Konstanz will am Ufer auch Babybrei im Glas verbieten

Verbot richtet sich bewusst nicht nur gegen Jugendliche – Tabuzone von der Schmugglerbucht bis ans Schänzle

Konstanz. Am heutigen Donnerstag möchte der Gemeinderat eine neue Polizeiverordnung zum „Schutz des frei zugänglichen Seeufers“ beschließen. So steht es im Entwurf einer neuen Polizeiverordnung. Die Verordnung soll von Anfang April bis Ende Oktober an allen Abenden und nachts für öffentliche Flächen an der Seestraße, am Seeuferweg bis zur Schmugglerbucht, im Herosépark, an der Promenade am Rheinufer und auch am Schänzle gelten. Das Verbot gilt, wenn es der Gemeinderat so entscheidet, ausdrücklich auch für Babygläschen. Damit möchte die Stadt Konstanz vermeiden, ein Verbot zu beschließen, dass nur die Personengruppe der Jugendlichen und Feiernden betrifft.

Amt brütetet über Formulierungen

In den vergangenen Woche hat sich das Konstanzer Amt für Stadtplanung und Umwelt auch um Babygläschen gekümmert. Nachdem sich in der letzten Sitzung des Konstanzer Gemeinderats im Juni eine Mehrheit der Kommunalpolitiker wie auch Oberbürgermeister Horst Frank für ein Glasverbot ausgesprochen haben, war die Verwaltung zuletzt damit beschäftigt, eine neue Polizeiverordnung zum Schutz des frei zugänglichen Seeufers zu formulieren.

Zerbrechliches mitbringen verboten

Gelten soll das Verbot nun dort, wo sich die Klagen über eine Vermüllung des Ufers gehäuft hatten. Sobald die neue Polizeiverordnung gilt, sollen im Herosépark, am Schänzle und in der Seestraße sowie auf einem Abschnitt des Seeuferwegs nicht nur Flaschen, sondern alle zerbrechlichen Materialien verboten sein.

Neues Phänomen Facebook-Partys am See

Die Situation hatte sich in den Sommerwochen diesen Jahres erneut zugespitzt. In Konstanz sei es mit den Konflikten aufgrund der verschiedenen Nutzungen des Freizeitgeländes am Ufer besonders schlimm. Zu tun habe das mit der seenahen Innenstadtlage, wo sich Feiernde mit Flaschen eindecken, und geändertem Freizeitverhalten. Damit umschreibt die Stadt auch die Tatsache, dass die seenahen Areale an Abenden immer mehr zum Treffpunkt größerer Gruppen geworden sind, die sich dort verabreden. Die Einladungen gingen, so die Stadt, an einen großen Personenkreis. Diese Beschreibung, die die Verwaltung wählte, klingt auch nach Facebook-Partys, die an Sommerabenden am Ufer stattfinden und zu denen sich Feiernde treffen, die sich persönlich oft gar nicht kennen.

31 Kilometer Ufer reinigen

Betroffen sind etwa 31 Kilometer Bodensee-Ufer, das sich als Freizeitgelände, Badestrand und Partyzone anbietet. Die Stadtreinigung bemühe sich zwar, aber Scherben im Wasser, im Kies und auf Grünflächen könne die Stadtreinigung, die am Morgen danach regelmäßig im Einsatz ist, nicht beseitigen. Deswegen blieben zerbrochene Flaschen und gefährliche scharfkantige Scherben liegen, so dass eine Gefahr für Badende, Kinder, auch jugendliche Nachtschwärmer, Anwohner und eben alle Nutzer des Seeufers ausgehe.

Stadt will niemanden diskriminieren

Die Stadt möchte durch ein Glasverbot keine Personengruppe benachteiligen oder bevorzugen. Wer am Ufer picknicken will, soll seine Getränke und Lebensmittel in Zukunft in unzerbrechlichen Gefäßen mitbringen. Das Verbot solle alle treffen – auch Eltern mit Kleinkindern. Außer Flaschen sollen in Zukunft auch Porzellan und Steingut verboten sein. Wer eine Flasche oder einen Teller in den Händen hält, müsste mit einem Bußgeld in Höhe von 20 Euro für fahrlässige und von 40 Euro für vorsätzliche Verstösse bezahlen.

Hier soll das Verbot gelten

Das Verbot soll in der Seestraße und am Seeuferweg bis zur Schmugglerbucht gelten. Zerbrechliche Gegenstände tabu wären außerdem im Herosépark und am Rheinufer bei der Stadt am Seerhein sowie am Schänzle vom Ende der Fischenzstraße bis zur neuen Rheinbrücke. Gelten soll das Verbot vom 1. April bis 31. Oktober eines jeden Jahres in der Zeit zwischen 19 Uhr am Abend und 6 Uhr am Morgen. In Kraft treten soll die neue Polizeiverordnung am Donnerstag kommender Woche, 28. Juli.

Foto: wak (1) Helene Souza PIXELIO www.pixelio.de (1)

20 Kommentare to “Konstanz will am Ufer auch Babybrei im Glas verbieten”

  1. Franz
    20. Juli 2011 at 16:32 #

    WICHTIG – GEMEINDERATSSITZUNG: Morgen Abstimmung über ein Glasverbot um 16 Uhr im Ratssaal (Kanzleistraße 15). Ein paar Stadträte stimmen vielleicht anders ab, wenn ca. 50 Jugendliche im Raum stehen und zuschauen! Grüne Jugend und Jusos sind auch da!

  2. Müller
    20. Juli 2011 at 21:59 #

    Yea, noch eine bescheuertere Formulierung gibt es wohl kaum.

    Nach dem alten Gesetzt, durfte ich mit einer vollen Bierflasche am Strand liegen, dann den Bereich verlassen, das Bier komplett (*) in ein Pappbecher schütten, und dann mit einer leeren Falsche wieder zurück auf das Gelände gehen. (*) Komplett = Es dürfte nichts mehr tropfen, da man die Tropfen noch trinken könnte. Also müsste ein Taschentuch im Falschenhals stecken.

    Nach dem neuen Gesetz (so wie es hier beschrieben wird) sind nicht nur Eltern mit Babys verboten (Babynahrung/Milch/Saft ist im Sommer PFLICHT) sondern auch I-Phones, einige Brillen, einige Uhren, besonders verkehrssichere Fahrräder mit Spiegel, einige Taschenlampen, und sogar Polizeiautos mit Scheiben sind verboten.

  3. TB
    20. Juli 2011 at 23:27 #

    Toll, Nummer 1: Wenn’s um das eigene Vergnügen geht und um das vermeintliche Recht auf hemmungslose Sauferei, dann werden plötzliche alle Hebel in Bewegung gesetzt und ein Mob organisiert. Ganz großes Kino. Soll das eine Art Drohkulisse sein, wenn „50 Jugendliche“ im Ratssaal herumlungern?

  4. wak
    21. Juli 2011 at 06:51 #

    @TB Ich möchte hier bitte keinen Vergleich zwischen Konstanzer Jugendlichen, die ihre Interessen vertreten, und aufmarschierenden Gruppen in der Nazizeit lesen. So geht es nicht. Im Klartext: Ich lasse nicht zu, dass sie junge Konstanzer mit der SA vergleichen. Sie sind keine uniformierte und bewaffnete Kampf-, Schutz- und Propagandatruppe der NSDAP und es gibt keinerlei weltanschauliche Parallelen. Ich habe den letzten Satz Ihres Kommentars gelöscht.

  5. TB
    21. Juli 2011 at 09:07 #

    Wie nennt man denn sonst Gruppen, die sich zusammenrotten und dafür sorgen, daß Meinungen, die nicht in deren Sinn sind, unterdrückt werden und daß andere eingeschüchtert werden? Genau das bezweckt nämlich der Aufruf, mit 50 Mann anzurücken. Die Weltanschaung mag eine andere sein, die Mittel diese durchzudrücken sind erschreckend ähnlich. Wehret den Anfängen, heisst es doch immer so schön. (Obwohl ich einen Kampf für das Recht auf Randale, Müll und Suff eigentlich nicht als „Weltanschauung“ bezeichne). Gerade die Grünen und ihre Unterstützer aus dem linken Dunstkreis sind ja bekannt dafür, ihre eigenen Ideen gerne mal mit Gewalt durchzusetzen. Das ist dann natürlich „gute“ Gewalt. Man schaue sich nur die Demos um S21 oder Castortransporte an. Kaum eine Demo ohne Randale. Oder die Deutschlandfahnenpinkler aus der Grünen Jugend. Oder diesen Konstanzer grünen MdB, der gerne mal nervige Schüler und Kollegen erschießen will. Wie sehr dieses gewaltnahe Verhalten bestimmten Schutztruppen aus einer längst vergangenen Epoche ähnelt, fällt nur niemandem mehr auf.

  6. Mohrrübenkiller
    21. Juli 2011 at 10:02 #

    Da kann man ja für Heute Abend den Zuhörern eigentlich nur schusssichere
    Westen empfehlen.
    Solche Lehrer braucht das Land. Hat die Bundesempörungsbeauftragte von
    der Sache schon gehört.
    Und ist sie auch schon empört und auch ein Stück weit betroffen.
    Fragen über Fragen.
    Eigentlich wären die Äußerungen von Tillemann ein Grund zum Rückzug.

  7. db
    21. Juli 2011 at 11:15 #

    @TB: Also Sitzblockaden sind mit gewaltsamem Protest gleichzusetzen, ja sogar eine Vorstufe von Einschüchterungen und systematisierter Gewalt von braunen Uniformträgern? Mit Verlaub: Sie haben doch nicht mehr alle Tassen im Schrank! Unglaublich, wie fanatisiert Sie sind.

  8. Franz Sauerstein
    21. Juli 2011 at 11:36 #

    Es ist doch schon sehr dreist, politikinteressierte Jugendliche, die gegen ein Glasverbot sind, was diese direkt betrifft, als „herumlungernd“ zu bezeichnen und zu unterstellen, dass andere Meinungen „unterdrückt“ werden. Warum hat die Konstanzer Jugend sich wohl mit Nachtwanderern und Einwohnern getroffen, warum trifft sich die Jugend, um Lösungsvorschläge zur Problematik Seestraße zu diskutieren, warum fürht die Jugend einen SMV-Gipfel durch, um die Themen Jugendfreiräume, Glasverbot und Seestraße kontrovers und konstruktiv diskutieren? Um danach als Nazis beschimpft zu werden? Mit jemanden, der sofort dermaßen beleidigend in einer Diskussion wird und dann noch nicht einmal zu seiner Meinung per Namen steht, zu diskutieren, ist wohl Zeitverschwendung.

    Des weiteren sind laut den Nachtwanderen und Anwohnern gerade einmal 2% der Jugendliche an der Seestraße ein Problem – was ist falsch daran, dass die restlichen 98% sich ihre netten Abende nicht wegen diesen Pöblern versauen lassen wollen?

    Franz Sauerstein
    Pressesprecher des Konstanzer Schülerparlaments

  9. TB
    21. Juli 2011 at 15:54 #

    @Frans Sauerstein:
    Es sind keine „politikinteressierten Jugendliche“. Die wollen ungestört saufen und randalieren. Die wollen bei ihren Freizeitexzessen nicht gestört werden. Denen ist es sonst egal, was im Rathaus diskutiert wird. Aber jetzt, wo man ihnen den abendlichen Suff an der Seestraße madig machen wil, werden sie „aktiv“ und bewegen ihren Hintern ins Rathaus! Angefeuert von der Grünen Jugend und den Jusos soll da mal etwas Bambule gemacht werdn. Und weil die armen Kinderchen nicht bis Tagesordnungspunkt neun warten können, soll der Antrag auch noch vorgezogen werden. Ich lache mal ganz kräftig. Erst für Dreck und Randale sorgen, dann sich empören, wenn andere sich beschweren und dann noch das eigene Verhalten als „politisch interssiert“ einstufen? Daß zu verstehen bedarf schon ein enorm gestörtes Verhältnis zur Realität.

    Sie haben eine Frage vergessen: Warum benimmt sich der Vermüllungs- und Randalemob nicht einfach so, daß es keinen Anlass für Beschwerden gibt?

  10. JEDI
    21. Juli 2011 at 17:24 #

    Unsere Stadt entwickelt sich leider immer mehr zu einer Verbots- und Überwachungszone. Wenn das so weiter geht, benötigen wir neue Ortsschilder: statt Universitätsstadt muss dort Verbotsstadt stehen. Wenn das allgemeine Zerbrechlichkeitsverbot heute beschlossen wird, müssen Casino und Luxushotels am See natürlich auch alle Gäste bereits bei Ankunft darüber informieren, dass sie auf keinen Fall mit einem Sektglas oder einer Kaffeetasse in der Hand ans Seeufer gehen dürfen. Das sollte dann bereits auf den Internetseiten dieser Betriebe verkündet werden, damit die Gäste wissen, dass sie solche Einschränkungen zu erwarten haben. Ob das die Attraktivität des hiesigen Gastgewerbes wirklich steigert?

  11. Franz Sauerstein
    21. Juli 2011 at 17:28 #

    Ich habe mich noch nie über Maß betrunken und feiere trotzdem an der Seestraße. Ich mache keine Randale und brülle nicht durch die Nacht. Als Vertreter des KSPs bin ich wohl poliitisch interessiert. Trotzdem möchte ich kein Glasverbot, da dies ein falscher Ansatz ist – außerdem soll das Glasverbot Scherben eindämmen, nicht das Randaleproblem aus der Welt schaffen.

    Sie überlasen außerdem: „laut den Nachtwanderen und Anwohnern gerade einmal 2% der Jugendliche an der Seestraße ein Problem“

    2% sind nicht gleich 100%, ich zeige es ihnen gerne anhand einer Gleichung:

    2% = 100 %
    2/100 = 100/100 |*100
    2 = 10000 | /2
    1 = 5000
    Das 1 nicht gleich 500 ist, versteht sich wohl von selbst – zumindest für jeden, der im Leben ein Mathebuch in der Hand hatte – hatten sie doch, oder?

  12. Franz Sauerstein
    21. Juli 2011 at 17:30 #

    @JEDI Ganz meiner Meinung! Von einem Hotelier habe ich bereits gehört, dass er dieses Verbot für schlecht hält!

  13. Franz Sauerstein
    21. Juli 2011 at 17:55 #

    Was wird von einem Projekt ähnlich „Deine Isar“ gehalten?
    https://www.facebook.com/pages/Deine-Isar/145529942169726

  14. TB
    21. Juli 2011 at 20:25 #

    2% Suffrandalisten = 100% Dreck und Lärm. So lautet die korrekte Gleichung.
    Ich interessiere mich nicht für sozialpädagogische Spitzfindigkeiten. Mich interessiert, wie dort an der Seestraße wieder zivilisierte Zustände eintreten. Wenn 100% der Anwohner und Spaziergänger sich von 2% der „feierenden“ Kinder dort belästigt fühlen und die Stadtreinigung dort allmorgendlich 100% der Fläche reinigen muss, dann juckt es mich wenig, wenn 98% der feierwütigen Kinder durch unangenehme Verbote in die Röhre gucken. Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen.

  15. Hans
    21. Juli 2011 at 21:10 #

    Als nächstes gibt es dann noch Dosen, Plastik und Aluverbot…. Die Stadt provoziert die Jugend ja geradezu noch mehr Randale zu machen!
    Dann trink ich halt absofort mein Bier im Hof vom Rathaus…..Dass man den Jugendlichen alles kaputt machen muss… traurig…. Zumindest sind wir die zukünftigen Wähler und wissen, dass wir so einen Oberbürgermeister nicht mehr wollen….
    Anstatt einfach mehr Kontrollen los zu schicken, werden jetzt alle bestraft! Jetzt wird man mit den ganzen Assozialen in eine Schublade gesteckt!

    Ich weiß, wen ich nicht wählen werde! Tschüss Horst Frank!

  16. Mohrrübenkiller
    21. Juli 2011 at 21:50 #

    Nr. 15
    Das Sie die Mogelpackung grün nicht mehr wählen wollen ist für mich
    nachvollziehbar.
    Grüne sind wie Melonen. Außen grün. Innen rot. Und doch eine braunen
    Kern.

    Die höchste Lebensfreude eines Grünen ist, jemanden etwas zu verbieten.

  17. JEDI
    21. Juli 2011 at 22:05 #

    Wenn man etwas allen verbieten muss, weil zwei Prozent der Nutzer eines Rechtes dieses missbrauchen und ihre Pflichten nicht kennen, dann müssen auf jeden Fall auch folgende Dinge in der Stadt verboten werden:
    – Autofahren, denn mindestens 2 Prozent der Autofahrer fahren zu schnell oder gefährden auf andere Weise die anderen Verkehrsteilnehmer)
    – Radfahren sowieso, denn mindestens 2 Prozent Radfahrer fahren über rote Ampeln, in der Fußgängerzone oder entgegen der Fahrtrichtung
    – Zu Fuß gehen, denn mindestens 2 Prozent der Fußgänger gehen ebenfalls bei rot oder schauen nicht, wenn sie die Straße überqueren
    – Handy telefonieren, denn mindestens 2 Prozent telefonieren zu laut und achten dabei nicht auf ihre Mitmenschen
    – Hunde halten, denn mindestens 2 Prozent der Hunde sind gefährlich (ich wurde von einem gebissen und der Besitzer hat sich noch nicht einmal entschuldigt)
    – Schwimmen im Schwimmbad, denn mindestens 2 Prozent pinkeln ins Wasser oder furzen hinein….und so weiter uns so fort.
    Einfach alles verbieten ist die beste Methode, der Stadt das zu geben, was sich offenbar einige sehnlichst wünschen: Ruhe, Ruhe…Ruhe sanft!

  18. Franz Sauerstein
    21. Juli 2011 at 23:39 #

    Hans, Jedi und Morrübenkiller, ich stimme Ihnen vollkommen zu.

    TB – darf man fragen, welchen persönlichen Hintergrund sie zur Jugend haben? Stehen Sie auch mit ihrem Namen zu Ihren Aussagen oder sind sie nur annonym im Internet der große Held?

  19. Risus
    22. Juli 2011 at 02:17 #

    Es scheint zwar leider schon vielleicht zu spät zu sein, aber vielleicht versucht man es, statt mit einem totalitärem Verbot (was übrigens wirklich ein Indikator für Faschismus ist, bezüglich der subtilen NS-Vergleiche), doch lieber mit guter verbindlicher Öffentlichkeitsarbeit, wei beim Projekt „Deine Isar“.
    Ich möchte hier nochmal darauf hinweisen: http://www.deine-isar.de/
    Denn wie kann es sein, dass eine Person wie TB sich einerseits darüber aufregt, dass die „Randallierer“ etc. pp., die Umwelt verschandeln, aber dann gleichermaßen sich abwertend gegenüber Anti-AKW/ Pro-Öko-Demonstranten äußert. Ich interprettiere an dieser Stelle subjektiven unhaltbaren Groll pauschal gegenüber Jugendlicher/ junger Erwachsener. Anstatt auf ein Miteinander und demokratische Zusammenarbeit, möchte hier wohl Jemand einfach seinen Kopf durchsetzen, ohne sich in die Lage des Gegenübers zu versetzen oder Alternativen in betracht zu ziehen.

    Ich bitte an dieser Stelle, als Pädagoge, den Stadtrat bzw. wer auch immer dies entscheidet/ entschieden hat, seine Entscheidung zu überdenken und lieber auf Dialog zu setzen. Denn wenn Jugendliche eingebunden werden in den Natur/ Umweltschutz (die Chance besteht, und wird wohl bei vielen ankommen) hat man bessere Chancen als mit blinden Verboten, denn dann liegt das Problem an anderer Stelle als am Ufer.

    Mit freundlichen Grüßen aus München,
    wo das Projekt „Deine Isar“ gerade angelaufen ist und von vielen (jungen) Menschen aus meinem Bekanntenkreis unterstützt wird.

  20. JEDI
    22. Juli 2011 at 08:20 #

    Konstanz muss aufpassen, dass es nicht vollkommen zu einer Gerokratie wird, in der alles, was Freude macht, verboten werden muss, und Jugendliche und Junggebliebene nur noch vor den Toren der Stadt feiern dürfen, damit diejenigen, die unter der Freude anderer Menschen leiden, nicht in ihrer Verbitterung gestört werden.

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