Hoffmann gegen Lehmann: Wind weht Grünen auch in Konstanz hart ins Gesicht

Andreas Hoffmann (CDU): Lehmann-Kritik am Modernisierungsprogramm für die Seehas-Haltepunkte ist fragwürdig

Andreas Hoffmann widersprichtKonstanz. Seit die Grünen in Umfragen zu den Volksparteien CDU und SPD aufgeschlossen haben, weht ihnen ein rauer Wind ins Gesicht. Politische Gegner lassen ihnen nichts mehr durchgehen. Kein Wunder, dass da auch der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Hoffmann eine Behauptung des Grünen Abgeordneten Siegfried Lehmann nicht unwidersprochen lässt. Wieder einmal geht es um die Bahn – genauer um Bahnsteige.

Vorwurf: Grüne nicht konstruktiv

Und täglich grüßt das Murmeltier – frei nach dem bekannten Kinofilm zeigt der grünen MdL Lehmann stets die gleichen Reflexe. Andere kümmern sich um die konstruktive Lösung von Problemen, wie am Beispiel der anstehenden Bahnhofssanierungen im Schulterschluss die Gemeinden, das Land und die DB und wie immer folgt nach getaner Vor-Arbeit reflexartig eine Kritik aus grünem Munde.

Hoffmann legt Zahlen und Fakten auf den Tisch

Noch bevor es gelungen ist, das Bahnhofmodernisierungsprogramm B-W aufzulegen und unsere komplette Seehas-Strecke an die 1.Stelle dieses landesweiten Programms zu setzen erfolgte eine Vorabsprache mit den Kommunen in der Region, die bereit waren, eine angemessene Mitfinanzierung zu leisten, da Bahnhöfe und Bahnhaltepunkte schlicht auch nicht nur für die Abwicklung des Bahnverkehrs da sind, sondern auch einen Ort mitprägen. Deshalb und damit wir nicht noch weitere Jahre auf eine Sanierung maroder Haltestellen warten müssen, ist eine Beteiligung der Kommunen an den Kosten von Planung und Bau vorgesehen.

Die Hauptfinanzlast des Programms (Bauwert nur für die Seehas-Haltepunkte und Bahnhöfe im Landkreis Konstanz 7,4 Mio Euro) stemmen die DB ( 65 Mio ) und das Land (30 Mio). Die DB gibt ihre Mittel für Bahnhofssanierungen der nächsten 10 Jahre vollumfänglich in diesen gemeinsamen Finanzierungstopf, der die Sanierung von insgesamt 66 Projekten – inklusive aller unserer Seehas-Haltestellen – im ganzen Land möglich macht und Investitionen von rund 118 Mio Euro auslöst.

Zweifel an (Doppel)rolle Lehmanns

Wirklich ins Zweifeln über die Seriosität der Lehmann-Kritik kann man allerdings geraten, wenn man berücksichtigt, dass er als Radolfzeller Stadtrat das wichtige Radolfzeller Groß-Projekt „Stadt-Bahn-See“ mitträgt, an dem sich die von ihm gescholtene Deutsche Bahn ja in erheblichem Umfang – aus den von Lehmann kritisierten DB-Gewinnen – in Millionenhöhe beteiligen soll. Dieses Projekt ist für Radolfzell aus städtebaulicher Sicht richtig und wichtig, bietet aber für die DB keinerlei verkehrlichen Mehrwert und trotzdem macht die DB mit. Hier kritisiert er nicht, dass sich die DB, die Stadt, mit Beteiligung des Landes in Millionenhöhe am Radolfzeller Bahnhof engagieren. Weshalb misst er hier mit zweierlei Maß, wenn es um die Seehas-Haltepunkte in den Ortsteilen geht? Es bleibt jedem unbenommen, sich seine Gedanken dazu zu machen.

2 Kommentare to “Hoffmann gegen Lehmann: Wind weht Grünen auch in Konstanz hart ins Gesicht”

  1. Bruno Neidhart
    3. November 2010 at 11:07 #

    Es macht absolut keinen Sinn, wenn sich die Parteien im „Vormärz der Wahl 2010“ da streiten, wo es um die Verbesserung der allgemeinen Verkehrsbedingungen im Landkreis geht. Wo soll dann noch zusammen gearbeitet wenn nicht da, wo es die Öffentlichkeit ganz besonders betrifft? Lasst doch mal das Parteibuch zu Hause, sprecht miteinander, sucht eine sinnvolle Lösung für die Bevölkerung im westlichen Bodenseegebiet. „Kriegsbeile ausgraben“ hat in manchen politischen Sachgebieten seinen Sinn – hier bestimmt nicht!

  2. Patrick Brauns
    3. November 2010 at 12:29 #

    Na, die Grünen haben schon mehr Stürme überstanden als die Winde, die jetzt von der CDU kommen, wenn sie merkt, dass ihr das Dauerabonnement auf die Landesregierung wohl gekündigt wird …

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