Internationale Vereinigung der Limnogeologen tagt in Konstanz

200 Wissenschaftler tauschen sich in Konstanz aus – Seenforscher arbeiten fächerübergreifend

Konstanz. Die  geographischen Lage und das wissenschaftlich attraktiven Umfelds sind die Hauptgründe dafür, dass der fünfte  Internationale Limnogeologische Kongress (ILIC V) an der Universität Konstanz am Bodensee ausgerichtet wird. Noch bis zum 3. September 2011 treffen sich hier rund 200 Teilnehmer, darunter zirka 80 Nachwuchswissenschaftler, aus 30 Ländern.

Junge Geowissenschaft

Die Limnogeologie ist eine junge Geowissenschaft. Sie agiert an der Schnittstelle zwischen naturwissenschaftlicher Grundlagenforschung und angewandter Forschung bis hin zu den Geisteswissenschaften. Limnogeologie umfasst die natürliche Klima- und Umweltgeschichte von der frühen Erdgeschichte bis zu den Auswirkungen von anthropogenen, von Menschen verursachten, Aktivitäten seit der Ur- und Frühgeschichte. Im Vordergrund der Tagung stehen Klima- und Umweltinformationen aus geographischen Schlüsselregionen, limnologische, geochemische, biologische und physikalische Prozesse in Seesystemen sowie anthropogene Einflüsse auf diese Systeme.

Forschen über Seen

Das Leitmotiv der International Association of Limnogeology (IAL), der Gründerin des Kongresses, ist der Umstand, dass Seen dynamische Systeme sind, die auf Umweltänderungen reagieren und diese in ihren Sedimenten archivieren. Die wissenschaftliche Zielsetzung der Veranstaltung ist das regelmäßige Zusammentreffen von Geowissenschaftlern und weiteren Naturwissenschaftlern sowie von Geisteswissenschaftlern, die alle für ihre Forschungsansätze moderne und fossile Seesysteme nutzen.

Wissenschaftler arbeiten fächerübergreifend

Nicht zuletzt die Verleihung des Status Unesco-Weltkulturerbe für die originalen Pfahlbaureste am Bodensee und an anderen Voralpenseen, wohin zwei eingeplante Exkursionen führen, unterstreicht die Bedeutung einer fächerübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Geologen, Archäologen, Limnologen und Paläobotanikern.

Der Kongress wird gemeinschaftlich von der TU Braunschweig, der Universität Konstanz und dem Institut für Seenforschung in Langenargen organisiert sowie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt.

Foto: Universität Konstanz

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