„Ich brauch's nicht interpretieren“

Feuerwerksverbot in der Neujahrsnacht

feuerwehr ausschnitt  Neues BildÜberlingen (wak) Das Verbot, pyrotechnische Gegenstände in der Nähe von Fachwerkhäusern abzubrennen, gilt. „Ich brauch’s nicht interpretieren“, sagt Christian Gorber, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands Bodenseekreis. „Es ist Gesetz.“ Ob mit dem neuen Verbot, Silvesterraketen in Altstadtbereichen mit Fachwerkhäusern abzuschießen, alle Gefahr gebannt sind, sei aber zumindest fraglich, sagte der Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands.

Wenn eine Rakete gelbe Säcke trifft

„Ich habe da so meine Zweifel“, erklärte Christian Gorber. Die Änderung der ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz sagt nicht über die Knallerei vor anderen Wohn- und Geschäftshäusern. „Häufig werden wir zu ganz anderen Einsätzen gerufen“, so Gorber. Er denkt dabei zum Beispiel an das Löschen brennender gelber Säcke auf einem Balkon, die in der Neujahrsnacht von einer verirrten Silvesterrakete getroffen wurden und Feuer fingen.

Hohe Brandlasten in Altstädten

In den vergangen Jahren ist die Überlinger Altstadt an Silvester von Bränden verschont geblieben, sagte Gorber. Andere Städte hatten da weniger Glück. Immer wieder mussten Wehren – wie zuletzt in der Neujahrsnacht in Tübingen – zu verheerenden Altstadtbränden ausrücken. Die Überlinger Feuerwehr sei „nur“ wegen einer brennenden trockenen Hecke oder einer brennenden Garage alarmiert worden. „Ein Altstadtbrand ist aber immer ein Schreckgespenst“, sagte der Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands. Die Brandlasten in Altstädten seien hoch.

Brandschutzmauern fehlen

Der Klassiker sei ein nicht ausgebauter Speicher mit Lagergut. Wenn sich da eine Rakete durch eine offene Luke verirre, sei die Gefahr groß. Grober, der als Diplom-Sachverständiger(DIA) ein Sachverständigenbüro für Immobilienbewertung in Überlingen betreibt, kennt gleich einige Altstadthäuser in der Region aufgrund seiner beruflichen Arbeit. Noch immer gebe es Häuser, deren Dachböden nicht durch eine Brandschutzmauer getrennt sind, sagte er. Was das im Fall eines Dachgeschossbrands bedeutet, können sich nicht nur Feuerwehrmänner leicht ausmalen.

50 Überlinger Feuerwehrmänner feiern auf Abruf

Etwa 50 Feuerwehrmänner wissen allein in Überlingen schon jetzt, dass sie an Silvester mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder ausrücken müssen. „Es passiert immer etwas“, so Gorber. Etwa 25 bis 30 Freiwillige Feuerwehrmänner gehören dem ersten Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Überlingen an. 21 braucht es, damit alle Feuerwehrautos voll besetzt sind und ein Zug zum Brandort fahren kann. Deswegen werden voraussichtlich auch an Silvester im Falle eines Einsatzes – zumindest wenn es auch um Menschenrettung geht – gleich zwei Löschzüge alarmiert.

So ein Blödsinn

Während für den Kreisfeuerwehrverband im Bodenseekreis alles klar zu sein scheint und der Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands erklärte, die Aufgabe der Feuerwehr sei die Bekämpfung von Bränden und die Umsetzung der Änderung der ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz sei Sache der Ordnungsämter, versucht sich der Konstanzer Stadtbrandmeister Klaus-Dieter Quintus derzeit noch mit Interpretationen: Er ließ sich diese Woche mit dem Satz zitieren, die Gesetzeslage sei noch nicht eindeutig. Wörtlich zitiert ihn die Konstanzer Lokalzeitung zum Thema Verbot von Silvesterfeuerwerken mit dem Satz: „Ich halte das für einen Blödsinn.“ So viel zum vorsorglichen Brandschutz in der Konstanzer Altstadt. Na dann, eine fröhliche Silvesterknallerei und Wasser Marsch, Herr Stadtbrandmeister Quintus.

Feuerwerksverbot in der Neujahrsnacht

„Ich brauch’s nicht interpretieren“

Überlingen (wak) Das Verbot, pyrotechnische Gegenstände in der Nähe von Fachwerkhäusern abzubrennen, gilt. „Ich brauch’s nicht interpretieren“, sagt Christian Gorber, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands Bodenseekreis. „Es ist Gesetz.“ Ob mit dem neuen Verbot, Silvesterraketen in Altstadtbereichen mit Fachwerkhäusern abzuschießen, alle Gefahr gebannt sind, sei aber zumindest fraglich, sagte der Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands.

Wenn gelbe Säcke in Brand geraten

„Ich habe da so meine Zweifel“, erklärte Christian Gorber. Die Änderung der ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz sagt nicht über die Knallerei vor anderen Wohn- und Geschäftshäusern. „Häufig werden wir zu ganz anderen Einsätzen gerufen“, so Gorber. Er denkt dabei zum Beispiel an das Löschen brennender gelber Säcke auf einem Balkon, die in der Neujahrsnacht von einer verirrten Silvesterrakete getroffen wurden und Feuer fingen.

Hohe Brandlasten in Altstädten

In den vergangen Jahren ist die Überlinger Altstadt an Silvester von Bränden verschont geblieben, sagte Gorber. Andere Städte hatten da weniger Glück. Immer wieder mussten Wehren – wie zuletzt in der Neujahrsnacht in Tübingen – zu verheerenden Altstadtbränden ausrücken. Die Überlinger Feuerwehr sei „nur“ wegen einer brennenden trockenen Hecke oder einer brennenden Garage alarmiert worden. „Ein Altstadtbrand ist aber immer ein Schreckgespenst“, sagte der Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands. Die Brandlasten in Altstädten seien hoch.

Wenn Brandschutzmauern fehlen

Der Klassiker sei ein nicht ausgebauter Speicher mit Lagergut. Wenn sich da eine Rakete durch eine offene Luke verirre, sei die Gefahr groß. Grober, der als Diplom-Sachverständiger(DIA) ein Sachverständigenbüro für Immobilienbewertung in Überlingen betreibt, kennt gleich einige Altstadthäuser in der Region aufgrund seiner beruflichen Arbeit. Noch immer gebe es Häuser, deren Dachböden nicht durch eine Brandschutzmauer getrennt sind, sagte er. Was das im Fall eines Dachgeschossbrands bedeutet, können sich nicht nur Feuerwehrmänner leicht ausmalen.

50 Überlinger Feuerwehrmänner feiern auf Abruf

Etwa 50 Feuerwehrmänner wissen allein in Überlingen schon jetzt, dass sie an Silvester mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder ausrücken müssen. „Es passiert immer etwas“, so Gorber. Etwa 25 bis 30 Freiwillige Feuerwehrmänner gehören dem ersten Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Überlingen an. 21 braucht es, damit alle Feuerwehrautos voll besetzt sind und ein Zug zum Brandort fahren kann. Deswegen werden voraussichtlich auch an Silvester im Falle eines Einsatzes – zumindest wenn es auch um Menschenrettung geht – gleich zwei Löschzüge alarmiert.

Während für den Kreisfeuerwehrverband im Bodenseekreis alles klar zu sein scheint und der Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands erklärte, die Aufgabe der Feuerwehr sei die Bekämpfung von Bränden und die Umsetzung der Änderung der ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz sei Sache der Ordnungsämter, versucht sich der Konstanzer Stadtbrandmeister Klaus-Dieter Quintus derzeit noch mit Interpretationen: Er ließ sich diese Woche mit dem Satz zitieren, die Gesetzeslage sei noch nicht eindeutig. Wörtlich zitiert ihn die Konstanzer Lokalzeitung zum Thema Verbot von Silvesterfeuerwerken mit dem Satz: „Ich halte das für einen Blödsinn.“ So viel zum vorsorglichen Brandschutz in der Konstanzer Altstadt. Na dann, eine fröhliche Silvesterknallerei und Wasser Marsch, Herr Stadtbrandmeister Quintus.

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