IHK: Die Lage verbessert sich deutlich

Konjunktur-Trend in der Region

Ravensburg/Friedrichshafen (sig) Die Wirtschaft in der Region berappelt sich. Nach einer Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bodensee-Oberschwaben entwickelt sich die Situation zum Positiven.

Lage im Maschinenbau schon gut

„Die Lage ist gut, vor allem im Maschinenbau“, zieht der Hauptgeschäftsführer der IHK, Prof. Dr. Peter Jany, gegenüber see-online erste Erkenntnisse aus der Umfrage. Und: „Die Stimmung verbessert sich deutlich“. Die Hälfte der befragten Unternehmen geben der aktuellen Lage die Note „zufriedenstellend“. Im Januar war sie noch negativ beurteilt worden.

Erfreuliches von Außenwirtschaftsabteilung

Positive Signale sendet vor allem die Außenwirtschaftsabteilung der IHK Bodensee-Oberschwaben: Im März wurde wieder eine höhere Zahl an Auslandsdokumenten erstellt. Waren es im gesamten vergangenen Jahr 8000, sind es jetzt allein im März schon 1000. Wenn auch auf relativ niedrigem Niveau ist das für den IHK-Chef ein Zeichen für einen wieder brummenden Export. Und das stimmt ihn „sehr zuversichtlich“.

Einzelne Unternehmen noch skeptisch

Ganz so positiv beurteilt man die Lage in einzelnen Unternehmen (noch) nicht, wo man sich in den vergangenen Monate mit Kurzarbeit über die Runden gerettet hat und Aufträge in einem Umfang bis zu 50 Prozent weggebrochen waren. Zwar stimmt man der Beobachtung einer grundsätzlich positiven Tendenz zu, es sei tatsächlich Licht am Ende des Tunnels erkennbar, zum Jubeln bestehe allerdings noch kein Anlass, heißt es dort. Zulieferer der Automobilbranche am Bodensee etwa hoffen, dass es bei Unternehmen wie ZF in Friedrichshafen tatsächlich wieder aufwärts geht und sie selbst an deren besseren Auftragslage partizipieren können. Nach einem massiven Einbruch im vergangenen Jahr erwartet ZF im laufenden Jahr — trotz einer erst zögerlichen Erholung der Märkte – ein Umsatzwachstum von zehn Prozent.

Gute Nachrichten von der Arbeitsagentur

Die bessere Stimmung in den Unternehmen geht einher mit den Zahlen der Arbeitsagentur Ravensburg für Oberschwaben, deren Arbeitslosenquote sich im April auf 3,9 Prozent verbesserte, und damit landesweit nur noch vom Kreis Biberach (3,8 Prozent) getoppt wird. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit gesunken. 1280 Vermittlungsaufträge im April bedeuten 120 mehr als im März und 430 mehr als im Vergleichsmonat vor einem Jahr. Der Bestand an freien Arbeitsplätzen liebt bei über 3300. Gleichzeitig steigt die Kräftenachfrage.

Foto: IHK

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