Guten Morgen Bodensee!

Kolumne aus der Flachwasserzone

Heute starten wir in eine neue Woche voll großer Herausforderungen und Hoffnungen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat herausgefunden, dass die Mittelschicht schrumpft und viele, die bisher noch glaubten, sicher im Sattel zu sitzen, zu tiefst verunsichert sind. Mittlerweile dürften aber wenigstens die Fußball-Fans wieder sehr gut aufgestellt sein, da sie am Wochenende sicher mehr Zeit als ursprünglich erhofft hatten, sich die WM-Spiele in voller Länge im Fernsehen anzuschauen. Outdoor-Konkurrenzveranstaltungen oder Ablenkungen durch paralleles Grillen gab es ja kaum…

Die deutsche Mannschaft hat am Mittwoch gegen Ghana ihr erstes Endspiel, und auch wir besitzen inzwischen eine Deutschland-Fahne, die wir in der Konstanzer Altstadt aus dem Fenster hängen lassen könnten, wenn es nicht zu nass ist. Vielleicht sind die Farben aber auch wasserfest. Heute soll es wettermäßig übrigens erst einmal in etwa so weiter gehen: Viele Wolken, erste Aufhellungen, nicht mehr ganz nass und 16 Grad. Sieht so der Sommer 2010 aus? Für einen Espresso im Straßencafé könnte es reichen.

Nicht vorenthalten möchten wir unseren Usern heute ansonsten die Nachricht, dass vom Planschen im flachen Wasser am Bodensee momentan keine Rede mehr sein kann. Mehrere Bodenseezuflüsse haben am Samstag die Hochwassermarke erreicht. Der Bodenseepegel in Konstanz ist deswegen zwar auch gestiegen liegt aber noch weit unter der Hochwassermarke. Wer ein Bodenseeschifferpatent besitzt und gern Mal Richtung Gohren in den Obersee segelt, sollte aber auf Treibholz aufpassen. Das schwimmt nach heftigem Regen und Unwettern regelmäßig im See, auch wenn die Wasserschutzpolizei bisher noch nicht explizit gewarnt hat.

Schreiben dürfen wir seit dem Wochenende auch, dass das neue Fahrgastschiff auf dem Bodensee. „MS Überlingen“ heißt. Wir haben ja bereits ausführlich vom neuen Schiff geschwärmt. Offenbar war unser Beitrag einigen Besuchern unserer Seite sogar fast zu euphorisch. Solche Vorwürfe weisen wir aber selbstverständlich zurück. Wer uns nicht glaubt, sollte unbedingt selbst einmal auf dem Überlinger See schippern. An Bord der „Überlingen“ gibt es keine schmalen Treppenaufgänge mehr und die Fahrgasträume haben auch nichts mehr vom Charme eines älteren Straßenbahnwaggons aus den 30-er Jahren. Das neue Flaggschiff der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) mutet eher wie eine Yacht oder mindestens wie ein Fahrgastschiff des 21. Jahrhunderts an als es an ein 0-8/15 Kursschiff erinnert.

Klartext geredet wird heute übrigens im Konstanzer Kreistag. Es geht um die Kliniken im Kreis Konstanz. Das vom Kreis in Auftrag gegebene Gutachten liegt vor, das Aufschluss darüber geben könnte, wie es mit den Krankenhäusern weitergehen kann. Was passiert in Singen? Was in Konstanz? Die öffentliche Sitzung beginnt um 14.30 Uhr im Landratsamt am Benediktinerplatz.

Wer einen Blog über Fußball lesen will, könnte mal http://www.volk-ohne-raumdeckung.de/ anklicken. Aber schauen Sie anschließend unbedingt auch wieder bei uns vorbei, damit Sie bloß nichts verpassen.

Starten Sie gut in die neue Woche!

Waltraud Kässer

Ein Kommentar to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. dk
    21. Juni 2010 at 08:50 #

    ### die Mittelschicht schrumpft und viele, die bisher noch glaubten, sicher im Sattel zu sitzen, zu tiefst verunsichert sind.
    —————————————-
    Man träumt von einer Holzhütte an einem kleinen ruhigen See, von dessen Mitte man jederzeit wieder zum Ufer schwimmen und jederzeit umjoggen kann.

    Ihr Beitrag über „komplizierte (DSL-)Verhältnisse in ÜB“ mit dem Segeltörn auf dem Bodensee öffnete die Augen: zum Glück ist Ihr Schiff nicht untergegangen und die meisten Insassen konnten schwimmen bzw. konnten gerettet werden.

    Am Wochenende habe ich einige Städte nach DSL überprüft: DSL 50000 ist eher in Ballungszentrum oder z.B. als T-City in FN zu haben; DSL 16000 nicht nur in KN, RZ und Singen, sondern eher weit verbreitet, sogar in (kleineren) Städten.

    Ärgerlich ist es gewesen, dass man bei DSL-Anbieter erst PLZ, Vorwahl, Strasse (beliebig) eingeben musste, um ein Ergebnis der DSL-Möglichkeiten zu erhalten.
    Ein Investor dürfte längere Zeit suchen, bis er sämtliche Städte in BW bzw. D geprüft hat: die Anbieter könnten eine grobe Übersicht vorschalten, bevor man sich in die detaillierte Strassen-Suche vertieft.

    Für den Normal-User und Kleinbetriebe scheint DSL 16000 ausreichend.
    Man muss nicht lange grosse Videos übers Internet „ruckelfrei (DSL 50000)“ am PC anschauen; schon gar nicht bei Bagatell-Kündigungen.

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.