Konstanz prüft Aufenthaltsverbot in Innenstadt für Litzelstetter Schläger an Fastnacht

Nach Ausschreitungen und Polizeieinsatz in Litzelstetten – Stadt will keine gewaltsamen Ausschreitungen bei Straßenfastnacht

Konstanz. Die Stadt Konstanz prüft offenbar ein Aufenthaltsverbot für jugendliche Schläger an Fastnacht in der Konstanzer Innenstadt. Das sagte der städtische Pressesprecher Walter Rügert am Montagabend.

Polizei setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein

Während eines Narrenkonzert in Litzelstetten kam es am Freitagabend in der Martin-Schleyer-Straße laut Polizeibericht vom Sonntagabend zu tumultartigen Szenen. Beteiligt gewesen sein sollen nach Angaben der Polizei etwa 50 Jugendliche. Die Polizei setzte Polizeihunde Pfefferspray und Schlagstöcke ein, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Personalien von gewaltbereiten Personen festgstellt

Mehrere Beteiligte sollen in der Litzelstetter Hauptstraße auf zwei am Boden liegende junge Opfer eingeschlagen und sie mit mehreren Tritten traktiert haben. Die Opfer wurden ins Klinikum Konstanz gebracht. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Mehrere Personen seien vorübergehend in Gewahrsam genommen worden, so die Polizei. Mehrere Teilnehmer an der Schlägerei hätten von der Polizei ausgesprochene Platzverweise ignoriert. Die Beteiligten sollen alkoholisiert gewesen sein.

Stadt will keine Ausschreitungen in Altstadt riskieren

Die Stadt prüfe jetzt, ob sie für gegen die namentlich bekannten gewaltbereiten Jugendlichen Aufenthaltsverbote während der Fastnacht für die Innenstadt ausspreche. Das sagte Walter Rügert. Das Bürgeramt prüfe die Möglichkeit. Keinesfalls sei aber daran gedacht, gegen eine größere Anzahl Jugendlicher ein Aufenthaltsverbot auszusprechen. Anscheinend geht es um etwa ein halbes Dutzend Randalierer.

Hintergründe der Ausschreitungen unklar

Außerdem sei die Stadt bemüht, aufzuklären wie es zu den Ausschreitungen und der Eskalation der Gewalt in dem dörflichen Litzelstetten kommen konnte. Viele Erwachsene, die beim Narrenkonzert waren, hatten von den Auseinandersetzungen gar nichts mitbekommen.

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