Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute Morgen sprechen wir über immer mehr Hetze bei der Arbeit, darüber, dass die grün-rote Landesregierung in Überlingen eine ökologisch unbedenkliche Außensauna aus dem Topf Tourismusförderung bezuschusst und dass Facebook weiterhin das beliebteste Soziale Netzwerk ist und anscheinend immer beliebter wird.

Ob wir heute Morgen allerdings von einem guten Morgen sprechen können, wissen wir nicht so genau. Der Grund: Wir haben heute Morgen schon einmal den Pressebereich des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) besucht. Dort fanden wir die Ergebnisse der DGB Studie „Gute Arbeit zu Stress am Arbeitsplatz“ .

Wir haben erfahren, dass 52 Prozent der Beschäftigten sehr häufig oder oft gehetzt arbeiten müssen. 63 Prozent geben an, dass sie seit Jahren immer mehr in der gleichen Zeit leisten müssen. Dabei gelte generell: Je stärker die Arbeit intensiviert werde, desto mehr müsse gehetzt werden. Und je länger die wöchentliche Arbeitszeit, desto größer ist die Arbeitshetze.

Das sind laut DGB die zentralen Ergebnisse der bundesweiten Repräsentativbefragung der DGB-Index Gute Arbeit GmbH unter 6.083 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zum Thema Arbeitshetze und Arbeitsintensivierung.

Die Angaben der Beschäftigten zeigten auch, in welchem Ausmaß die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen: Gut ein Viertel (27 Prozent) der Beschäftigten muss laut DGB Studie sehr häufig oder oft auch in der Freizeit für die Arbeit erreichbar sein. Jede/r Siebte (15 Prozent) arbeitet sogar sehr häufig oder oft unbezahlt in ihrer/seiner Freizeit. Unter diesen Umständensei es nicht verwunderlich, dass mehr als ein Drittel (37 Prozent) auch zu Hause an Schwierigkeiten bei der Arbeit denken müsse.

Fast die Hälfte (49 Prozent) der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geben an, dass sie im letzten Jahr mindestens zweimal zur Arbeit gegangen sind, obwohl sie sich „richtig krank“ gefühlt haben. Unter den Beschäftigten, die sehr häufig gehetzt arbeiten müssen, liegt der Anteil sogar bei 70 Prozent.

Wechseln wir angesichts solch schlechter Nachrichten aus der Arbeitswelt doch lieber abprupt in den Freizeitsektor. Die grün-rote Landesregierung fördert, wie wir seit gestern wissen, sogar ökologische Saunahütten. Das teilte der Grüne Abgeordnete aus dem Bodenseekreis, Martin Hahn, in dieser Woche mit. Die Stadt Überlingen bekomme für den Bau einer ökologischen Außensauna in der Bodensee-Therme einen Zuschuss von 145.300 Euro. Das ist doch ein Wort.

Außerdem unterstützt die Regierung die Pfahlbauer am Bodensee. Die Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen erhält für für den Bau eines Infopavillons für „UNESCO-Weltkulturerbe“-Pfahlbauten jedenfalls einen Zuschuss von 119.121 Euro.

Wir hoffen nun natürlich, dass der geförderte Pavillon aus heimischem, nachwachsendem Holz gebaut und mit Schilfgras gedeckt wird. Beim Bau sollten, wie wir meinen, statt moderner Baugeräte CO2 neutrales steinzeitliche Werkzeuge zum Einsatz kommen. Falls der Pavillon Strom benötigt, raten wir zu einer pavilloneigenen Photovoltaikanlage.

Insgesamt hat Tourismusminister Alexander Bonde 4,5 Millionen Euro für nachhaltige Tourismus-Projekte locker gemacht.

Viral verbreiten könnten Bonde und Hahn ihre Nachrichten natürlich auch über Social Media. Auf Platz eines findet sich, wie wir gestern bei Meedia gelesen haben, weiterhin Facebook, obwohl wir die neue Aufmachung, die Chronik-Seiten, für nicht besonders attraktiv halten.

Auf Rang zwei bei einem Ranking folgt, wie Meedia weiter berichtete, das Business-Network Xing, das die VZ-Netzwerke und wer-kennt-wen überholt habe. Twitter (Platz sechs) hinter Stayfriends.de (platz fünf) sei im Zwölf-Monats-Vergleich nach Facebook der größte Aufsteiger, Google+ landete demnach auf Platz 7.  Dabei fällt uns ein, dass wir schon wieder tagelang nicht mehr bei Google+ reingeschaut haben.  Die Daten hatten Internet-Forscher von Comscore Meedia überlassen.

Kommen Sie gut durch den sonnigen Mittwoch!

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