Hagnaus Bürgermeister Simon Blümcke will Taxi-Mord Hinterbliebenen helfen

Nach Taxi-Mord am Bodensee: Spenden kamen aus ganz Deutschland

Hagnau. Ende dieser Woche wollte der Konstanzer Rechtsanwalt Klaus Frank einen ersten Blick in die Taximord-Akte werfen. Der Pflichtverteidiger sagte, es gebe Hinweise darauf, dass der mutmaßliche Taxi-Mörder, ein Russland-Deutscher, psychisch krank sei. In den Fokus geraten wird, sobald die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt, der mutmaßliche Täter. Vielleicht ist das aber auch gut so: Weniger auskunftsfreudig zeigt sich denn auich Hagnaus Bürgermeister Simon Blümcke. Er verwaltet eines der beiden Spendenkonten, die nach den Verbrechen in Singen und in Hagnau eingerichtet worden sind.

Spendenbereitschaft nach den Verbrechen

Die Spenden sollten der bei dem Unfall in Singen schwerverletzten Taxifahrerin und den Kindern der ermordeten Taxifahrerin aus Friedrichshafen zugute kommen. Der Singener Oberbürgermeister Oliver Ehret wollte nach den Verbrechen in Singen die Spendenbereitschaft der Bevölkerung unterstützen. Die Sparkasse Singen-Radolfzell legte damals einen Grundstock und 1000 Euro auf das Konto ein. Auch die Gemeinde Hagnau und die Stadt Friedrichshafen eröffneten nach dem Taxi-Mord im Bodenseekreis ein Spendenkonto. Die Stadt Friedrichshafen hatte 5000 Euro und die Gemeinde Hagnau 1500 Euro zur Verfügung gestellt. Das Geld sollte den Kindern der alleinerziehenden Mutter zugute kommen.

Kein üppiger Betrag für zwei Kinder

„Ich möchte der Familie und insbesondere den beiden Kindern jede weitere Belastung ersparen“, so Bürgermeister Simon Blümcke. „Deshalb bin ich hier sehr wortkarg.“ Auskunft darüber wie viel Geld auf dem Konto eingegangen ist, wollte er nicht geben. Er sagte nur so viel: Zahlreiche größere und kleinere Spenden seien eingegangen. „Kein Geld ersetzt aber keine Mutter und im Vergleich zu einer durchschnittlichen Lebensversicherung ist der Betrag für zwei Kinder nicht üppig“, so Blümcke. Unter den Spendern waren der Rotary Club Überlingen, die Taxi-Stiftung sowie Menschen aus der Region und ganz Deutschland. „Allen Spendern im Namen von OB Brand und mir ein herzliches Dankeschön – auch im Namen der Familie“, sagte Blümcke. Das Geld werde treuhänderisch im Einvernehmen aller Beteiligter verwaltet. „Es wurden schon Dinge damit für die beiden Kinder bewirkt. Vor allem aber die weitere Ausbildung und der Übergang in einen Beruf soll damit gewährleistet sein“, so der Hagnauer Bürgermeister.

Spenden unter dem Stichwort „Opferhilfe Taxi-Verbrechen-Bodensee“ können Spender auch weiterhin auf das Konto 24 98 44 11 der Gemeinde Hagnau bei der Sparkasse Bodensee, BLZ 690 50001, einzahlen. Das Geld kommt den Kindern der ermordeten Taxifahrerin zugute.

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