Komischer Sommer geht im Allgäu zu Ende

Gestern in Oberstaufen Vieh von Allgäuer Sommerweiden ins Tal getrieben

Oberstaufen. Vom Bodensee aus ist es nur ein Hüpfer bis ins Allgäu. Während die Meersburger an diesem Wochenende noch ihr traditionelles Weinfest feiern und die Konstanzer am kommenden Freitag ihr Oktoberfest eröffnen, haben im Allgäu die Viehweid und Volksfeste begonnen. Tausende Schaulustiger sind am Freitag in Oberstaufen im Allgäu beim traditionellen Viehscheid dabei gewesen.

Allgäuer Viehscheid: Festumzug ins Tal

Das Ende des Bergsommers wird im Allgäu traditionell mit großen Volksfesten gefeiert. Die Allgäuer Jungrinder und Kühe werden bis Ende September von den insgesamt knapp 700 Allgäuer Alpen ins Tal getrieben, wo sie den Winter verbringen. Beim Viehscheid in Oberstaufen – dem ersten in diesem Spätsommer – waren es gestern 1200 Stück Vieh. Von 18 Alpen sind die Tiere ins Tal geführt worden.

Ende eines komischen Sommers

Was den Oberbayern ihr Almabtrieb, ist den Allgäuern die Viehscheid. Auch die Allgäuer haben – so wie die Menschen am Bodensee – keinen schönen Sommer erlebt. Die Bergbauern und das Vieh auf den Bergweiden litten vor allem im August unter dem kalten und nassen Wetter. Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) sprach in Oberstaufen mit Blick auf die zu Ende gegangene Alpsaison gestern von einem „komischen Sommer“.

Foto: Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH

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