Konstanz baut auf ehemaliger Bahn- und Gewerbebrache

Im Konstanzer Stadtteil Petershausen entstehen 700 neue Wohnungen

Konstanz (wak) Die Entwicklung des Quartiers am Bahnhof Petershausen macht einen Schritt nach vorn. Auf einer der größten städtebaulichen Konversionsflächen in der Stadt Konstanz, auf den bisherigen Bahn- und Gewerbebrachen, sind bis zu neue 700 Wohnungen geplant. In den nächsten 18 Monaten ist Baubeginn für fünf bis sechs größere Projekte. Drei davon – insgesamt 237 Wohneinheiten – werden voraussichtlich in eineinhalb Jahren fertig sein. Thema ist die neue Stadt auch in der Sitzung des Technischen- und Umweltausschusses am morgigen Donnerstag, 22. April. Die Verwaltung will dann über den aktuellen Planungsstand berichten.

Innenstadtnahe Wohnungsbauflächenreserve

Petershausen ist der bevölkerungsstärkste Stadtteil von Konstanz. Jetzt will die Stadt die bisherigen Bahn- und Gewerbebrachen als wichtige innenstadtnahe Wohnungsbauflächenreserve aktivieren. Das Sanierungsgebiet umfasst eine Fläche von etwa 12,5 Hektar. Begrenzt wird es im Westen durch die Schneckenburgstraße, im Norden durch die Gustav-Schwab-Straße. Die südliche Grenze bilden die von-Emmich-Straße und die Bruder-Klaus-Straße.

100 familiengerechte Wohnungen

Die Städtische Wohnbaugesellschaft Konstanz mbH (WOBAK) plant auf dem Areal Bahnhof Petershausen die Entwicklung eines „urbanen, zukunftsweisenden Wohnquartiers“ mit einer „ökologisch und sozial hochwertigen Baustruktur“. Insgesamt sollen 109 teilweise mietpreisgebundene und familiengerechte Wohnungen gebaut werden. Im ersten Bauabschnitt werden 50 Wohnungen entstehen. Baubeginn ist im August 2010.

Spatenstich für 66 Wohnungen

Eine 9.900 Quadratmeter große Teilfläche erwarb im Jahr 2008 die „Bouwfonds Rhein-Neckar GmbH“ von der „aurelis Real Estate GmbH & Co KG“. Hier entstehen 66 Wohnungen (davon zahlreiche Familienwohnungen) und eine Tiefgarage mit 71 Stellplätzen. Spatenstich war am 9. April 2010.

Weitere 113 Ein- bis Vierzimmer-Wohnungen

Südlich der Gleise, entlang der Schneckenburgund der Bruder-Klaus-Straße entsteht in den kommenden Jahren ein Wohnbauprojekt der Bauunternehmung Löffler aus Mengen. Das Bauvorhaben dient vorwiegend der Wohnnutzung. Es werden insgesamt 113 Ein- bis Vierzimmer- Wohnungen verwirklicht, wobei die Anzahl der Einzelappartements deutlich überwiegt. An der Ecke Schneckenburg-/ Bruder-Klaus-Straße ist eine öffentliche Nutzung vorgesehen, es könnte u.a. ein Laden oder ein Café entstehen. Die Erschließung dieses Grundstückes erfolgt über die Bruder-Klaus-Straße. Zusätzlich ist eine Tiefgarage mit 136 Stellplätzen geplant.

Machbarkeitsstudie für ehemaliges Bahnhofsgebäude

Die Fläche um das ehemalige Bahnhofsgebäude ist im Besitz der Deutschen Bahn AG. Für diesen Bereich gibt es eine Machbarkeitsstudie. Die Studie sieht eine Bebauung mit sechs viergeschossigen Gebäuden vor. Im Erdgeschoss soll Gewerbe (Handel, Dienstleistung, Gastronomie) Platz finden. In den Obergeschossen sind bis zu 200 Einzel- und Doppelappartements vorgesehen – vorwiegend für Studierende. Geplant ist auch hier eine Tiefgarage.

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