Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute beginnen wir den Tag mit zwei Nachdrehern und einem Ärgernis.

„Nach einer illegalen Facebook-Party in Konstanz sind die baden-württembergischen Behörden unsicher, ob sie die Einsatzkosten jemals erstattet bekommen.“  Mit diesem Satz beginnt eine Meldung bei zeit.de.  Falsch ist hier schon die Frage. Sie müsste lauten, „nach einer illegalen Facebook-Party in Konstanz sind die baden-württembergischen Behörden unsicher, ob sie das Leben einer jungen Auszubildenden ruinieren dürfen, weil derjenige einen Fehler, wenn auch teuren Fehler, gemacht hat.“

Spontan fällt uns dazu noch die Frage ein, ob der Präsident der Blätzlebuebe und ehemalige OB-Kandidat Andreas Kaltenbach mittlerweile das Narrentreffen abgerechnet hat und ob am Ende tatsächlich die Stadt Konstanz eine Ausfallbürgschaft in sechsstelliger Höhe bezahlen musste? Verlangt die Stadt später Regress von Kaltenbach? Oder wer hat das Defizit zu verantworten? Und sind in den Kosten die Kosten für Polizeieinsätze während des Treffens in dieser Summe enthalten? Werden diese Herrn Kaltenbach noch in Rechnung gestellt?

Nächste Frage: Scherben oder nicht Scherben? Nach dem Aus für das Konstanzer Glasverbot sah es im Herosépark gestern auch nicht anders aus als sonst. Niemand musste über einen Scherbenteppich gehen. Wenn die Stadt dafür sorgt, dass die Nutzer der Uferflächen die Umweltschutz- und Polizeiverordnung einhalten,  würde das vollkommen ausreichen. Rund Tische wären dann  wohl überflüssig.

Wieso sind Spontaneinkäufe im Web eigentlich so schwer? Jeder Onlineshop erinnert sich an E-Mail-Adressen und will Passwörter. Selbst bei Einkäufen von unter 30 Euro, wie für Toner, ist das so – und hinterher kommt auch noch eine Befragung zur Kundenzufriedenheit.

Wer mag so etwas eigentlich? Viele haben auch im richtigen Leben keine Kundenkarten. Also lasst uns mit Euren blöden Passwörtern und Befragungen endlich in Frieden.

Kommen Sie gut durch den Dienstag!

Ein Kommentar to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. Hinterwäldler
    31. Juli 2012 at 16:17 #

    Moment mal,
    Zum Zeitpunkt der Einladung ins Hörnle war die Party noch nicht verboten. Der junge Mann hat also nichts verbotenes getan und der ursächliche Grund für das Verbot wurde vor einigen Tagen vom Stuttgarter Verwaltungsgericht kassiert. Oder habe ich da was durcheinander gebracht?

    Wer hat den nun drei Kompanien Bundespolizei inkl. Hubschrauber mit Besatzung angefordert? Wer hat den ganzen Schit in die Öffentlichkeit getragen und dadurch noch weit mehr Menschen neugierig gemacht?

    Ich erfuhr übrigens erst davon als ich hier las, das die Party verboten ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt

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