Konstanzer Algenforscher in den USA ausgezeichnet

Luigi-Provasoli-Preis für die gentechnologische Charakterisierung der Photosyntheseleistung von Kieselalgen

Konstanz (red) Die Forschungsgruppe um den Algenforscher Professor Dr. Peter Kroth der Universität Konstanz ist bei der Tagung der Phykologischen Gesellschaft Amerikas mit dem Luigi-Provasoli-Preis ausgezeichnet worden.  Das teilte die Universität Konstanz heute mit. Der Preis der Phykologischen Gesellschaft kürt die beste Publikation im „Journal of Phycology“ aus dem Jahr 2009. Peter Kroth nahm die Auszeichnung auch im Namen der Mitautoren Arne Materna, Sabine Sturm und Johann Lavaud in East Lansing, USA, entgegen.

Wissenschaftler beschreibt gentechnologische Untersuchungen

Die prämierte Arbeit beschreibt gentechnologische Untersuchungen zur Erstellung von Mutationen im Plastiden-Genom von Diatomeen (Kieselalgen), die einen Aufschluss über die Funktion der Photosysteme der Algen erlauben. Diatomeen sind eine wenig untersuchte Algengruppe, die sich durch eine hohe photosynthetische Produktivität auszeichnet. Diatomeen sind wichtige ökologische Forschungsobjekte, da sie in allen Gewässern stark vertreten sind. Darüber hinaus sehen Industrie und Forscher in ihnen ein hohes biotechnologisches Potential, beispielsweise hinsichtlich der Produktion vielfach ungesättigter Fettsäuren, wie sie in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt werden.

Neue Erkenntnisse über Photosysteme

Peter Kroths Forschungsgruppe gelang es, erstmalig Mutationen im Plastiden-Genom der Kieselalgen hervorzurufen. Die Charakterisierung der photosynthetischen Kapazität von genetisch veränderten Diatomeen im Vergleich zum Wildtyp erlaubt Rückschlüsse auf die grundlegende Regulation der Photosynthese. Den Algenforschern gelang der Nachweis, dass die Funktion der Photosysteme der Diatomeen eine hohe Ähnlichkeit zu den Photosystemen der evolutionär sehr entfernten Grünalgen und Landpflanzen aufweist.

Hier geht es zur Originalveröffentlichung.

Foto: Uni Konstanz

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