Konstanzer Aktion „Zahl was du willst!“- Riesenerfolg fürs Konstanzer Theater

Theatersessel im Theater Konstanz

Theatersessel im Theater KonstanzKonstanz. Das Konstanzer Theater hatte es seinen Besuchern freigestellt, ob und wie viel ihnen ein Theaterbesuch wert war. Wenn schon die Großverdiener keine Steuern zahlen, dann sollen auch Theaterbesucher selbst entscheiden dürfen. So oder so ähnlich erklärte es Christoph Nix, der Intendant des Stadttheaters. Man werde in Kauf nehmen, dass die Leute umsonst in, aber mit „MehrWert“ aus dem Theater kommen werden. Mittlerweile ist klar: Die Gäste haben trotzdem und freiwillig bezahlt.

Jeder zahlte seinen persönlichen Eintritt

Ob 5 Cent oder 50 Euro, am 1. und 2. März bestimmte jeder Zuschauer selbst. Anlässlich der beiden Aufführungen von Urs Widmers zornigem Text „Das Ende vom Geld“ über die Finanzeliten und ihr großartiges Scheitern, wagte das Theater Konstanz den monetären Feldversuch.

526 Besucher zahlten 5.329 Euro

Jeder Besucher zahlte was er wollte und zeigte damit, was ihm die Kultur in seiner Stadt wert ist. Insgesamt 526 Besucher haben sich am Theater Konstanz das Gastspiel des Theater St.Gallen angesehen. Der Autor Urs Widmer hätte seine große Freude daran gehabt. Insgesamt wurden 5.329 Euro nahm das Theater ein.

Beträge von 10 Cent bis 50 Euro

Tatsächlich wurde die ganze Bandbreite, von 10 Cent bis zu 50 Euro pro Karte ausgeschöpft, teilte das Theater nun mit. Im Ergebnis lagen die Einnahmen somit ähnlich wie bei „normalem“ Kartenverkauf – das heißt, das kulturelle Ereignis und die Aufführung wurden von den Konstanzern mehr als wertgeschätzt.

Die Hälfte kam wegen der Aktion

Bei der zweiten Vorstellung am Samstag vergangener Woche kam das Theater auf eine Auslastung von 78%. Für die Aufführung eines zeitgenössischen Textes im Großen Haus sei das ein stolzes Ergebnis. Eine Befragung der Zuschauer im Foyer – vor beiden Vorstellungen-  ergab, dass etwa die Hälfte der Theaterbesucher auch ohne die „Zahl was DU willst“-Aktion ins Theater gekommen wäre. Die andere Hälfte kam nach Mitteilung des Theaters aber gerade wegen dieser Aktionsform.

Theater wird zum Wiederholungstäter

Zum Nachgespräch seien deutlich mehr Zuschauer als üblich geblieben und hätten rege diskutiert. „Wir werden solche Aktionen wiederholen“, kündigte das Theater an.

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