Heute Montag informiert Konstanzer Uni-Rektor über Asbest

Appell an Studierende in den großen Hörsälen an Veranstaltung teilzunehmen – Bibliothek, Bauamt und Gesundheitsamt geben Auskunft

Heute informiert Unirektor über AsbestbelastungKonstanz . Am heutigen Montag, 8. November, wendet sich der Rektor Ulrich Rüdiger live und per Videoübertragung wegen der Asbestbelastung der Universitätsbibliothek an die Studierenden. Die Studenten erfahren, wie es in den kommenden Wochen weitergehen soll, wie sie weiterarbeiten und sich auf Prüfungen vorbereiten können. Die sonst 24 Stunden täglich geöffnete Unibibliothek bleibt mehrere Wochen geschlossen. Ein Thema dürften auch gesundheitliche Risiken sein.

Montagmorgen äußert sich der Rektor

Beginn der Info-Veranstaltung ist um 10 Uhr in allen A-Hörsälen. Der Rektor spricht im Audimax. In die größten Hörsäle  A 701 – 703 wird seine Ansprache per Video übertragen. Zu der Informationsveranstaltung des Rektors und von Ansprechpartnern aus verschiedenen Bereichen – unter anderem Bibliothek, Bauamt, Gesundheitsamt – sollen alle Studenten kommen. „Wir bitten Sie, an dieser Veranstaltung teilzunehmen“, appelliert die Uni. “ Wir werden Sie im Rahmen dieser Veranstaltung umfassend über die Schließung der Bibliothek und die weiteren Planungsschritte informieren, darüber hinaus werden alle Ansprechpartner zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung stehen.“

Krebsrisiko nur beim Einatmen

Beim Umgang mit Asbest und dem Bearbeiten asbesthaltiger Materialien werden Asbestfasern freigesetzt. Mit einer Faserlänge von größer 5 μm und einem Durchmesser von max. 3 μm gelangen Asbestfasern in die Alveolen der Lunge und können schon bei geringer Belastung die so genannteAsbestose auslösen. Das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken ist erhöht. Bei Rauchern das Lungenkrebsrisiko bei Asbestbelastung etwa 10 mal größer als bei Nichtrauchern. Gesundheitsschädlich ist nur das Einatmen der Asbestfasern, die natürlich oder durch Abrieb oder Verwitterung freigesetzt werden. Asbestzement (wichtigster Handelsname Eternit) ist auch heute noch in sehr vielen Gebäuden verbaut und bleibt bei unterbleibender mechanischer Bearbeitung und in intakter Form (das heißt ohne Verwitterung) weitgehend ungefährlich. In den Luft der Unibibliothek ist nach Auskunft von Landratsamt und Universität kein Asbest gemessen worden. Der krebserregende Stoff befand sich aber auf Gegenständen. Bei Messungen während Sanierungsarbeiten wurde das Asbest entdeckt – in der Raumluft sei keine krebserregndes Asbest nachgewiesen worden.

Foto: Michael Latz Uni Konstanz

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