Hier steckt Bionik drin

Gemeinsamer Lehrpfad von Universität Konstanz und Bodensee-Naturmuseum

Konstanz (wak) Das Bodensee-Naturmuseum und die Universität Konstanz mit ihrem Botanischen Garten und der Biologischen Lehrsammlung zeigen „Bionik“. Zu sehen sind Vorbilder in der Natur, die Menschen nachahmen.

Von Klettverschlüssen und Haihaut-Taucheranzügen

Seit jeher ahmt der Mensch die Prinzipien der Natur nach und nutzt sie zu seinem Vorteil. „Bionik“ ist das Fachwort für die Entschlüsselung jener Erfindungen der Natur, wenn Mechanismen und Konstruktionen aus dem Reich der Biologie bewusst in der Technik nachempfunden werden. Schmutzabweisende Oberflächen, Klettverschlüsse und der Haihaut-Taucheranzug wären ohne die Vorbilder aus der Natur nicht entwickelt worden – doch nur selten ist den vielfältigen Techniken im Alltag auch anzusehen, was in ihnen steckt.

Bewusstsein für Bionik schärfen

Das Bodensee-Naturmuseum und die Universität Konstanz wollen nun gemeinsam das Bewusstsein für Bionik schärfen. Sie stellen ein reichhaltiges Spektrum an bionischen Vorbildern im Botanischen Garten und der Biologischen Lehrsammlung der Universität Konstanz sowie im städtischen Bodensee-Naturmuseum aus.

Spannend auch für Schüler

„Hier steckt Bionik drin“ – ein Button mit dieser Aufschrift wird künftig an allen drei Ausstellungsorten die lebenden oder präparierten Vorbilder für bionische Technik kennzeichnen. Eigens entwickelte Unterrichtsmodule richten sich insbesondere an Lehrpersonal der Grundschulen und weiterführenden Schulen, bieten aber auch interessierten Erwachsenen reichhaltige Informationen. Einzelheiten zu den Exponaten sind im Internet unter http://www.uni-konstanz.de/bionik zu erfahren.

Auftakt am Sonntag

Die Auftaktveranstaltung dieses gemeinsamen Lehrpfads der Universität Konstanz und des Bodensee-Naturmuseums findet am 7. März 2010 im Botanischen Garten der Universität statt. Biologiestudent Alexander Schönborn, der die Thematik federführend aufgearbeitet hat, führt im Botanischen Garten in das Thema ein und demonstriert Beispiele aus dem Pflanzenreich. Den Besuchern ist ein hautnaher Eindruck garantiert; es darf mitprobiert und mitgemessen werden. Die kostenlosen Veranstaltungen beginnen um 10 Uhr und 11.30 Uhr. „Sie sind familienfreundlich gestaltet und besonders für Kinder von sieben bis zwölf Jahren geeignet“, heißt es in einer Mitteilung der Universität Konstanz. Parallel dazu werden allgemeine Führungen durch die Gewächshäuser auf Nachfrage angeboten.

Foto: Jochen Staudacher Universität Konstanz

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.