Jürgen Leipold: Akte Klein-Venedig endgültig schließen

SPD will Klein-Venedig als stadtnahes Naherholungsgebiet aufwerten

Konstanz (wak) Die SPD will keinen Phantombebauungsplan und auch keinen geänderten Flächennutzungsplan für das Gelände Klein-Venedig. Statt dessen solle sich die Stadtverwaltung Gedanken darüber machen, wie das seenahe Areal als Naherholungsgebiet aufgewertet werden könnte. Das forderte SPD-Fraktionschef Jürgen Leipold.

Veränderte politische Situation nach Bürgerentscheid

Zu den zahlreichen Gutachten und Plänen, die für das Kongresshaus auf Klein Venedig erstellt wurden, gehört ein Entwurf für einen Bebauungsplan und die Änderung des Flächennutzungsplans. Eine politische Grundlage für diese Pläne gebe es nicht mehr, nachdem die Bürger das Konzert- und Kongresshaus deutlich abgelehnt haben, sagt die SPD. Doch das laufende Bebauungsplanverfahren könnte jederzeit wieder aufgegriffen werden.

SPD stellte Antrag

Dies will die SPD-Fraktion im Gemeinderat verhindern. „Wir wollen kein schwebendes Verfahren,“ erläuterte der Fraktionsvorsitzende Jürgen Leipold. Die SPD habe daher beantragt, die Aufstellungsbeschlüsse und den Billigungsbeschlüsse für beide Verfahren aufzuheben. Der Gemeinderat soll darüber noch im April entscheiden.

Respekt vor Votum der Bürger gefordert

Der Respekt vor dem Votum der Bürger gebiete es, sämtliche einschlägige Planungen endgültig zu beenden und die „Akte Konzert- und Kongresshaus auf Klein-Venedig zu schließen“, so Leipold. Stattdessen erwartet die SPD in absehbarer Zeit Vorschläge der Verwaltung, Klein Venedig als Naherholungsgebiet aufzuwerten. Bisher liegt das Gelände brach, wird als Festplatz und Hundefreilaufplatz genutzt.

Foto: wak

Ein Kommentar to “Jürgen Leipold: Akte Klein-Venedig endgültig schließen”

  1. Fenedig
    9. April 2010 at 10:35 #

    Die Stadt wollte das hintere Gebiet Klein-Venedig mit ihren Plänen bekanntlich aufwerten. Das konnte man besonders Herrn Leipold als SPD-Frontmann nie vermitteln. Er hat sich in den vergangenen Jahren andererseits kaum als Brachenkümmerer profiliert, für das er sich nun zu outen versucht. Das Brachestück zwischen Bahnschiene und Seekante ist nun wieder im kommunalen Spielplan. Die urbane Leere bleibt somit weiter ein politisch attraktives Versuchsfeld mit Hang zu Turbulenzen. Sollten sich Bürgerinnen und Bürger wieder mit NEIN oder JA in allfällig Geplantes einbringen? Diese Verantwortung zu übernehmen als Konsequenz aus dem „Märzaufstand“ wäre eigentlich logisch. Ob dabei Zukunftsfähigeres herauskommen würde, stünde zwar wiederum in den Sternen, hätte jedoch immerhin urdemokratischen Charme. Dieser erweist sich allerdings bekanntlich nicht immer als trächtig!

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