Heute stellt der OB die Publikumsfrage

Schon mehr als 6000 Konstanzer haben per Briefwahl abgestimmt

Konstanz (wak) Heute ist es so weit. Der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank stellt die Publikumsfrage. Abstimmen dürfen alle.  Bis 18 Uhr haben die Konstanzer Zeit, über die Frage KKH ja oder nein abzustimmen. Weit über 6000 Wahlberechtigte haben bereits per Briefwahl gewählt.  Wer seine Wahlbenachrichtigung verloren oder nicht bekommen hat, kann im Wahllokal seines Bezirks auch so abstimmen. Mitbringen müssen die Wähler ohne Wahlschein nur ihren Ausweis.  

Beim Bürgerentscheid heute am 21. März stimmen die Konstanzer über ein Konzert- und Kongresshaus auf Klein Venedig ab. Sie tun es zum zweiten Mal. Beim ersten Bürgerentscheid 2003 sagte eine Mehrheit nein. Das Quorum von damals noch 30 Prozent wurde aber verfehlt. Er zählte deshalb nicht. Heute liegt es nur noch bei 25 Prozent. Das heißt, es braucht 25 Prozent oder – in absoluten Zahlen – 15.000 Nein-Stimmen, um das Projekt zu verhindern. Stimmen 25 Prozent der Wahlberechtigten mit ja, wäre der Weg für das KKH frei. Mehr als 6.000 Wahlberechtigte haben Briefwahlunterlagen angefordert und bereits gewählt, was auf eine höhere Wahlbeteiligung als beim Bürgerentscheid von 2003 hindeutet.

Die Ja-Sager und die Nein-Sager

Der OB stellt heute nach 2003 zum zweiten Mal die Publikumsfrage. Im Gemeinderat haben die Befürworter eine Mehrheit: Nur die SPD, die Linke Liste, Teile der Grünen und Klaus Frank von Frank & Freie lehnen das KKH ab. CDU, Freie Wähler, FDP, Neue Linie und Teile der Grünen sind für das Konzerthaus. Sollten beim Bürgerentscheid die Ja-Sager in der Mehrheit sein oder bei einer Mehrheit für die Nein-Sager das Quorum verfehlt werden, kann die Stadt das KKH bauen. Wer Recht hat, welche Argumente für oder gegen das Prestigeprojekt stichhaltig oder grottenfalsch sind, vermögen Wählerinnen und Wähler nach Wochen des Wahlkampfes schier nicht mehr zu beurteilen. Gestritten wurde über den Standort, den Verkehr und die Finanzen.

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