Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute Morgen sprechen wir über den Verkehr. Wir sehen einem frühlingshaften Wochenende entgegen und ahnen, dass das schöne Wetter auch wieder viele Einkäufer nach Konstanz locken wird. Sie könnten natürlich am verkaufsoffenen Sonntag bequem mit dem Bus fahren. Denn zwischen 12 und 20 Uhr verkehrt er in Konstanz gratis. Außerdem reden wir heute Morgen über Urlaub.

Beginnen wir mit dem Verkehr. Am vergangenen Samstag stauten sich die Autos in der Konstanzer Laube. Das Parkhaus war besetzt. Es bedarf keiner besonderen Fantasie, um sich vorzustellen, dass zu diesem Zeitpunkt vermutlich auch die anderen Parkhäuser dicht gewesen sein dürften.

Am kommenden Sonntag, 25. März, öffnen nun die Konstanzer Geschäfte. Auch am Sonntag wird es wieder deshalb Staus in der Stadt geben – außer viele steigen auf die kostenlosen Stadtbusse um.

Manch einer mag sich sowieso verwundert die Augen reiben und fragen, Verkehrsproblem? Wie war das mit dem Verkehr denn noch mal an den Adventssonntagen? Da hat es doch auch geklappt.

Statt mit dem Slogan „Die Stadt zum See“ hatte Konstanz an den Adventssamstagen mit „Der Stau is(s)t uns Wurscht“ geworben. Hilmar Wörnle, Chef des Stadtmarketings, sieht die Aktion im Nachhinein als vollen Erfolg an. Und jetzt?

Satte 58.000 Euro blättert die Stadt Konstanz an den Adventssamstagen erst einmal hin, um den Verkehr zu lenken. Autofahrer sollten auf P+R-Parkplätze fahren und den ÖPNV nutzen. Es hat funktioniert. Eine Arbeitsgruppe aus Bürgeramt, Polizei, Stadtmarketing, Einzelhandel, Busbetrieben und auch noch ein paar anderen hat sich der Mammutaufgabe angenommen. Jetzt geht es darum, wer in Zukunft für solche Aktionen bezahlt.

Apropos bezahlen. Eine gute Nachricht erreichte die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Jüngeren Beschäftigten steht mehr Urlaub zu, als sie bislang bekommen. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt entschied in einem am Dienstag verkündeten Urteil, dass Jüngere genauso wie Ältere Anspruch auf 30 Urlaubstage im Jahr haben. Die bisher gemachten Unterschiede werte das Bundesarbeitsgericht als Altersdiskriminierung.

Nicht ganz so glücklich dürften aber die Kommunen sein. Ihnen gehen so jede Menge Arbeitstage verloren. Bisher hatten Beschäftigte im öffentlichen Dienst bis zum 30. Lebensjahr nur 26 Tage Urlaub, bis 40 Jahre gab es 29 Urlaubstage und erst ab 40 Jahren waren es 30 Tage Urlaub. Jetzt bekommen die Jüngeren vier Tage mehr.

Starten Sie gut in den Donnerstag!

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