Im Frühjahr fällt Entscheidung über Konstanzer Flugplatz

Video zeigt Impressionen vom Verkehrslandeplatz in Konstanz

Konstanz. In diesem Frühjahr fällt die Entscheidung über den Konstanzer Verkehrslandeplatz. Ursprünglich sollte sich der Gemeinderat schon im Januar mit dem Thema befassen. 2012 läuft der Pachtvertrag aus. Das Gelände am Konstanzer Stadtrand weckt Begehrlichkeiten. Alexander Fecker (CDU) macht keinen Hehl daraus, dass er den Flugplatz so wie die Flächen am Seetrein gern überplant sehen möchte, um ihn als Gewerbestandort vermarkten zu können. Wie schön das Fliegen ist, sagen andere. Peter Schottmüller, ein Mitflieger, mailte uns Atmosphärisches vom Konstanzer Flughafen.

Politik möchte Flugplatz nicht aufgeben

Im vergangenen Jahr hatten sich die Aufsichtsräte der Flughafengesellschaft Konstanz GmbH bereits mehrheitlich dafür ausgesprochen, den Konstanzer Verkehrslandeplatz erhalten. Auf der Rasenpiste beim Wollmatinger Ried sollen auch weiterhin Flieger starten und landen können. Ein längerfristiger Pachtvertrag könnte nach trostlosen Jahren endlich auch den Weg für neue Investitionen frei machen. Noch in diesem Frühjahr werden Stellschrauben neu gestellt und der Konstanzer Gemeinderat entscheidet über die Zukunft des Verkehrslandeplatzes in Konstanz.

Neuer Pachtvertrag eröffnet Chancen für Investitionen

Seit Jahren dümpelt der Konstanzer Flugplatz, auf dem Maschinen mit bis zu zwölf Personen an Bord starten und landen können, nur noch vor sich hin. Die Situation für ansässige Firmen und Vereine ist ungut. Zwar gibt es einen Pachtvertrag zwischen der Flughafengesellschaft Konstanz GmbH und der Stadt und die Flughafengesellschaft überweist jährlich eine Pacht. Doch der Vertrag ist jedes Jahr mit einer Frist von neuen Monaten kündbar. Diese unsichere rechtliche Situation ist Ursache dafür, dass in den vergangenen Jahren nicht mehr investiert worden ist.

Hier geht es zum Video mit Impressionen vom Konstanzer Flughafen.

Ein Kommentar to “Im Frühjahr fällt Entscheidung über Konstanzer Flugplatz”

  1. Bruno Neidhart
    11. Februar 2011 at 18:00 #

    Tradition hat dann einen Sinn, wenn damit positiv umgegangen wird, sich viele der Vergangenheit bewusst sind und entsprechend versuchen, die Zukunft weiter zu gestalten. Der Konstanzer Landeplatz ist bekanntlich über 100 Jahre alt und gilt als ältester im Südwesten Deutschlands. Er braucht jetzt eine Generalüberholung für die nächsten 10-20-30 Jahre und ein Profil, das ihn als eine wertvolle, auch touristisch attraktive Variante in die nicht gerade verwöhnte Konstanzer Verkehrserschliessung („letztes Zipfele“) ausweist. Dass ein solches Gelände immer Begehrlichkeiten bei Planern und Grundstücksvermarktern weckt, ist bekannt. Im Blick auf die „vereinigten Hüttenwerke“ im Westen der Stadt, wie sie in den vergangenen Jahren gewerbemässig entstanden sind, ist die weite grüne Fläche geradezu eine Erholung. Für einmal dürften auch politisch ökologisch Denkende an einem Fortbestand Interesse haben, zumal es, dem Ried vorgelagert, räumlichen (Flug-) Charme besitzt. Ein „Dafür“ stünde der Stadt für einmal gut an. Und etwas stolz auf eigene, stadtnahe Landerechte darf man in unserer modernen Zeit schon sein.

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