheiterten war es zu spät (wg. Sponsoring) das Angebot der HTWG weiterzuverfolgen. Grundsätzlich bestand von dort aus dei bereitschaft.

    Man muss aber auch ganz klar sagen, dass die Arbeit bei einem Camp aufrecht wenigen Schultern ruht und und ganz klar wirtschaftliche Einbußen für dei betroffenen Freiberufler nach sich zieht. Und das verkraftet nicht jede/r jährlich.
    D.h. je mehr Leute wirklich aktiv mithelfen, desto eher gibt es ein Barcamp auch jährlich.

  2. dk
    26. Februar 2012 at 14:43 #

    … cyberLAGO … will sogar das Netzwerk für IT und digitale Medien für die gesamte Bodenseeregion werden. …

    Spätestens am Tag nach der Gründung kam mir der Gedanke an einem ausführlicheren Internet-Verzeichnis der IT-Branche in der Region. Nebenbei wunderte ich mich, dass der Name „Südkurier“ als digitaler Medienhaus fehlt.

    Entsprechende Kategorien dürften sinnvoll sein: z.B. Software-Entwicklung, Websites, Beratung, zusätzliche Services, Kreativbereich, Agenturen, Betriebe mit eigener IT-Abteilung bzw. IT-Infrastruktur, Maschinenbau mit IT-Unterstützung u.v.m.
    Die spontanen Begriffe sollten nur den Blick auf Kern-, Rand- und Anwendungsbereiche andeuten und bei der Berufswahl, Ausbildung und der Stellensuche als Hilfe dienen. Jenseits des Arbeitsmarktes gibt es auch noch einen Abnehmer-Markt durch Betriebe und Privatleute und evtl. sogar Existenzgründer, die vielleicht bei etwas entnebelter Markt-Transparenz ihre Möglichkeiten realistischer beurteilen.

    Gewisse Daten dürften eine grobe Marktübersicht ermöglichen: Mitgliedschaften in Verbänden, Mitarbeiter-Anzahl, Netzwerk-Zugehörigkeiten, verwendete Technologien, Produktbereiche, usw.

    Ursprünglich hatte ich den Begriff „Transparenz“ aus der Volkswirtschaft als Konzept des „vollkommenen Marktes“ kennengelernt. Mit der Piratenpartei teile ich die Erkenntnis, dass man mit dem Internet viel Unfug machen kann, z.B. das Email-Passwort knacken und in fremden Namen Spams versenden, die (sofern nicht angekommene) eine grosse Anzahl von Rückmeldungen erzeugen.

    Es sollte genügend Möglichkeiten, auch ohne grosse Marketing-Maschinerie grosse Aufmerksamkeit zu überzeugen: sicherlich auch in den benachbarten Kreisen und Staaten. Das Thema IT steht allgemein für eine „moderne Arbeitswelt“.

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