Hilmar Woernle: Konstanzer Flohmarkt ist und war sicher

Neues Sicherheitskonzept beim grenzüberschreitenden Flohmarkt – Obere Laube teilweise frei von Ständen

Konstanz. Der grenzüberschreitende Konstanzer Flohmarkt, zu dem am 2. und 3. Juli, voraussichtlich wieder bis zu 100.000 Händler und Besucher an den Bodensee kommen, ist sicher. Das verspricht Hilmar Woernle, Geschäftsführer des Konstanzer Stadtmarketings. Nach der Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg mit 21 Toten und 500 Verletzten im vergangenen Sommer und dem Konstanzer Altstadtbrand am 23. Dezember stand das Sicherheitskonzept auf dem Prüfstand.

Seit zehn Jahren Flohmarkt in Konstanz

Zeitweise hatte Hilmar Woernle tiefe Sorgenfalten im Gesicht. „Den Flohmarkt gibt es seit zehn Jahren- wir wissen, was wir tun“, so der Stadtmarketinggeschäftsführer. Doch Bürgeramt, Feuerwehr und Polizei fragten dieses Mal besonders hartnäckig nach und zeigten sich unnachgiebig. Es gibt einen Notfallplan. Alle denkbaren Szenarien seien durchgespielt: „Was passiert, wenn…“, so Woernle. Der Stadtmarketinggeschäftsführer macht keinen Hehl daraus, dass er nicht immer für alle Sicherheitsvorkehrungen, die bei Großveranstaltungen getroffen werden, Verständnis hat – nicht gegen alle Lebensrisiken gebe es eine Absicherung.

Alle denkbaren Ereignisse durchgespielt

Trotzdem haben sich die Flohmarkt-Veranstalter mit Fragen beschäftigt wie: Was passiert, wenn ein Kind entführt wird? Was passiert, wenn ein Kind ins Wasser fällt? Was passiert, wenn ein Besucher im Gedränge einen Herzinfarkt erleidet? Was passiert, wenn es an der Laube brennt? Was passiert, wenn es an der Hochschule oder bei der Handwerkskammer brennt? Was passiert im Falle einer Massenpanik? Das sei der jetzige Stand.

Riesige Nachfrage nach Standflächen

Der Ansturm wird auch in diesem Jahr wieder gewaltig sein. Auf die Frage, wie viele Besucher er erwarte, sagte Woernle, die Besucher seien noch nie gezählt worden. Es gebe keine Eingangskontrollen. Woernle sagte, es seien aber in jedem Jahr „genug“. Schon jetzt neigen sich die verfügbaren Standflächen dem Ende zu. „Innerhalb eines Monats hatten wir noch nie derart viele Standflächen vergeben“, berichtet Alexandra Becker vom Stadtmarketing Konstanz. Lediglich auf den Abschnitten Winterersteig und Webersteig sowie auf der Kreuzlinger Straße sind noch Flächen verfügbar. Die Standflächen werden ausschließlich per Vorreservierung vergeben.

Obere Laube bleibt teilweise frei

Infolge der überarbeiteten Sicherheitskonzeption werden insgesamt weniger Stände vergeben. Hilmar Woernle spricht von 80 bis 100 Ständen weniger. An der Laube, wo Teile der Oberen Laube in diesem Jahr freigehalten werden, fehlen den Trödlern 300 Meter. Das verringere die Einnahmen um ein paar Tausend Euro, so Woernle. Nach dem verheerenden Altstadtbrand sei es zwar nicht sehr wahrscheinlich, dass es ausgerechnet am 2. und 3. Juli in der ehemaligen Paulskirche im K9 oder im Büro des Stadtmarketings brenne. Die Stadt habe sich aber auf alle Eventualitäten eingestellt. Woernle redet von einer „hohen Sensibilität“. Auf dem Seerhein patroullieren ein DLRG- und erstmals auch ein Feuerwehrboot, das einen Löschangriff starten könnte. Im Einsatz sind beim Flohmarkt etwa 400 Helfer, die Kuchen verkaufen oder für Sicherheit sorgen.

Spezialmärkte für Sammler

Erstmalig wird es beim Flohmarktes auch eine Münz- und Briefmarkenausstellung in der Handwerkskammer am Webersteig geben. Auch Freunde von Schallplatten können sich freuen: Ein spezieller „Vinylmarkt“ wird das Flohmarkttreiben bereichern. Und wie schon im Vorjahr wird auch wieder der erfolgreiche Modellauto- und -eisenbahnmarkt im Bürgersaal stattfinden. Mit diesen Spezialmärkten sollen die vielen Sammler angesprochen werden, die gezielt nach ganz bestimmten Warensortimenten Ausschau halten.

Flohmarktgottesdienst am Flohmarktsonntag

In der Lutherkirche wird am Flohmarktsonntag ein Flohmarktgottesdienst für Flohmarktverkäufer und -besucher gefeiert. Auf dem Vorplatz der Lutherkirche wird zudem ein spezieller Marktbereich für Selbstgemachtes eingerichtet. Auch hierfür können die Standflächen beim Stadtmarketing Konstanz reserviert werden.

Einzigartige Atmosphäre in Konstanz

Aufgrund seiner Lage direkt am Wasser und inmitten der Innenstadt gilt der Konstanzer Flohmarkt als einer der schönsten Flohmärkte Europas und zieht Besucher aus zahlreichen Ländern an. Internationale Magazine wie das „National Geographic“ haben bereits ausführlich darüber berichtet. Das Frauenmagazin Brigitte nennt den Konstanzer Flohmarkt gar einen Geheimtipp. So soll es auch bleiben. Hilmar Woernle verspricht: „Der Konstanzer Flohmarkt ist und war sicher.“

Weitere Informationen zum Flohmarkt unter +49 (0)7531-28248-21 per E-Mail an becker@stadtmarketing.konstanz.de sowie im Internet auf www.flohmarkt-konstanz.de.

Ein Kommentar to “Hilmar Woernle: Konstanzer Flohmarkt ist und war sicher”

  1. Welches ist der zweite Vornam
    19. Februar 2011 at 16:09 #

    „den Flohmarkt gibt es seit 10 Jahren“. Seit 10 Jahren veranstaltet ihn das Stadtmarketing. Einen Flohmarkt gab es schon vorher. Wie üblich: Andere Ideen klauen und nichts selbst auf die Reihe bringen. Aber auf der Webseite viel heiße Luft produzieren. Ach so: Die Oldtimerrally. Wow!

    Und deshalb haben wir ein Stadtmarketing? Dieser wichtigtuerische Selbstdarsteller passt zur Wirtschaftsförderung. Genauso unnütz.

    „gilt der Konstanzer Flohmarkt als einer der schönsten Flohmärkte Europas“. Typisch KN-mäßige Selbstüberschätzung u. Selbstbeweihräucherung. Der Flohmarkt ist groß. Na und? Aber es gibt noch größere und charmvollere Flohmärkte. Konstanz ist ja anscheinend in allen Dingen „einzigartig“. Großkotzerei und nichts dahinter. Läge die Stadt nicht am See, würde sich für dieses Kaff niemand interessieren.

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