Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute habe ich es eilig. Eine Verabredung zum Arbeitsfrühstück um 8 Uhr ist ein bisschen früh am Morgen. Wir widmen und heute also aus aktuellem Anlass dem Phänomen Zeit und verabschieden uns mit einem Tipp für alle im öffentlichen Dienst Beschäftigten in ein Wochenende mit Sonne satt.

Vorgestern haben wir zum ersten Mal das Wort „Onleihe“ gehört.

Die Medienkonsum- und die Lebensgewohnheiten in der Gesellschaft verändern sich, wie wir wissen, radikal. Auch die DiViBib GmbH Bibliothek für Morgen beschäftigt sich intensiv mit diesem Wandel und seinen Auswirkungen im Besonderen auf das öffentliche Bibliothekswesen.

Bei der „Onleihe“ eröffnen Bibliotheken sozusagen eine digitale Filiale im Internet. Das neue Angebot ermöglicht registrierten, eingeloggten Bibliothekskunden 24 Stunden die Online-Ausleihe digitaler Medien. Konkret heißt das: Die Nutzer laden digitale Medien wie eBooks, ePapers, eAudios, eMusic und eVideos für eine zeitlich befristete Nutzung herunter.

Um die „Onleihe“ einzuführen, müssen Bibliotheken aber erst einmal investieren.

Wir haben vorgestern die Stadtbücherei in einer kleineren, etwa mittelgroßen Stadt besucht und von der Leiterin erfahren, dass sich das Verfallsdatum von Büchern dem von Frischmilch annähert.

Die Nutzer fragen immer öfter nur noch aktuelle Titel nach, die zum Beispiel gerade besprochen worden sind. Besteller von vor einem oder zwei Jahren bleiben im Regal stehen. Das Verfallsdatum von Titeln werde immer kürzer. Streng genommen müsste die Bibliothek alte Bücher noch viel konsequenter aus den Regalen räumen, sagte die Diplom-Bibliothekarin.

Wir wundern uns und fragen, ob ein Thriller denn tatsächlich weniger spannend ist, nur weil er nicht mehr ganz frisch ist? Bei philosophischen Büchern verstehen wir es ja, weil wir sie nicht erst in einem halben Jahr lesen können, wenn wir heute mitreden wollen.

Das Tempo scheint mittlerweile sogar in Museen, also an eher beschaulichen Orten, hoch zu sein. Wir haben uns vor etwa einer Woche einen wunderbaren Aprilscherz ausgedacht, den wir gern auch filmisch umsetzen wollten. Seit Tagen versuchen wir – wie auch sein Team – vergeblich mit dem Leiter der städtischen Museen in Konstanz, Tobias Engelsing, zu sprechen. Er sei immer auf dem Sprung und auch heute Morgen sei er wieder unterwegs, hieß es gester. Wir möchten ihn so gern interviewen und uns für unseren Scherz kurzzeitig zudem ein gefiedertes Exponat bei ihm borgen.

Das Tempo wir immer schneller. Erreicht hat die Beschleunigung mittlerweile sogar die Staatliche Toto-Lotto GmbH. Selbst die Zahl der Lotto-Gewinner aus der Region schnellt nach oben.

Bei der Mittwochsziehung vom 21. März erwischte es wieder einmal einen Lottospieler aus dem Kreis Konstanz. Auf seinem Spielschein war die passende sechsstellige Gewinnzahl 710478 der Zusatzlotterie Super 6 verzeichnet. Damit darf er sich über den Hauptgewinn von 100.000 Euro freuen.

So und jetzt zu unserem Tipp: Das Urteil des Bundesarbeitsgerichts in Sachen mehr Urlaub sollten von niemanden klein geredet werden, sagte uns gestern ein Fachanwalt für Arbeitsrecht. Wenn die anspruchsberechtigten Arbeitnehmer jetzt kurzfristig beantragen, dass ihnen bis 31.März 2012 der zustehenden Resturlaub von zum Beispiel vier Tagen in der Zeit vom 26. bis 29. März 2012 gewährt wird, können sie ihren Anspruch durchsetzen. Das rät der Anwalt. Viel Zeit bleibt ihnen heute aber nicht mehr.

Gelegentlich haben Blogbeiträge einen echten Nutzwert. Schade, dass wir freiberuflich arbeiten. Aber  für heute Nachmittag beantragen wir Sonnenschein frei.

Wir verabschieden uns in ein frühlingshaftes lässiges Wochenende!

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