Kein ungeklärtes Thermalwasser in den See

Geplantes Thermalbad Fischbach: Landratsamt erteilt wasserrechtliche Erlaubnis

Friedrichshafen (red) Das Landratsamt Bodenseekreis hat die Anträge auf wasserrechtliche Erlaubnis im Zusammenhang mit dem in Friedrichshafen-Fischbach geplanten Thermal- und Erlebnisbad genehmigt. „Die fachtechnischen Details zur Entwässerung des Schmutz- und Regenwassers konnten im Zusammenhang mit dem Bauantragsverfahren somit ebenfalls gelöst werden“, heißt es in einer Mitteilung des Bodenseekreises. Entgegen ursprünglichen Überlegungen werden Regenwasser und verschiedene Schmutzwässer getrennt entsorgt.

Nur Regenwasser darf ungeklärt versickern

Hierbei wurde im Einvernehmen sowohl mit dem Regierungspräsidium Tübingen als auch mit dem Institut für Seenforschung in Langenargen festgelegt, dass nur das Regenwasser der Gebäudedächer und der befestigten Außenanlagen des Bades in eine Versickerungsmulde unterhalb des Naturbades geführt wird. Dieses Mulden-System soll als belebte Bodenzone ausgestaltet werden und eine Drainage mit oberflächigem Ablauf zum See erhalten. Ein Eingriff in den Seehag und den Uferbereich findet hierfür nicht statt. Die bestehende Vegetation bleibt erhalten. „Zum Schutz des Untergrunds ist die Versickerungsmulde mit einer Folie abzudichten“, verlangt das Landratsmt. Diese soll denkbare Auswaschungen aus den Altlasten, die dort im Boden verbleiben können, verhindern.

Abgebadetes Wasser muss aufbereitet werden

Das sogenannte abgebadete Thermalwasser aus den Wasserbecken wird gesammelt, aufwändig aufbereitet und nach der Reinigung als Attraktion über eine mehrstufige Brunnenanlage am Gebäude „Wassertropfen“ geleitet und dann über eine Pumpendruckleitung der Brunnisach zugeführt. „Die Abwasseraufbereitung entspricht dabei dem neuesten Stand der Technik, bei der nach einer zweistufigen Ultrafiltration auch eine Vollstrom-Umkehrosmose zur Entsalzung eingesetzt wird, um die hier anzusetzenden Werte des Bodenseewassers einzuhalten“, heißt es weiter. Ein Teil des aufbereiteten Thermalabwassers werde zur Spülung der WC-Anlagen im Schwimmbadbereich verwendet. Ganz allgemein sei damit eine Mehrfachnutzung des Thermalwassers sichergestellt.

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