Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute Morgen machen wir es kurz. In Konstanz freuen wir uns auf weitere Kandidatinnen und Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl. Noch fehlt der  Bewerber, den die SPD unterstützen will – und wir wissen auch noch nicht, wer der Anonymus ist. Außerdem sprechen wir über „konstanz identity“.

Im Vergleich zu früher sieht es mit unseren Bürgerrechten in Konstanz gar nichts so schlecht aus. Wer heute in eine andere Stadt, also zum Beispiel nach Konstanz, zieht, wird automatisch Bürger dieser Stadt. Sobald bestimmte Formalitäten erledigt sind, ist jeder neue Bürger rechtlich den alteingesessenen Bürgern gleichgestellt.

Das war nicht immer so: Noch im 19. Jahrhundert wurde getrennt zwischen Altbürgern und Zugezogenen und die Frage der Gleichberechtigung sorgte für erbitterten Streit. Der Historiker David Bruder ist im Rosgartenmuseum der Frage nachgegangen, wie in früheren Zeiten aus „Zugloffenen“ Konstanzer Bürger wurden.

Apropos Konstanz. Auf den ersten Blick leben hier glückliche Einwohner inmitten historischer Gebäude, umgeben von einem malerischen Bergpanorama. So steht es in einer Mitteilung des Stadttheaters.

46 Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren haben sich in der laufenden Spielzeit des Theaters die Frage gestellt, inwiefern die Bodensee-Idylle der Wahrheit entspricht. Interviews mit Konstanzer Bürgerinnen und Bürgern, Geschichts-Recherche und persönliche Erfahrungen der Jugendlichen sind die Basis einer Stückentwicklung des Jugend- und Tanzclubs.

Zusammen haben sie sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf die Suche nach Konstanz‘ dunklen Seiten begeben und sind teils in der Geschichte, teils in der Gegenwart fündig geworden. Aus der Perspektive von jungen Menschen ist ein Theaterabend entstanden, der durch seinen dokumentarischen Charakter und die Energie der Spieler beeindruckt.

Premiere des Stückes ist am Freitag, 11. Mai 2012, um 20 Uhr im Stadttheater. Der Titel lautet „konstanz identity“.

Starten Sie gut in die neue Woche!

 

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