Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute Morgen müssen wir wieder einmal ein bisschen lästern. Entertainer Tobias Bücklein hat auf Facebook darauf hingewiesen, dass, nachdem nun die Konstanzer OB-Kandidaten die Kosten ihrer Wahlkämpfe soweit transparent gemacht haben, es Zeit wäre, dass auch das Medienhaus Südkurier erklärt, wie viel es denn so am Wahlkampf verdient.

Immerhin hatte der Südkurier mit besonders großer Ungeduld auf den Beginn des Wahlkampfes und die ersten Bewerber gewartet. Anzeigenkosten, Druck und Verteilung von Flyern dürften im OB-Wahlkampf sehr dicke Brocken sein und große Teile der Budgets verschlingen. Wenn ein Wahlkampf tatsächlichungefähr 1 € pro Einwohner kostet, wäre es eine spannende Frage, wie viel von jedem Euro, den ein Bewerber ausgibt, an das Zeitungshaus geht.

Bei See-Online ist es so: Jedes Werbebanner kostet OB-Bewerber 100 Euro pro Monat. Das sind im Vergleich zum üblichen Monatspreis 50 Euro weniger.

Dass der Südkurier wesentlich mehr durch Wahlwerbung verdient als durch die 2,99 Euro, die die Leser bezahlen sollen, wenn sie sich Wahlberichterstattung online anschauen wollen, liegt auf der Hand.

Apropos Bezahlschranke: Genervt sind nicht nur diejenigen, die gar keine Zugangsdaten haben, sondern auch all jene, denen das Passwort nur gerade nicht einfällt.

Ansonsten möchten wir heute Morgen ein bisschen Schwärmen. Wir schauen hinüber in unser Nachbarland. Die Schweizer haben so schöne hohe Berge und ihr Heidi-Land gleich neben der Autobahn. Sie könnten an Sommernachmittagen doch in die Gondel einer Seilbahn steigen, dem Alltag entschweben und vom Ziegenpeter träumen.

Was aber machen unsere Schweizer Freunde aber statt dessen? Gestern haben wir sie wieder einmal da entdeckt, wo wir selbst uns nur noch in Notfällen aufhalten. Sie bummelten in kleineren und größeren Gruppen zwischen Spülmaschinentabs und Duschbädern, überlegten an der Kasse dann noch, ob sie lieber in Schweizer Franken oder Euro bezahlen sollten. Ach ja, und einen Ausfuhrschein wollten die Einkäufer natürlich auch noch.

Getoppt, was die Beliebtheit angeht, werden unsere Schweizer Nachbarn allerdings noch von Deutschen, die im Thurgau wohnen, die Infrastruktur in Konstanz selbstverständlich mit benutzen und sich natürlich auch einen Ausfuhrschein gegeben lassen. Was an Wahlständen da so geäußert wird – Unmut, sagen wir es vorsichtig, wäre eine beschönigende Bezeichnung.

Starten Sie gut in den Mittwoch!

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