Kliniken Kreis Konstanz: Medizinische Schwerpunkte vorm Sommer festzurren

Krankenhauslösung im Landkreis Konstanz im Zeitplan – Bürgerinitiative will sich gründen

Kreis Konstanz. Noch vor der Sommerpause soll feststehen, welche medizinischen Leistungen an welchem Krankenhaus im Kreis erbracht werden sollen. Der Konstanzer Landrat Frank Hämerle sprach von einem „Anfangsszenario“. Die Vorbereitungen zu einer Krankenhaus-Kreislösung lägen aktuell gut in der Zeit. Die Kreislösung soll den Kliniken im Kreis Konstanz das wirtschaftliche Überleben sichern.

Kommende Woche will sich Bürgerinitiative gründen

Gegen eine mögliche Privatisierung des Klinikums soll auch eine Bürgerinitiative kämpfen. Die Gründungsversammlung ist am Dienstag, 31. Mai. Die Initiative ergriffen hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Ob sie nötig sein wird, um die Kliniken in kommunaler Trägerschaft zu erhalten ist, unklar.

Vorbereitungen für Kreislösung laufen

Gut im Zeitplan liegen laut Landrat die Vorbereitungen zur Krankenhaus-Kreislösung. Noch vor der Sommerpause sollen die Eckpunkte für den Konsortialvertrag für die geplante Krankenhaus-Holding den zukünftigen Gesellschaftern und Partnern der Holding zugehen, teilte der Landrat mit. Darauf hätten sich die Mitglieder des Lenkungsausschusses in ihrer jüngsten Sitzung geeinigt.

Der Lenkungsausschuss

Im Lenkungsausschuss, der von Landrat Frank Hämmerle geleitet wird, sitzen neben den Geschäftsführern der einzelnen Klinikeinheiten auch die Oberbürgermeister und Bürgermeister der beteiligten Kommunen sowie als externer Berater Edwin Beckert, Klinikgeschäftsführer im Ruhestand.

Aufteilung medizinischer Schwerpunkte

Die Eckpunkte für die Verteilung der medizinischen Schwerpunkte sollen als „Anfangsszenario“ laut Hämmerle vor der Sommerpause feststehen. Derzeit bereiten vier Projektgruppen das Thema Kreislösung vor, darunter auch die Projektgruppe „Medizinische Strukturen“, in der Ärzte der Singener, Stockacher und Konstanzer Kliniken aktiv eingebunden sind. Dabei sei vor allem das „konstruktive Herangehen an die Fragestellung“ von Seiten der Ärzteschaft erfreulich, so Hämmerle.

Gründung Januar 2012

Die anderen Projektgruppen beschäftigen sich mit den Themenbereichen Betriebswirtschaft und Finanzen, Steuern und Nebenbetriebe sowie Recht und Steuern. Alle Projektgruppenarbeiten arbeiten zügig und ernsthaft an der Gestaltung der Kreislösung, sagte Hämmerle. Wenn alle so weiter arbeiten, stehe der Holding-Gründung zum 1. Januar 2012 nichts mehr im Wege.

So soll es gehen

Geplant ist zunächst eine so genannte „Bargründung“ der Holding. Nach Gründung der Betriebsgesellschaften durch die jeweilige Tochter werden diese zu 100 Prozent in die Krankenhausholding GmbH eingebracht. Das soll nach dem derzeitigen Zeitplan bis spätestens August 2012 der Fall sein.

PwC noch dabei

Die Beraterfirma PwC (PricewaterhouseCooper), die bereits das Grobkonzept für die Kreislösung erarbeitet hat, begleitet die Kreislösung weiter. Auch darauf verständigten sich die Mitglieder des Lenkungsausschusses. PwC werde die Unternehmensbewertung und die Risikoanalyse, das sogenannte „Due diligence“-Verfahren, durchführen.

Frische Informationen im Web

Die Öffentlichkeit fortlaufend über die Fortschritte bei der Kreislösung informiert werden. Dazu hat das Landratsamt auf seiner Homepage eine eigene Rubrik eingerichtet. Außerdem gibt es regelmäßige Informationsveranstaltungen für die Betriebsräte aller Standorte.

 

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