Heftige Regenfälle und Überflutungen: Finanzämter helfen Betroffnenen

Überschwemmter Campingplatz im BodenseekreisBodenseekreis. Die Landesregierung wird Opfern des Hochwassers steuerliche Hilfenanbieten, einen Hilfsfonds gibt es aber nicht. Das erklärte Frank Kupferschmidt, Sprecher des Finanzministeriums. Nach Heftige Regenfälle und Überflutungen hatten sich Opfer der Fluten ans Land gewandt. 

Campingplatz in Salem betroffen

Große Sachschäden hatte nach Mitteilung der Feuerwehr im Bodenseekreis zum Beispiel ein über die Ufer getretener Bach auf dem Areal eines Campingplatzes in Salem-Neufrach verursacht. Eine größere Anzahl von Campinganhängern, Autos und Wohnmobilen standen bis zu 1,10 Meter hoch unter Wasser. Die mobilen Unterkünfte von rund 20 Campern waren so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass die Betroffen in der Turnhalle der Neufracher Schule untergebracht werden mussten.

Finanzämter sollen helfen

Finanzminister Nils Schmid verspricht: „Finanzämter werden betroffene Bürgerinnen und Bürger, Betriebe und Landwirte unterstützen“ Der Minister hat die Finanzämter angewiesen, „steuerliche Hilfsmaßnahmen“ zugunsten der von Überflutungen betroffenen Bürgerinnen und Bürger, Betriebe und Landwirte auszuschöpfen. Die Betroffenen könnten sich an ihre zuständigen Finanzämter wenden und sollen dort weitere Informationen über alle möglichen Billigkeitsmaßnahmen erhalten. „Die Finanzämter werden so schnell und unbürokratisch wie möglich helfen,“ erklärte Schmid heute in Stuttgart.

Ämter stunden und senken Vorauszahlungen

Im Einzelnen umfasst die Hilfe Maßnahmen wie eine erleichterte zinslose Stundung von bereits fälligen Steuerforderungen sowie die Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer. Darüber hinaus gewähren die Finanzämter in begründeten Fällen Vollstreckungsaufschub, ohne dass Säumniszuschläge anfallen. Zudem können die Kosten für die Wiederbepflanzung von landwirtschaftlich genutzten Flächen als sofort abziehbare Betriebsausgaben anerkannt werden, soweit dadurch keine Wertsteigerung des Grundstücks eintritt.

Schwere Schäden an vielen Orten

„Die heftigen Regenfälle haben in weiten Teilen Baden-Württembergs zu schweren Schäden geführt, die nicht nur für Betriebe existenzbedrohend sein können. Daher müssen wir im steuerlichen Verfahren so weit wie möglich Rücksicht auf die Betroffenen nehmen“, sagte Schmid.

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