In Konstanz gibt es jetzt grüne Stadtrundgänge

In Konstanz gibt es ab sofort auch grüne Stadtrundgänge. Das Motto heißt: Nachhaltig leben und einkaufen in Konstanz. Entschleunigen, Entrümpeln und dabei achtsam mit sich und der Umwelt umgehen und  eine umweltbewusste Lebensweise sind das große Thema. Der grüne Stadtrundgang möchte hierzu inspirieren und motivieren. Wer Lust hat, kann am Donnerstag oder Samstag, 3. oder 5. April, mit gehen.

Grünes Konstanz

Auf dem Weg durch die Stadt stellen die Stadtführer unterschiedliche Geschäfte, Initiativen und Vereine vor. Die Stadtführerzeigen , wo Sie regionale und biologische Produkte kaufen können, wo es schicke Ökomode gibt, in welchen Geschäften man Handys und Computer reparieren lassen kann und vieles mehr.

Zwei Termine

Der grüne Stadtrundgang wird vom Veranstalter Greentours in Kooperation mit der Tourist-Information Konstanz GmbH angeboten und ist die erste Stadtführung, die sich speziell dem Thema Nachhaltigkeit widmet. Jeder Teilnehmer erhält Gratis-Gutscheine, die von den Partnern von Greentours. Die nächsten Termine sind am Donnerstag, 3. April, um 18 Uhr und Samstag, 5. April, um 10:30 Uhr Treffpunkt ist das Münster, vor dem Haupteingang Anmeldung unter www.greentours.de.

Mitgehen kostet 12 Euro

Wer mitgehen will zahlt 12 Euro. Der Eintritt beinhaltet nach Angaben der Veranstalter Gratis-Einkaufsgutscheine mit einem gesamthaften Wert von mehr als 30 Euro. Wer ein altes Handy mitbringt, bekommt 2 Euro Rabatt.  Alle Handys werden an die Deutsche Umwelthilfe e.V. weitergeleitet und fachgerecht recycelt. Der Erlös geht an zu 100 Prozent an die Projekte „Lebendige Wälder“ und die „Kampagne gegen Fracking“, die der BUND Konstanz initiiert hat.

Foto: Peter Schottmüller

10 Kommentare to “In Konstanz gibt es jetzt grüne Stadtrundgänge”

  1. Leser
    31. März 2014 at 17:27 #

    Wow! Ein Artikel, in dem das Wörtchen Grün vorkommt, der nicht sofort von fafnir kommentiert wird ;-) mal sehen, ob der Leserkollege das noch nachholt… So viel Gestrigkeit bereitet mir jedes Mal Freude. Man könnte mal die Kommentare zu einem Best of zusammensetzen.

  2. Fafnir
    3. April 2014 at 19:10 #

    Lieber Leser,
    schön, dass Sie mich vermissen. Natürlich habe ich den Artikel gelesen und habe den üblichen Anfall bekommen. Wie immer, wenn man mich mit grünideologischem Mist belästigt. Es war ja alles dabei: Der BUND, Bessermenschentum, grüne Erhabenheit, grüne „Geschäftsmodelle“, grünverzücktes Geschwafel von „Nachhaltigkeit“ gepaart mit naiver Ungebildetheit undsoweiter. Da wusste ich einfach nicht, wo ich anfangen soll. Übrigens passt Ihre Ansicht, dass alles „gestrig“ ist, was nicht dem linksgrünschwulbunten Verblödungszeitgeist hinterherjubelt ganz gut dazu. Und mal ehrlich: Was nützen denn meine Streitschriften? Ich muss ja nicht jeden grünen Blödsinn kommentieren. Ist ja sowieso ziemlich hoffnungslos. Denn wer dem grünen Ökoglauben und der Church Of Global Warming verfallen ist, ist eh keinen vernünftigen Argumenten mehr zugänglich.
    Herzlichst, Ihr Fafnir

  3. eikju
    4. April 2014 at 22:58 #

    auch ich möchte „fafnir“ ermuntern, kritisch weiterzumachen.
    wer nur noch grün sieht, dem ist der besuch eines augenarztes
    anzuraten. meiner Meinung nach hat „fafnir“ eine eindeutig
    höhere geistige reife als die vielzahl seiner kritiker.
    apropos „grün als ersatzreligion“. in konstanz ist vor garnicht
    allzulanger zeit (gestrig) schon mal ein unliebsamer kritiker
    verbrannt worden. also — wehret den neuen anfängen.

  4. dk
    9. April 2014 at 20:39 #

    Wahrscheinlich wussten nicht einmal die Grünen, dass die Stadt einem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ zugehört.

    Diese neue Erkenntnis konnte ich einem Artikel bzw. der Landkarte (als Bild) entnehmen:

    http://www.wernigerode.de/de/news-details/oberbuergermeister-peter-gaffert-neuer-vorsitzender-des-buendnisses-kommunen-fuer-biologische-vielfalt-20037683.html

    Ein schöner Satz darin war u.a.: „… Grünflächen in der Stadt bedeuten Lebensqualität, da sind sich die inzwischen 97 Bündniskommunen einig. …“
    Sicherlich werden am Bodensee auch die Wasserflächen hinzugerechnet, so dass jedermann bedenkenlos zustimmen kann.

    • Daniel Beringer
      11. April 2014 at 11:18 #

      Danke für diesen Beitrag! Und na, ja, theoretisch ist der Satz „Grünflächen in der Stadt bedeuten Lebensqualität“ ja auch richtig; er sagt aber noch nichts über das tatsächliche Vorhandensein ebendieser aus!

      Es ist aber sehr bedauerlich, daß gerade jetzt in diesen Wochen wieder einmal große Teile der letzten verbliebenen Grünflächen im öffentlichen Raum zerstört werden.

      In diesen Tagen werden z.B. gerade sämtliche Pflanzrabatten, die die Strasse von Geh- und Radweg trennen, entlang der Spanierstrasse, vom Sternen- bis zum Ebertplatz, ausgerissen! In den letzten Jahrzehnten waren diese mit immergrünem niedrigem Buschwerk bepflanzt, gaben also auch in der „trüben“ Jahreszeit einen schönen Farbakzent zwischen den Asphaltbahnen. Im Sommer „verirrten“ sich immer einige hartnäckige Blumen dazwischen, um dort schön auszusehen, sogar Vögel fanden manchmal ihre Nistmöglichkeit darin. Alles in allem eine schöne und sinnvolle Lösung!

      Doch nun werden diese Buschreihen durch ein Kiesbett aus 3-5cm großen Steinen ersetzt (alibimäßig pflanzt man ca. alle halben Meter eine einmal blühende Blume; sobald diese verwelkt sind, interessiert sich wahrscheinlich niemand mehr beim Grünflächenamt für die weitere Pflege!)

      Auch wenn es alles andere als schön aussieht, gebe ich zu, daß dies z.B. für Verkehrsinseln in Kreisverkehren eine bequeme, da „pflegeleichte“ und billige, Lösung ist! Aber doch bitte nicht zur Trennung von Fahrbahn und Fuß-/Radweg!

      Eine kleine Anekdote, die zeigt weshalb diese Lösung hier nicht nur ungeeignet (und häßlich), sondern schlicht gemeingefährlich ist:

      Letzten Sommer verlor einmal ein Kieslaster aus der unvollständig geschlossenen Ladeklappe heraus in der „Bonanza-Kurve“ ein paar Handvoll exakt solcher Steine. In kürzester Zeit verteilten sich die Steine über eine Strecke von ca. 100 Metern und auf der Fahrbahn wurden diese Steine binnen Minuten zu gefährlichen Geschossen: Jedes Auto das mit der Reifenkante über einen Stein fuhr, feuerte diesen somit entweder auf die flußseitigen Fuß- und Radpassanten bzw. die geparkten Autos am Rheinfährenplatz oder auf die andere Strassenseite in die Fenster der dortigen Häuser. Von zwei zerschossenen Fensterscheiben im Haus Spanierstrasse 14 abgesehen (die einem natürlich auch niemand ersetzt), gab es zwar glücklicherweise keine weiteren Schäden; für die Personen an denen die Geschosse knapp vorbei fetzten, blieb es zum Glück beim Schrecken!

      Aber: warum macht/veranlasst die Stadt so einen, Verzeihung, Schwachsinn? Vorher war eine gute, schöne, sichere Lösung da! Und jetzt wird viel Geld für eine optische Verschandelung und vorsätzliche Gefährdung von Menschen ausgegeben!

      Warum bindet man nicht endlich die Bürger in zumindest die Projekte ein, die sie direkt, in unmittelbarer Nachbarschaft betreffen? Wir Anwohner der betroffenen Flächen, incl. den Betreibern der anliegenden gastronomischen Betriebe (SeeRhein, Rheinterrasse, Bonanza, Hotel Ibis), würden liebend gerne die Bepflanzung und Pflege dieser Flächen übernehmen! Bis auf einen kleinen Materialkostenzuschuß für die Bepflanzungen würde hier niemand irgendetwas von der Stadt erwarten; es wäre für die Stadt die einfachste und günstigste Lösung und es würden sich Menschen kümmern, die die Situation tagtäglich vor der eigenen Haustüre erleben, die die vorhandenen und die möglichen Probleme besser kennen und einschätzen können als ein ortsferner Schreibtischtäter!

      Bürgerbeteiligung? – Pah! Mal wieder nur eine leere Worthülse! Da wo sie einfach umsetzbar wäre, der Stadt einen Haufen (nicht nur geldwerte) Vorteile bringen und zudem die Sicherheit erhöhen würde, ist sie offenbar mal wieder leider nicht gewünscht!

      Übrigens: Dem Vorarbeiter, der hier gerade zuständig ist, wurde die Problematik, daß die Steine auf der Fahrbahn zu Geschossen werden, erklärt! Antwort daraufhin wortwörtlich: „Das ist mir auch klar! Na und, was kann ich da jetzt dafür?“ – Sehr witzig! Da komme ich dann nochmal, nach dem nächsten zerschossenen Fenster, darauf zurück!

      • Franz Sauerstein
        11. April 2014 at 15:09 #

        Interessante Zusatzinformation: In der Wollmatinger Straße 59 hat der Künstler Michael Jung die Begrünung und Pflege einer (vernachlässigten) öffentlichen Grünfläche übernommen.

        Die Stadt grub den Boden um und half beim Pflanzen der (von der Hausgemeinschaft) gezahlten Bäume.

        • Daniel Beringer
          11. April 2014 at 18:49 #

          Hallo Franz,

          danke für den Hinweis! Es gibt noch einige mehr dieser sehr löblichen Engagements von Bürgern, die sich als Anwohner die Mühe machen, z.B. die Parkbuchtbegrenzungen vor ihren Häusern, die ansonsten meist nur, mit einem mickrigen Bäumchen darauf und umgeben von 2m² kahler Erde, als Hundeklo wahrgenommen werden, schön zu bepflanzen und zu pflegen; in direkter Nähe z.B. die Schotten- und die Markgrafenstrasse fallen mir hier immer wieder sehr positiv auf!

          Aber warum kann es denn nicht der Normalzustand sein, daß man Anwohner, die sich gerne um das was vor ihrer eigenen Türe geschieht, selbst kümmern möchten, dies auch machen läßt? Oder zumindest, daß man die Anwohner wenigstens im Vorfeld rechtzeitig über eine geplante Maßnahme informiert und fragt, was sie davon halten und was sie evtl. noch für eigene Ideen und Verbesserungen vorzuschlagen hätten? Gerade in unserem Beispiel jetzt in der Spanierstr. sind gerade einmal ganze sechs Häuser im betroffenen Gebiet! Es wäre ein zeitlicher Aufwand von max. vllt. 10 Minuten gewesen, auf ein Blatt zu schreiben: „In KW xx, ab dem xx.xx., ist geplant die Bepflanzungen vor Ihren Türen herauszureißen und durch ein Schotterbett zu ersetzen! Was halten Sie davon? Finden Sie das gut? Haben Sie eigene/andere Vorschläge hierzu? Um Antwort wird gebeten bis zum xx.xx., die Sie bitte an … richten mögen!“ (Von mir aus auch ein wenig zustimmungsheischender formuliert! ;-) ), dieses Blatt sechs mal auszudrucken/zu fotokopieren und (mit weiteren max. 20 Minuten Aufwand) an die jeweiligen Haustüren zu beppen!

          Leider wurden wir stattdessen mal wieder vor vollendete Tatsachen gestellt! Anfangs dachte man sich noch: „Na ja, mal wieder der alljährliche „Pflege“-Kahlschlag! Schade, daß wir nicht einfach selbst ein paar bunte Blumen einpflanzen dürfen!“ (Gelegentliche frühere fakultative Versuche wurden immer wieder nach kurzer Zeit von Grünflächenamtsmitarbeitern herausgerissen; daher ists den meisten Anwohnern inzwischen vergangen, hier etwas zu machen, ohne vorher eine ausdrückliche Befürwortung zu haben!) – Tja, bis der Kieslaster anrückte und die Rabatten mit Steinen flutete! :-(

          Letzte Woche verkündete die Stadtverwaltung, daß Konstanz nun eine sog. identitätsstiftende Weihnachtsbeleuchtung erhalten wird! Ganz toll! In diesem Zusammenhang wohl eine recht alberne Formulierung!

          Aber, wenn wir diese Formulierung schon verwenden: Eine wirklich identitätsstiftende Maßnahme wäre es eben, z.B. „Bürgerpatenschaften für öffentliche Kleinstgrünflächen“ zuzulassen und im Idealfall sogar nicht nur zuzulassen, sondern auch noch zu unterstützen (noch nicht mal unbedingt materiell; ideell u. vllt. noch ein wenig logistisch, wäre schon ein schöner und ausreichender Anfang!), was neben diesem Sinne selbst eben auch noch eine wunderbare Verschönerung des Stadtbildes und ein sicherlich nicht ganz unerhebliches Einsparen öffentlicher Gelder bewirken würde!

          • Franz Sauerstein
            12. April 2014 at 12:08 #

            „Aber warum kann es denn nicht der Normalzustand sein, daß man Anwohner, die sich gerne um das was vor ihrer eigenen Türe geschieht, selbst kümmern möchten, dies auch machen läßt?“

            Das fände ich auch großartig! Die „Bürgerpatenschaften für öffentliche Kleinstgrünflächen“ finde ich eine tolle Idee. Vielleicht wäre das ein Projekt im Rahmen der Transition Town Konstanz?

  5. dk
    13. April 2014 at 21:03 #

    @Daniel Beringer

    Im Winter eher etwas eintönig, ist der Hauptfriedhof von Frühjahr bis Herbst ein gerne besuchter Platz, um die blühende Natur zu bewundern. Alte Leute sitzen dort gerne auf der Bank und geniessen Sonne und Bepflanzungen. Man kann das pulsierende Stadtleben und seine Themen schnell hinter sich lassen. Nur die Mainau erscheint noch beeindruckender.

  6. Fafnir
    14. April 2014 at 07:13 #

    Verkehrssicherheit im öffentlichen Raum hat vorrang vor Blümchenwiesenphantasien. Mir wäre es recht, wenn sich darum Fachleute weiterhin kümmern würden und nicht irgendwelche Anwohner, die aus einer Laune heraus aus Verkehrsinseln einen Dschungel machen wollen. Sollen die sich doch einen Schrebergarten zulegen, um ihre Pflanzwut auszuleben.

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