Konstanzer Altstadtbrand: Nachbarhäuser einsturzgefährdet

Stephansplatz für Einsatzfahrzeuge gesperrt – Technisches Hilfswerk sichert Häuser

Konstanz. Einen Tag vor Heiligabend sind in der Konstanzer Altstadt weitere zwei Häuser akut einsturzgefährdet. Das Technische Hilfswerk versucht, die Häuser zu sichern. Der Stephansplatz ist gesperrt und für Einsatzfahrzeuge reserviert. Als Brandursache vermutet die Polizei mittlerweile einen Adventskranz.

THW versucht zwei gefährdete Häuser zu retten

Die Helfer des Technischen Hilfswerks sind mit mehreren Zügen vor Ort. Sie kommen aus Konstanz, Singen, Radolfzell und Rottweil sowie aus Karlsruhe. Das sagte ein THW-Helfer. Der Stephansplatz, auf der als Parkplatz genutzt wird und auf dem am Freitagmorgen eigentlich ein Wochenmarkt stattfinden sollte, ist für Einsatzfahrzeuge gesperrt. Bauholz lagert mittlerweile auf dem Platz.

Ein Feuerwehrmann durch Trümmer verletzt

Bis in die Abend- und Nachtstunden waren und sind die Feuerwehren aus dem Landkreis sind Konstanz noch im Löscheinsatz. Ein Gebäude brannte weiter, nachdem ein Haus bereits zusammengebrochen war. Auch die Kreuzlinger Feuerwehr war in Konstanz seit dem Vormittag an dem Einsatz in der Konstanzer Fuißgängerzone beteiligt. Für mindestens ein Haus kam aber jede Hilfe zu spät. Es wurde bereits am Vormittag von der Feuerwehr aufgegeben. Gegen 14.30 Uhr stürzte das am meisten betroffene Gebäude, in dem sich ein Schuhladen befunden hatte, in sich zusammen. Als kurz zuvor ein Giebel einbrach, wurde ein Feuerwehrmann durch umher fliegende Trümmer leicht verletzt. Weitere Personen sind beim Einsturz des mehrstöckigen historischen Gebäudes nicht verletzt worden.

Adventskranz als mögliche Brandursache

Im Eckhaus Hussenstraße/Kanzleistraße hatte der verheerende Altstadtbrand seinen Ausgang genommen. Die Brandstätte ist durch die Feuerwehr und Polizei noch immer weiträumig abgesperrt. An den Absperrbaken drängten sich am Nachmittag Passanten, unter ihnen auch viele Weihnachtseinkäufer, für die es am Tag vor Heiligabend kein Durchkommen gab. Nach den ersten, wie es seitens der Polizei heißt, „subjektiven Ermittlungserkenntnissen der Kriminalpolizei Konstanz“ könnte ein im Flur beziehungsweise im Treppenhaus an einem Deckenbalken des zweiten Obergeschosses angebrachter Adventskranz brandursächlich gewesen sein. Die Ermittlungen der Kripo dauern an.

Brandgeruch hängt über der Altstadt

Die 80.000 Einwohner Stadt ist am Abend vor dem 24. Dezember von jeder Normalität weit entfernt. Die Menschen sind tief betroffen. Das Mitgefühl vieler Passanten gilt Konstanzern, die durch das Feuer obdachlos geworden sind. Noch immer scheint auch eine Qualm- oder Staubwolke über der Konstanzer Altstadt zu hängen. Wer sich von Petershausen kommend mit dem Fahrrad oder zu Fuß dem linksrheinischen Konstanz nähert, nimmt auch am Abend noch scharfen, typischen Brandgeruch wahr. In der Innenstadt bietet sich ein verheerendes Bild. Offenbar brennt es in den Häusern und Trümmern noch immer. Kurz vor 20 Uhr stand eine dicke Qualmwolke über dem Brandort.

Hier geht’s zum Video:

Fotos: wak

Ein Kommentar to “Konstanzer Altstadtbrand: Nachbarhäuser einsturzgefährdet”

  1. Bastian
    30. Dezember 2010 at 08:58 #

    Das ist wirklich sehr tragisch. Da will man in Ruhe Weihnachten feiern und dann kommt so etwas. Es ist schon erschütternd, dass aus einem kleinen Kranz so ein Desaster entstehen kann.

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